Po­di­um dis­ku­tiert über Neu­aus­rich­tung der Häf­ler Wohn­bau­po­li­tik

Arndt von Bo­del­schwingh hält Im­puslvor­trag – Mit ihm de­bat­tie­ren Jaque­line Eg­ger-Buck, Paul Stamp­fer, Le­on Hahn und Stefan Zo­rell

Schwaebische Zeitung (Markdorf) - - Friedrichshafen -

(sz) - „Be­zahl­ba­rer Wohn­raum. Brau­chen wir ei­ne Neu­aus­rich­tung der Wohn­bau­po­li­tik?“So lau­tet der Ti­tel ei­ner Po­di­ums­dis­kus­si­on, zu der das Fritz-Er­ler-Fo­rum am Di­ens­tag, 30. Mai, um 18 Uhr ins Ge­mein­de­psy­cha­tri­sche Zen­trum in der Pau­li­nen­stra­ße 12 in Fried­richs­ha­fen ein­lädt. Auf dem Po­di­um sit­zen un­ter an­de­rem Jaque­line Eg­ger-Buck, Vor­stand der Frän­kel AG, und Stefan Zo­rell, Lei­tung Woh­nungs­lo­sen­hil­fe Fried­richs­ha­fen.

Der Woh­nungs- und Im­mo­bi­li­en­markt be­fin­det sich der­zeit in ei­nem ra­san­ten Wan­del. Ei­gent­lich ist Deutsch­land ein Land der Mie­ter. Ba­den-Würt­tem­berg hin­ge­gen ist eher ein Bun­des­land der Ei­gen­tü­mer, heißt es in ei­ner An­kün­di­gung des Fritz-Er­ler-Fo­rums, Lan­des­bü­ro der Fried­rich-Ebert-Stif­tung. Bun­des­weit lie­ge die Wohn­ei­gen­tums­quo­te bei 45,4 Pro­zent, in Ba­den-Würt­tem­berg hin­ge­gen bei 51,3 Pro­zent. Doch wäh­rend Wohn­raum in Groß­städ­ten im­mer knap­per wer­de, ge­be es in ei­ni­gen länd­li­chen Re­gio­nen ein Über­an­ge­bot und teil­wei­se Leer­stand. In den Städ­ten stei­gen laut Vor­schau die Im­mo­bi­li­en­prei­se und da­durch auch die Mie­ten. Die städ­ti­schen Quar­tie­re mit­samt ih­rer Be­woh­ner ver­än­der­ten sich. Be­zahl­ba­rer Wohn­raum für Men­schen mit ge­rin­gem und mitt­le­rem Ein­kom­men wird eben­so zur Man­gel­wa­re wie be­dürf­nis­ori­en­tier­ter Wohn­raum, der bar­rie­re­frei, al­ters­ge­recht oder für Singles ge­eig­net ist, heißt es: Gleich­zei­tig stei­ge der Be­darf nach die­sen An­ge­bo­ten.

Die­se Ent­wick­lun­gen mach­ten auch vor Fried­richs­ha­fen nicht Halt, wes­halb dis­ku­tiert wer­den soll, wel­che po­li­ti­schen Lö­sun­gen ver­folgt wer­den kön­nen: Stär­ker re­gu­lie­rend in den Woh­nungs­markt ein­grei­fen? Die För­der­sys­te­me für mehr öf­fent­lich fi­nan­zier­te So­zi­al­woh­nun­gen aus­bau­en? Auf den Markt hof­fen und mit Sub­jekt­för­de­rung nach­steu­ern? Die­se und wei­te­ren Fra­ge sol­len be­leuch­tet wer­den.

Zum Pro­gramm: Die Be­grü­ßung über­nimmt Vin­zenz Hu­zel vom Fritz-Er­ler-Fo­rum, da­nach folgt ein Im­puls­vor­trag von Arnt von Bo­del­schwingh, Volks­wirt und Ge­schäfts­füh­rer „Re­gi­oKon­text“Ber­lin zum Thema „Zwi­schen Boom und Be­zahl­bar­keit: Die Rück­kehr der Woh­nungs­fra­ge“. Um 19.15 Uhr star­tet die Po­di­ums­dis­kus­si­on mit Jaque­line Eg­ger-Buck, Vor­stand Frän­kel AG Fried­richs­ha­fen, Paul Stamp­fer, Ge­schäfts­füh­rer Städ­ti­sche Woh­nungs­bau­ge­sell­schaft mbH Fried­richs­ha­fen, Le­on Hahn, Ju­so-Lan­des­vor­sit­zen­der Ba­den-Würt­tem­berg, Stefan Zo­rell, Lei­tung Woh­nungs­lo­sen­hil­fe Fried­richs­ha­fen und Arnt von Bo­del­schwingh, Volks­wirt und Ge­schäfts­füh­rer Re­gi­oKon­text Ber­lin. Mo­de­ra­tor ist Chris­ti­an Mi­lan­ko­vic von der Stutt­gar­ter Zei­tung.

FO­TO: PR

„Zwi­schen Boom und Be­zahl­bar­keit: Die Rück­kehr der Woh­nungs­fra­ge“: Zu die­sem Thema hält Volks­wirt Arndt von Bo­del­schwingh, ei­nen Vor­trag.

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