Be­pi Co­lom­bo ist ein tech­ni­sches Meis­ter­stück

Schwaebische Zeitung (Markdorf) - - Oberteuringen/immenstaad -

(af) - Ähn­lich wie die Ko­me­ten­mis­si­on Ro­set­ta, ist die Mer­kur­mis­si­on Be­bi Co­lom­bo für den Air­bus-Stand­ort ein Mei­len­stein. Als im No­vem­ber 2006 die Ver­trä­ge mit der eu­ro­päi­schen Welt­raum­agen­tur ESA un­ter­zeich­net wur­den, hat­ten die In­ge­nieu­re in Immenstaad – da­mals noch un­ter den Fit­ti­chen der EADS – schon drei Jah­re dar­an ge­ar­bei­tet. 2013 soll­te die da­mals auf 300 Mil­lio­nen Eu­ro ver­an­schlag­te Son­de star­ten.

Doch die tech­no­lo­gi­schen Her­aus­for­de­run­gen wa­ren an­spruchs­vol­ler als ge­dacht, was Zeit und Geld kos­te­te. Zwei­mal muss­te nach An­ga­ben von Pro­jekt­lei­ter Mar­kus Schelk­le das Bud­get nach­ge­bes­sert wer­den. Al­lein für die Ent­wick­lung und den Bau der Son­de liegt es nun bei 800 Mil­lio­nen Eu­ro.

Dass die Mit­glieds­staa­ten der ESA die­se enor­men Kos­ten­stei­ge­run­gen mit­ge­tra­gen ha­ben, ist für Schel­ke ein Zei­chen, wie wich­tig die­se Mis­si­on zum son­nen­nächs­ten Pla­ne­ten ist. Dass Be­pi Co­lom­bo ein tech­ni­sches Meis­ter­stück ist, dar­an zwei­fel­te bei sei­ner Vor­stel­lung am Don­ners­tag im eu­ro­päi­schen Raum­fahrt­test­zen­trum in Noord­wei­jk/ Hol­land kei­ner.

FO­TO: AN­TON FUCHS­LOCH

Die Air­bus-Mann­schaft aus Immenstaad mit Ter­ry Bol­ter, Ka­rin Pie­tro­ba­ni, Mar­kus Schelk­le, Hans-Mar­tin Hell und Ro­ger Wil­son (von links) vor der 6,4 Me­ter ho­hen und vier Ton­nen schwe­ren Raum­son­de Be­pi Co­lom­bo und dem Son­nen­schutz­schild (rechts), das über den ganz oben sit­zen­den ja­pa­ni­schen Or­bi­ter ge­stülpt wird.

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