Sü­ße Wei­ne vom Bo­den­see punk­ten

Beim Mül­ler-Thur­gau-Preis wer­den fein­her­be Wei­ne aus Meers­burg und Ha­gnau aus­ge­zeich­net

Schwaebische Zeitung (Markdorf) - - Meersburg/hagnau/überlingen - Von Na­di­ne Sapot­nik

- Die sü­ße­ren Wei­ne vom Bo­den­see ha­ben beim Mül­lerThur­gau-Preis be­son­ders gut ab­ge­schnit­ten: In der Ka­te­go­rie „lieb­li­che Wei­ne“lan­de­te der Mül­ler-Thur­gau Meers­bur­ger Ben­gel fein­herb aus dem Jahr 2016 vom Staats­wein­gut Meers­burg auf dem ers­ten Platz, den drit­ten Platz in die­ser Ka­te­go­rie be­legt der Win­zer­ver­ein Ha­gnau mit sei­nem 2016er Ha­gnau­er Son­nen­ufer lieb­lich. Ei­ne wei­te­re ers­te Plat­zie­rung hat der Win­zer­ver­ein Meers­burg mit sei­nem 2016er Stet­tener Sän­ger­hal­de fein­herb er­zielt. In den tro­cke­nen Ka­te­go­ri­en heims­ten be­son­ders frän­ki­sche Wein­gü­ter Prei­se ein.

Am Di­ens­tag­abend tra­fen sich im Neu­en Schloss die Sie­ger des Wett­be­werbs zu ei­ner Wein­pro­be. Ver­an­stal­ter des Wett­be­werbs ist der Ver­ein Bo­den­seeWein, in dem die deut­schen Bo­den­see­win­zer zu­sam­men­ge­schlos­sen sind. Jür­gen Dietrich vom Staats­wein­gut Meers­burg ist Schrift­füh­rer des Ver­eins. Er führ­te durch den Abend, der auch von Tobias Keck, Ge­schäfts­füh­rer des Ha­gnau­er Win­zer­ver­eins, or­ga­ni­siert wur­de. Ih­ren zwei­ten öf­fent­li­chen Auf­tritt hat­te die frisch ge­kür­te Bo­den­see-Wein­prin­zes­sin Katharina Kam­me­rer und auch Bo­den­seeWein­prin­zes­sin Ste­pha­nie Sta­n­eker war an dem Abend da­bei und gra­tu­lier­te den Preis­trä­gern.

In ins­ge­samt fünf Ka­te­go­ri­en sind die Wei­ne aus­ge­zeich­net wor­den: tro­cken mit ei­nem Al­ko­hol­ge­halt von we­ni­ger als zwölf Pro­zent, tro­cken mit ei­nem Al­ko­hol­ge­halt über zwölf, fein­herb, lieb­lich und edel­sü­ße Wei­ne. Die Gäs­te ver­kos­te­ten je­weils die drei erst­plat­zier­ten der ers­ten vier Ka­te­go­ri­en so­wie den aus­ge­zeich­ne­ten Wein in der Ka­te­go­rie „edel­sü­ße Wei­ne“, in der es nur ei­nen Sie­ger gab. „Je­des Jahr wer­den in die­ser Ka­te­go­rie rund sie­ben bis elf Wei­ne ein­ge­reicht“, sag­te Dietrich. Des­halb gä­be es in der Ka­te­go­rie im­mer nur ei­nen Sie­ger.

Um die bes­ten Wei­ne bei dem Wett­be­werb aus­zeich­nen zu kön­nen, hat ei­ne Ju­ry die 210 ein­ge­reich­ten Mül­ler-Thur­gau-Sor­ten pro­biert. Zu die­ser Ju­ry ge­hör­te un­ter an­de­rem auch die ab­ge­dank­te ba­di­sche Wein­kö­ni­gin Mag­da­le­na Ma­lin. Pro Kopf sind rund 60 Wei­ne blind pro­biert wor­den. „Die Or­ga­ni­sa­ti­on ei­ner sol­chen Ver­kos­tung ist im­mer ei­ne Her­aus­for­de­rung“, sag­te er. „Zum Glück sind wir zwi­schen­zeit­lich ein gut ein­ge­spiel­tes Team, das sich durch fast nichts mehr aus der Ru­he brin­gen lässt“, sag­te Dietrich.

Den Er­folg der Bo­den­see­wei­ne mit ei­ner hö­he­ren Rest­sü­ße er­klä­ren sich Keck und Dietrich, da­mit, dass der Bo­den am See ein an­de­rer ist als in Fran­ken. „Die frän­ki­schen Wei­ne wach­sen auf ei­nem kräf­ti­ge­ren Bo­den als die am See, da ist der Grund­cha­rak­ter et­was kräf­ti­ger als bei den ver­spiel­te­ren Bo­den­see­wei­nen“, sagt Dietrich. Au­ßer­dem sei es am Bo­den­see gän­gi­ger als in an­de­ren Re­gio­nen, Wei­ne sü­ßer aus­zu­bau­en. „Es gibt Ge­bie­te, in de­nen gar nicht lieb­lich aus­ge­baut wird“, sagt Tobias Keck.

FO­TO: SAPO

Jür­gen Dietrich (links) freut sich mit Katharina Kam­me­rer und Ste­pha­nie Sta­n­eker mit den Sie­gern.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.