Ein „Abend der Träu­me“in St. Ni­ko­laus

Kam­mer­chor ent­führt beim Ju­bi­lä­ums­kon­zert in die Welt der Kir­chen­mu­sik

Schwaebische Zeitung (Markdorf) - - Markdorf - Von Se­bas­ti­an Kai­da

- Bei an­ge­neh­men som­mer­li­chen Tem­pe­ra­tu­ren ver­brin­gen vie­le den Sonn­tag­abend am liebs­ten im Frei­en. Wer sich den­noch da­zu ent­schloss, das Kon­zert zum zehn­jäh­ri­gen Be­ste­hen des Kam­mer­chors in der Mark­dor­fer Pfarr­kir­che St. Ni­ko­laus zu be­su­chen, hat es ge­wiss nicht be­reut. Denn in der Stil­le des Kir­chen­raums be­scher­te der Kam­mer­chor den rund 100 Be­su­chern ei­ne wun­der­ba­re St­un­de und ent­führ­te sie in un­ge­ahn­te Klang­wel­ten.

Un­ter­stützt wur­de der Kam­mer­chor St. Ni­ko­laus Mark­dorf durch das Kam­mer­mu­si­k­en­sem­ble Ca­me­ra­ta Son­nen­klang Ha­gnau und durch Shi­no­bu Ha­ra an der Or­gel. Dies er­mög­lich­te den Be­su­chern ei­nen ein­zig­ar­ti­gen Ein­blick in die Viel­falt der Kir­chen­mu­sik.

Ho­hes Ni­veau ge­setzt

Be­reits nach der Be­grü­ßung durch Man­fred Son­nen­schmidt, den mu­si­ka­li­schen Lei­ter des Kam­mer­chors, setz­te die Or­ga­nis­tin Shi­no­bu Ha­ra mit dem Prä­lu­di­um nach Bux­te­hu­de den ers­ten Hö­he­punkt. Das ho­he mu­si­ka­li­sche Ni­veau setz­te sich auch im wei­te­ren Ver­lauf des Ju­bi­lä­ums­kon­zer­tes fort.

Bei Hass­lers „Can­ta­te Do­mi­no“oder Pacha­bels „Ma­gni­fi­cat“wa­ren es dann wie­der sanf­te Tö­ne, die durch das Kir­chen­schiff schweb­ten. Der Ge­sang des Kam­mer­chors wur­de im wei­te­ren Ver­lauf im­mer wie­der durch Stü­cke der Ca­me­ra­ta Son­nen­klang er­gänzt. Durch das Zu­sam­men­wir­ken der So­pra­nis­tin Ire­ne Al­brecht mit Ur­su­la Son­nen­schmidt an der Qu­er­flö­te und Ma­ria-Tan­ja Wahl an Cem­ba­lo und Kla­vier bo­ten leich­te und be­schwing­te Tö­ne ei­ne wei­te­re Ab­wechs­lung.

Ein wei­te­res Bei­spiel für das gu­te Zu­sam­men­wir­ken der Mu­si­ker war Men­dels­sohns „Hör mein Bit­ten“. Bei die­sem Stück er­gänz­ten sich die So­pra­nis­tin und der Kam­mer­chor per­fekt mit der Or­gel.

Aus­ge­wo­ge­ner Klang an­ge­strebt

Die ho­he Qua­li­tät des Ge­sangs war für die Zu­hö­rer in­des kei­ne Über­ra­schung. So sin­gen al­le Chor­mit­glie­der in min­des­tens zwei bis drei Chö­ren. Zu­dem legt der Chor­lei­ter Man­fred Son­nen­schmidt ei­nen ho­hen Wert auf ei­nen aus­ge­wo­ge­nen Klang. Da­her sin­gen Män­ner und Frau­en zu et­wa glei­chen Tei­len im Kam­mer­chor. So war es dem Chor mit­un­ter mög­lich sechs- oder acht­stim­mig zu sin­gen.

Seit der Grün­dung durch den Mark­dor­fer Kir­chen­mu­si­ker Chris­ti­an Rin­gen­dahl im Jahr 2007 hat sich die Be­set­zung des Kam­mer­chors sehr ver­än­dert. Un­ter den heu­te 14 Sän­ge­rin­nen und Sän­gern be­fin­den sich nur noch zwei Grün­dungs­mit­glie­der. Je­doch gibt es seit der Über­nah­me der Lei­tung durch Man­fred Son­nen­schmidt im Jahr 2014 wie­der ei­ne ge­wis­se Kon­stan­te.

Dies be­merk­ten auch die Be­su­cher am En­de des Kon­zer­tes und be­dank­ten sich für die her­vor­ra­gen­de Dar­bie­tung mit ei­nem mi­nu­ten­lan­gen Ap­plaus.

FOTO: SE­BAS­TI­AN KAI­DA

Der Kam­mer­chor be­schert den rund 100 Be­su­chern in St. Ni­ko­laus ei­ne wun­der­ba­re St­un­de.

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