Viert­kläss­ler hin­ter­las­sen Spu­ren

Be­ne­fiz­kon­zert zu­guns­ten der Mitt­le­ren Ka­planei füllt die Ni­ko­laus­kir­che

Schwaebische Zeitung (Markdorf) - - Erste Seite - Von Mar­ti­na Wol­ters

Bun­te Spiel­fel­der zie­ren den Schul­hof an der Ja­kob-Gretser-Schu­le.

- Er­fri­schend le­ben­dig hat der Wies­ba­de­ner New Spi­rit Gos­pel Choir un­ter Lei­tung von Andre­as Pe­ters am Frei­tag­abend zu­guns­ten der Mo­der­ni­sie­rung der Mitt­le­ren Ka­planei ge­sun­gen. In der gut ge­füll­ten Ni­ko­laus­kir­che klatsch­ten, san­gen und wipp­ten die Be­su­cher be­geis­tert mit bei der an­spruchs­voll-flott prä­sen­tier­ten Gos­pel­mu­sik für den gu­ten Zweck. Pfar­rer Ul­rich Hund be­dank­te sich stell­ver­tre­tend bei Chor­mit­glied und Per­cus­sio­nist Claus Ma­ger, der als ge­bür­ti­ger Mark­dor­fer, den Be­ne­fiz­abend in­iti­iert hat­te.

Vom ro­cki­gen Blues bis hin zur klas­si­schen Arie reich­te das ge­bo­te­ne Re­per­toire, das die Kon­zert­gäs­te so­gleich für sich ein­nahm. Das Dar­ge­bo­te­ne ent­hielt ne­ben den tra­di­tio­nel­len und da­mit be­kann­te­ren, al­ten Skla­ven­lie­dern je­de Men­ge Neu­es mit vie­len über­ra­schend-mit­rei­ßen­den Pas­sa­gen.

Die drei­zehn Vo­ka­lis­ten ver­sprüh­ten spür­ba­re Freu­de dar­an, sin­gend Gott zu lob­prei­sen. Frei tan­zend be­glei­te­ten sie ih­ren Ge­sang, ge­tra­gen von ih­ren Mu­si­kern an Schlag­zeug, Klavier und Bass. Die mehr­fach aus­ge­zeich­ne­te Gos­pel­for­ma­ti­on über­zeug­te auch durch wun­der­ba­re So­li. Mehr als die Hälf­te des Klang­kör­pers trat so­lo in Er­schei­nung. Il­ka Vas­quez bei­spiels­wei­se glänz­te gleich mehr­fach mit ih­rem ge­fühl­vol­len Tim­bre und ei­ner Stimm­reich­wei­te von hoch bis tief. Bei ei­nem vor­ge­tra­ge­nen Mit­ein­an­der von Ag­nus dei, klas­si­schem Lob­preis und ein­dring­lich-mo­der­nem Amen-Ge­sang, über­nahm Vas­quez den Ari­en­part. Ih­re ge­sun­ge­ne Lie­bes­er­klä­rung an Gott hin­ter­ließ Gän­se­haut. Chor­mit­glied Li­nus Kraus über­zeug­te im Du­ett mit Tan­ja Schmid mit dem tra­di­tio­nel­len Gos­pel „Oh hap­py day“und sang mit dem Tye-Trib­bet-Stück „He tur­ned it“(über­setzt: Er dreh­te es) ge­gen Ter­ror und Teu­fel an.

Als In­tro zum von Es­t­her Els­ner ge­sun­ge­nen Pop­song „Next to me“(Nah bei mir), trat Kon­zert­in­itia­tor Claus Ma­ger mit ei­nem Schlag­zeug­so­lo in den Vor­der­grund. „We­gen ihm sind wir hier“, un­ter­strich En­sem­ble­mit­glied An­ni­ka Klar und lud das Pu­bli­kum ein, mit­zu­tan­zen, zu sin­gen oder ein­fach nur zu ge­nie­ßen.

Von al­lem mach­ten die Zu­hö­rer Ge­brauch. Vom ers­ten Lied an be­tei­lig­ten sie sich mit rhyth­mi­schem Bei­fall, mit wip­pen­den Bei­nen oder beim Re­fra­in­ge­sang. In der vom Bau­för­der­ver­ein ge­stal­te­ten Sekt-Pau­se im Frei­en wie auch im An­schluss an das zwei­stün­di­ge Be­ne­fi­zer­eig­nis wa­ren vie­le be­geis­ter­te Pu­bli­kums­kom­men­ta­re zu hö­ren. Bleibt zu hof­fen, dass die sam­meln­den Mit­glie­der des För­der­ver­eins ei­nen ent­spre­chen­den Bei­trag für das 3,1 Mil­lio­nen teu­re Mam­mut­pro­jekt zu­sam­men­be­kom­men.

FO­TO: CLP

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Le­bens- und Glau­bens­freu­de pur trans­por­tie­ren die Sän­ger des New Spi­rit Gos­pel Choir und Schlag­zeu­ger Claus Ma­ger nach Mark­dorf.

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