Air­bus wählt ei­nen neu­en Be­triebs­rat

Chris­ti­an Birk­ho­fer ist Vor­sit­zen­der – Wahl­be­tei­li­gung liegt bei 60 Pro­zent

Schwaebische Zeitung (Markdorf) - - Oberteuringen/immenstaad/meckenbeuren -

(sz) - 23 Mit­glie­der zählt der neue ge­wähl­te Be­triebs­rat am Air­bus-Stand­ort Im­men­staad. Ge­wählt wur­de be­reits am 22. Ju­ni. Wie ein Spre­cher des Gre­mi­ums mit­teilt, be­tei­lig­ten sich 60 Pro­zent der Be­leg­schaft an der Wahl, die nach der Re­struk­tu­rie­rung des Luft- und Raum­fahrt­kon­zerns erst­mals be­reichs­über­grei­fend statt­fand.

Im See­werk in Im­men­staad, dem frü­he­ren Dor­nier Werks­ge­län­de, un­ter­hielt die Air­bus Grup­pe bis­her meh­re­re von­ein­an­der ge­trenn­te Be­trie­be für Ver­tei­di­gungs­tech­nik, Raum­fahrt und Aus­wer­tung von Sa­tel­li­ten­da­ten. Im Zu­ge ei­ner Neu­ord­nung des Kon­zerns wur­den zur Jah­res­mit­te, wie an an­de­ren Stand­or­ten auch, ge­sell­schafts­recht­li­che Ein­hei­ten und Be­trie­be zu­sam­men­ge­fasst.

Auf Wunsch der Ar­beit­neh­mer­ver­tre­tun­gen sei von der IG Me­tall ein Ta­rif­ver­trag mit dem Ar­beit­ge­ber­ver­band Süd­west­me­tall ge­schlos­sen wor­den, um die drei Be­trie­be und Be­triebs­rä­te im Ju­ni zu­sam­men­zu­le­gen. He­le­ne Som­mer, zwei­te Be­voll­mäch­tig­te der IG Me­tall Ge­schäfts­stel­le Fried­richs­ha­fen, die die Ver­hand­lun­gen führ­te, er­klärt da­zu: „Der Ta­rif­ver­trag trägt dem Wunsch der Ar­beit­ge­ber nach Ver­ein­fa­chung und Ver­rin­ge­rung der Be­triebs­rats­grö­ßen und Kos­ten Rech­nung. Er be­rück­sich­tigt aber gleich­zei­tig den er­höh­ten Ar­beits­auf­wand der Be­triebs­rä­te durch ei­ne an­ge­mes­sen ver­grö­ßer­te Zahl der Mit­glie­der. Es ge­lang uns nicht nur, Per­so­nal­ab­bau aus­zu­schlie­ßen, wir ha­ben die Wei­chen für ei­nen Ex­pan­si­ons­kurs ge­stellt.“

Am 22. Ju­ni fand für al­le 2459 Air­bus Be­schäf­tig­ten in Im­men­staad die Neu­wahl ei­nes ge­mein­sa­men Be­triebs­ra­tes statt. Der bis­he­ri­ge Be­triebs­rats­vor­sit­zen­de der Raum­fahrt, Ar­nim Eglau­er, schwärmt gera­de­zu von der So­li­da­ri­tät in der Vor­be­rei­tung: „Al­le Kan­di­da­ten ha­ben sich zu ei­nem ein­zi­gen ge­mein­sa­men Vor­schlag zu­sam­men­ge­fun­den und da­mit die so­ge­nann­te Per­so­nen­wahl er­mög­licht. Von den Kan­di­da­ten er­for­dert das gro­ßen Mut, weil je­der ein ganz per­sön­li­ches Wah­l­er­geb­nis be­kommt. Es gibt aber auch dem Wäh­ler ma­xi­ma­len de­mo­kra­ti­schen Ein­fluss auf die Zu­sam­men­set­zung des Be­triebs­rats­gre­mi­ums. Des­halb woll­ten wir das.“

Bei ei­ner Wahl­be­tei­li­gung von 60 Pro­zent sei­en die Stimm­zet­tel bis spät in die Nacht des 22. Ju­ni aus­ge­zählt wor­den. Mit die­sem Er­geb­nis ist der bis­he­ri­ge Be­triebs­rats­vor­sit­zen­de der Ver­tei­di­gung, Chris­ti­an Birk­ho­fer, sehr zu­frie­den. „Die Be­leg­schaft hat die Mög­lich­kei­ten der Per­so­nen­wahl er­kannt und aus­ge­schöpft. En­ga­ge­ment und Be­reit­schaft je­des ein­zel­nen spie­geln sich im Wah­l­er­geb­nis wi­der. Kein ein­zi­ger Kan­di­dat wur­de ab­ge­wer­tet. Es gibt kei­ne Wahl­ver­lie­rer, es gibt nur Er­satz­mit­glie­der, die erst et­was spä­ter nach­rü­cken. In den fol­gen­den fünf Jah­ren ist das nur ei­ne Fra­ge der Zeit,“sag­te Birk­ho­fer.

FOTO: PR

Der neu ge­wähl­te Be­triebs­rat von Air­bus in Im­men­staad.

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