Wel­fen­hoch­zeit in Weiß

Ernst Au­gust und Eka­te­ri­na von Han­no­ver sind am Wo­che­n­en­de vor den Al­tar ge­tre­ten

Schwaebische Zeitung (Markdorf) - - Journal - Von Kris­ti­na Wienand

(dpa) - Ernst Au­gust und Eka­te­ri­na von Han­no­ver sind jetzt auch kirch­lich ver­hei­ra­tet. Das Ehe­paar zeig­te sich am Sams­tag nach dem Got­tes­dienst vor der Markt­kir­che in Han­no­ver den Schau­lus­ti­gen. Rund 1000 Men­schen ju­bel­ten dem Paar zu. Die Braut trug ein wei­ßes Kleid aus Spit­ze mit brei­ter Schlep­pe und ei­nen mit Per­len be­stick­ten lan­gen Schlei­er. Ent­wor­fen hat es die li­ba­ne­si­sche De­si­gne­rin San­dra Man­sour, ei­ne lang­jäh­ri­ge Freun­din von Eka­te­ri­na von Han­no­ver.

Nie­der­sach­sens Mi­nis­ter­prä­si­dent Ste­phan Weil (SPD) be­glück­wünsch­te das Paar: „Ich freue mich dar­über, dass sich Ernst Au­gust von Han­no­ver und sei­ne Frau Eka­te­ri­na mit Nie­der­sach­sen er­kenn­bar ver­bun­den füh­len. Die Wel­fen ge­hö­ren zu un­se­rem Land, sie sind Teil un­se­rer Ge­schich­te.“Die Wel­fen zäh­len zu den äl­tes­ten Adels­ge­schlech­tern Eu­ro­pas. Von 1714 bis 1837 sa­ßen die Herr­scher von Han­no­ver auch auf dem Thron von Groß­bri­tan­ni­en und Ir­land.

Am Don­ners­tag hat­te das Paar stan­des­amt­lich ge­hei­ra­tet. Die Ze­re­mo­nie im Neu­en Rat­haus in Han­no­ver lief pri­vat ab – dies hat­ten sich Braut und Bräu­ti­gam nach An­ga­ben der Stadt so ge­wünscht.

Nach dem Got­tes­dienst stieg das Braut­paar in ei­ne prunk­vol­le Kut­sche. Rund 20 Mi­nu­ten dau­er­te die rund fünf Ki­lo­me­ter lan­ge Fahrt von der Alt­stadt zum Stadt­teil Her­ren­hau­sen. Die Fahrt en­de­te an der Ga­le­rie Her­ren­hau­sen, wo das Braut­paar sei­ne Hoch­zeits­gäs­te emp­fing. Dort spiel­te das „Haus­or­ches­ter sei­ner kö­nig­li­chen Ho­heit des Prin­zen von Han­no­ver“. Abends stieg schließ­lich ei­ne pri­va­te Par­ty auf Schloss Ma­ri­en­burg.

Ernst Au­gust ist der äl­te­re Sohn sei­nes gleich­na­mi­gen Va­ters. Zu­letzt hat­te ein Streit zwi­schen den bei­den für Schlag­zei­len ge­sorgt. Der 63 Jah­re al­te Ernst Au­gust von Han­no­ver ha­be von sei­nem Sohn die Rück­ga­be ei­ner Schen­kung ge­for­dert, hat­te ein Spre­cher der An­walts­kanz­lei­en des Va­ters nach ei­nem ent­spre­chen­den Be­richt des „Han­dels­blatts“mit­ge­teilt.

FO­TO: IM­A­GO

Frisch ver­hei­ra­tet: Ernst Au­gust und Eka­te­ri­na von Han­no­ver fah­ren nach der kirch­li­chen Trau­ung mit der Kut­sche.

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