Er­do­gan pocht auf Auf­tritt

Tür­ki­scher Prä­si­dent: „Deutsch­land be­geht Selbst­mord“

Schwaebische Zeitung (Markdorf) - - Erste Seite -

(AFP) - Vor dem G20-Gip­fel in Hamburg hat der tür­ki­sche Prä­si­dent Re­cep Tay­yip Er­do­gan den Ton ver­schärft und das Recht auf ei­nen Re­de­auf­tritt im Um­feld ein­ge­for­dert. „Deutsch­land be­geht Selbst­mord“, sag­te Er­do­gan in ei­nem Interview der „Zeit“mit Blick auf das Nein der Bun­des­re­gie­rung. „Deutsch­land muss die­sen Feh­ler kor­ri­gie­ren“, for­der­te er wei­ter. Au­ßer­dem warf Er­do­gan Ber­lin Ter­ror­un­ter­stüt­zung vor. Er be­zog sich auf die deut­sche Ab­leh­nung tür­ki­scher For­de­run­gen, An­hän­ger des is­la­mi­schen Pre­di­gers Fe­thul­lah Gü­len aus­zu­lie­fern. So­lan­ge Deutsch­land dies nicht tue, wer­de die Tür­kei Deutsch­land als ein Land an­se­hen, das Ter­ro­ris­ten schüt­ze.

Un­ge­ach­tet der neu­en Vor­wür­fe will Bun­des­kanz­le­rin An­ge­la Mer­kel (CDU) Er­do­gan wohl heu­te tref­fen. Die Zu­sam­men­kunft sei auf Wunsch der tür­ki­schen Sei­te ver­ein­bart wor­den, so Re­gie­rungs­spre­cher Stef­fen Sei­bert am Mitt­woch.

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