Der ers­te Kan­di­dat heißt Jo­han­nes Hen­ne

Der 29-Jäh­ri­ge stellt sich als „kom­pe­ten­ter Ma­cher“vor – Va­ter und Bru­der sind schon Bür­ger­meis­ter

Schwaebische Zeitung (Markdorf) - - Friedrichshafen - Von An­ton Fuchs­loch

- In Immenstaad gibt es ei­nen ers­ten Bür­ger­meis­ter­kan­di­da­ten. Jo­han­nes Hen­ne, 29-jäh­ri­ger Ver­wal­tungs­fach­mann und Kom­mu­nal­be­ra­ter aus Bi­be­rach an der Riß, hat am Frei­tag sei­ne Be­wer­bungs­un­ter­la­gen auf dem Im­men­staa­der Rat­haus ab­ge­ge­ben und abends ei­ne Pres­se­map­pe samt Le­bens­lauf und Bild ver­sandt. Die Stel­le ist seit 30. Ju­ni aus­ge­schrie­ben.

Hen­ne stellt sich dar­in als „kom­pe­ten­ter Ma­cher“vor, der „zu­ver­läs­si­ger Part­ner al­ler Bür­ge­rin­nen und Bür­ger“sein so­wie „Alt­be­währ­tes er­hal­ten und Neu­es ge­stal­ten“möch­te. Bür­ger­nä­he, Trans­pa­renz und Ver­ant­wor­tungs­be­wusst­sein sei­en für ihn we­sent­li­che Leit­be­grif­fe für ein kom­mu­nal­po­li­ti­sches Amt.

Hen­ne hat 2007 sein Abitur am Ho­hen­zol­lern Gym­na­si­um in Sig­ma­rin­gen ge­macht und an­schlie­ßend an der Hoch­schu­le für öf­fent­li­che Ver­wal­tung Kehl den Ba­che­lor ge­macht. Ei­nen Mas­ter­stu­di­en­gang setz­te er mit Schwer­punkt E-Go­vern­ment be­zie­hungs­wei­se öf­fent­li­ches Ak­teurs­ma­nage­ment in Ber­lin drauf. Der­zeit ist der 29-Jäh­ri­ge als Pro­jekt­lei­ter für die Kom­mu­nal­be­ra­tung Ci­ty & Bits am Stand­ort Ulm tä­tig.

Laut Le­bens­lauf un­ter­rich­tet er seit Ju­li 2016 auch als Lehr­be­auf­trag­ter zum The­ma Di­gi­tal Go­vern­ment & Smart Ci­ty an der Hoch­schu­le für öf­fent­li­che Ver­wal­tung Kehl. Sein In­ter­es­se für kom­mu­nal­po­li­ti­sche und ge­sell­schaft­li­che The­men sind ihm qua­si in die Wie­ge ge­legt. Sein Va­ter war von 1980 bis 2017 Bür­ger­meis­ter der Ge­mein­de Sig­ma­rin­gen­dorf. Auch Hen­nes Bru­der Mat­thi­as ist seit 2013 als Bür­ger­meis­ter in Zwie­fal­ten tä­tig. Er zeh­re zwar von den Er­fah­run­gen, die er aus ei­ner Bür­ger­meis­ter­fa­mi­lie mit­neh­men kön­ne. Es sei ihm je­doch wich­tig, „ei­nen ei­ge­nen, mo­der­nen Po­li­tik­stil zu pfle­gen“, be­tont der Be­wer­ber.

Wie sein Va­ter und sein Bru­der ist Jo­han­nes Hen­ne Mit­glied der CDU. Mit 17 Jah­ren wur­de er Vor­sit­zen­der der Jun­gen Uni­on in sei­ner Hei­mat­ge­mein­de und blieb es bis 2012. Er wol­le in Immenstaad je­doch als un­ab­hän­gi­ger Kan­di­dat an­tre­ten, ver­si­chert er.

Die Lis­te sei­nes eh­ren­amt­li­chen En­ga­ge­ments ist lang. Sie reicht von der ak­ti­ven Mit­glied­schaft im Thea­ter­ver­ein und Mu­sik­ver­ein sei­nes Hei­mat­or­tes über die Ka­tho­li­sche Jun­ge Ge­mein­de bis zum Ver­ein für Netz­po­li­tik und den Jun­gen Eu­ro­päi­schen Fö­de­ra­lis­ten Deutsch­land. Prak­ti­sche Be­rufs­er­fah­rung hat Hen­ne un­ter an­de­rem bei der Stadt Ba­den-Ba­den im Re­fe­rat des Ober­bür­ger­meis­ters, so­wie in den Stadt­ver­wal­tun­gen Alb­stadt und Pful­len­dorf ge­sam­melt, wo er in der Käm­me­rei, im Ord­nungs­amt und im Bau­rechts­amt tä­tig war. Seit Fe­bru­ar 2015 ist Hen­ne bei Ci­ty & Bits Gm­bH Ber­lin/ Ulm als Kom­mu­nal­be­ra­ter und Pro­jekt­lei­ter für di­gi­ta­le Stadt­ent­wick­lung und Ver­wal­tungs­mo­der­ni­sie­rung tä­tig.

Hen­ne will die Zeit bis zur Wahl am 15. Ok­to­ber in­ten­siv nut­zen: „Ich ha­be mei­nen Hut be­wusst schon zu die­sem frü­hen Zeit­punkt in den Ring ge­wor­fen“, be­tont er. In den kom­men­den drei­ein­halb Mo­na­ten wol­le er mit mög­lichst vie­len Bür­ge­rin­nen und Bür­gern ins Ge­spräch kom­men und ver­schie­de­ne Stand­punk­te zu wich­ti­gen The­men der Ge­mein­de hö­ren.

Hen­ne stellt sei­ne di­gi­ta­le Kom­pe­tenz nicht un­ter den Schef­fel, Sein In­ter­net­auf­tritt (www.jo­han­nes­hen­ne.de) ist pro­fes­sio­nell ge­macht. Hier kön­nen In­for­ma­tio­nen zu sei­ner Per­son, zu sei­nen Zie­len, zu an­ste­hen­den Ter­mi­nen so­wie ein Wahl­kampf­ta­ge­buch ab­ge­ru­fen wer­den.

Der Kan­di­dat prä­sen­tiert sich im Netz viel­fäl­tig: mal mit An­zug und Kra­wat­te, mal le­ger vor Im­men­staa­der Vor­zei­ge­ku­lis­sen wie Lan­de­steg, Hen­nen­brun­nen oder in den Wein­ber­gen, un­ter an­de­rem auch mit sei­ner Part­ne­rin Em­ma Heinz. Selbst als Ak­teur auf der Thea­ter­büh­ne kann man ihn dort in Kämp­f­er­po­se mit blau-weiß-ro­ter Schär­pe se­hen. In­ter­es­sier­te Bür­ger ha­ben die Mög­lich­keit, über die Sei­te mit Hen­ne in Kon­takt zu tre­ten. Au­ßer­dem ist er auch in den so­zia­len Netz­wer­ken auf Face­book und Ins­ta­gram ak­tiv. Tref­fen kann man Hen­ne laut Ter­min­ka­len­der am Sams­tag, 22. Ju­li auf dem Gar­ten­fest des Mu­sik­ver­eins, bei der Ita­lie­ni­schen Nacht am 6 Au­gust so­wie auf dem Dorf­fest in Kip­pen­haus und auf dem Wein­fest in Immenstaad.

Für ihn und sei­ne Part­ne­rin sei klar, dass sie ih­ren Le­bens­mit­tel­punkt von Bi­be­rach nach Immenstaad ver­le­gen wer­den, wenn die Wahl am 15. Ok­to­ber po­si­tiv für ihn aus­fal­le, schreibt er. Er ist der Ers­te, ob er der Ein­zi­ge bleibt, wird sich bis zum 18. Sep­tem­ber er­wei­sen. Dann ist in Immenstaad Be­wer­bungs­schluss. Ei­ne even­tu­ell not­wen­di­ge Neu­wahl ist auf 5. No­vem­ber an­ge­setzt.

FO­TO: PR

Jo­han­nes Hen­ne ist 29 Jah­re jung und Ver­wal­tungs­fach­mann.

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