Im­men­staad läuft ge­gen den Hun­ger in der Welt

Mehr als 100 Wan­de­rer sind beim fünf­ten Hun­ger­marsch am Start

Schwaebische Zeitung (Markdorf) - - Immenstaad/oberteuringen -

(hke) - Das Wet­ter am Sams­tag war ide­al für den fünf­ten „Im­men­staa­der Hun­ger­marsch“. Mehr als 100 Wan­de­rer je­den Al­ters lie­fen nach ei­ge­nem Tem­po fünf oder neun Ki­lo­me­ter Rund­stre­cke ge­gen den Hun­ger in der Welt.

Mun­te­res Trei­ben herrsch­te am Sams­tag­mor­gen vor der ka­tho­li­schen Pfarr­kir­che St. Jo­do­kus. Nach ei­nem öku­me­ni­schen Got­tes­dienst zur Ein­stim­mung – mit dem evan­ge­li­schen Pfar­rer Mar­tin Eger­va­ri und Pas­to­ral­re­fe­rent Alex­an­der Ufer, mu­si­ka­lisch be­glei­tet von der Grup­pe „Kreuz und Quer“– ging es los. Vor der Kir­che konn­ten Start­bän­del für die bei­den Stre­cken des Hun­ger­marschs mit fünf oder neun Ki­lo­me­tern durch die Im­men­staa­der Ge­mar­kung er­wor­ben wer­den.

Ka­rin und Karl Jäger vom TuS Im­men­staad hat­ten wie­der die Or­ga­ni­sa­ti­on über­nom­men. Al­les klapp­te wie am Schnür­chen, be­dank­ten sich so­gar die Teil­neh­mer. Viel En­ga­ge­ment zeig­ten die bei­den Initia­to­ren zu­dem be­reits seit Wo­chen beim Wer­ben für Spen­den für die drei so­zia­len Pro­jek­te, die die­ses Jahr ge­för­dert wer­den sol­len. Die evan­ge­li­sche Kir­chen­ge­mein­de will die­ses Mal das re­gio­na­le Pro­jekt „Rei­ten hilft“un­ter­stüt­zen. Hier wird von der Dia­ko­nie in Kork bei Kehl epi­lep­sie­kran­ken Kin­dern mit the­ra­peu­ti­schem Rei­ten ge­hol­fen. Der An­teil der ka­tho­li­schen Kir­chen­ge­mein­de geht er­neut an ein Heim für äl­te­re und be­hin­der­te Kin­der in Nagpur/In­di­en. Es wird von Sa­le­sia­ner-Schwes­tern ge­führt. Ziel ist, die Kin­der für ein selbst­be­stimm­tes Le­ben zu be­fä­hi­gen. Die Ste­phan-Brod­mann-Schu­le schickt ihr Spen­den­geld wie­der zu Pfar­rer Neu­en­ho­fer und sei­nem Pro­jekt „Ar­co Iris“für Stra­ßen­kin­der in La Paz/Bo­li­vi­en. Die­ses Pro­jekt fi­nan­ziert sich aus­schließ­lich über Spen­den.

Auf der Wegstre­cke wur­den die Marsch­teil­neh­mer von Spon­so­ren mit Sup­pe und But­ter­b­re­zeln ver­sorgt. Der Orts­ver­band des Deut­schen Ro­ten Kreu­zes be­treu­te die en­ga­gier­ten Läu­fer un­ter­wegs. Ab 11 Uhr hat­te die ka­tho­li­sche Frau­en­gemein­schaft das Ku­chen­buf­fet am Ziel – vor der ka­tho­li­schen Kir­che – vor­be­rei­tet. Dank­bar nah­men die Teil­neh­mer die le­cke­re, selbst ge­ba­cke­ne Ka­lo­ri­en­zu­fuhr nach dem Marsch in An­spruch.

So hat­te et­wa Andre­as Hirt mit Toch­ter An­na, zu­sam­men mit Alex Schütz und sei­nen Kin­dern Lil­li und Finn, die kür­ze­re Rou­te in An­griff ge­nom­men, wäh­rend die Ehe­frau­en und Müt­ter die grö­ße­re Run­de ab­sol­vier­ten. Für den gu­ten Zweck zu lau­fen, hat­te of­fen­sicht­lich al­len Spaß ge­macht und der Ku­chen schmeck­te noch mal so gut.

An­na Brox-Musch hat­te ih­rem Sohn Ma­xi­mi­li­an die ge­mein­sa­me Teil­nah­me am Hun­ger­marsch zu Weih­nach­ten ge­schenkt - ge­mein­sa­me Zeit statt teu­rer Ge­schen­ke. „Das ma­chen wir wie­der“, wa­ren sich Mut­ter und Sohn be­geis­tert ei­nig.

Be­reits am Frei­tag­abend gab es ei­nen Staf­fel­lauf in der Bach­stra­ße: 48 Kin­der un­ter zwölf Jah­ren rann­ten um die Wet­te und 28 Ju­gend­li­che und Er­wach­se­ne.

Karl und Ka­rin Jäger wa­ren am En­de froh, dass auch beim fünf­ten Mal wie­der al­les so gut ge­klappt hat. Spen­den für den Hun­ger­marsch kann man die gan­ze Wo­che noch.

FO­TO: HEI­DI KEL­LER

Der Hun­ger­marsch fin­det seit 2009 al­le zwei Jah­re statt und wur­de von Ka­rin und Karl Jäger in­iti­iert und bis heu­te wei­ter­ge­führt.

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