Das 13. Wi­ele­mer Vier­te­le hat es in sich

Bei über 30 Grad wa­gen sich 417 Läu­fer auf die an­spruchs­vol­le Stre­cke in Mit­tels­ten­wei­ler

Schwaebische Zeitung (Markdorf) - - Salem/deggenhausertal - Von Mar­tin Sam­land

- Das Wi­ele­mer Vier­te­le hat wie­der zahl­rei­che Lauf­be­geis­ter­te nach Mit­tels­ten­wei­ler ge­lockt. Ins­ge­samt 417 Läu­fer und Nor­dic Wal­ker stell­ten sich bei hoch­som­mer­li­chen Tem­pe­ra­tu­ren mit über 30 Grad der an­spruchs­vol­len Stre­cke.

Or­ga­ni­sa­to­risch hat­te sich in die­sem Jahr viel ge­tan. Das Sys­tem zur Zei­ter­fas­sung wur­de kom­plett um­ge­stellt. Der Chip für die elek­tro­ni­sche Mes­sung war in die aus­ge­ge­be­nen Start­num­mern in­te­griert und die Zei­ter­fas­sung star­te­te erst mit dem Über­schrei­ten der Start­li­nie. „Ihr habt kei­nen Nach­teil, wenn ihr wei­ter hin­ten steht“, er­klär­te Or­ga­ni­sa­tor Jo­sef Knäp­le das neue Sys­tem.

Das teils für die Läu­fer läs­ti­ge und für die Or­ga­ni­sa­to­ren auf­wän­di­ge Sor­tie­ren der Läu­fer nach der je­wei­li­gen Län­ge der ge­wähl­ten Lauf­stre­cke ent­fiel durch das neue Sys­tem eben­falls. An­ge­bo­ten wur­den wie­der das Wi­ele­mer Ach­te­le mit fünf Ki­lo­me­tern Lauf­stre­cke für Läu­fer und Wal­ker oder das Wi­ele­mer Vier­te­le mit 10 Ki­lo­me­tern Lauf­stre­cke.

Wie in den Vor­jah­ren war das Wi­ele­mer Vier­te­le im Rah­men des „Linz­gau-Lauf­cups“nach den Ver­an­stal­tun­gen in Uhl­din­gen und Hei­li­gen­berg zu­gleich der drit­te und letz­te Lauf.

„Es ist ei­ne sehr an­spruchs­vol­le Stre­cke“, warn­te Knäp­le vor al­lem die Neu­lin­ge un­ter den Läu­fern in Mit­tels­ten­wei­ler. Und da­mit hat­te er Recht. Denn vor al­lem der ers­te Teil der Stre­cke mit sei­ner ste­ti­gen Stei­gung hat es in sich. Er­fah­re­ne Läu­fer ge­hen den ers­ten Teil des­halb et­was lang­sa­mer an, um dann im ebe­ne­ren Teil­ab­schnitt und dem schat­ti­gen Wald, durch den die Stre­cke eben­falls führt, rich­tig auf­zu­dre­hen. Mit­ten im Ge­sche­hen wa­ren in die­ser Aus­ga­be des be­lieb­ten Lau­fes auch die bei­den Mo­de­ra­to­ren Pe­ter Frick und Jo­sef Knäp­le.

Kei­ne He­be­büh­ne

Statt wie in den Vor­jah­ren auf ei­ner He­be­büh­ne den Über­blick über die Läu­fer zu be­hal­ten, konn­ten sie die Star­ter und die ak­tu­el­len Plat­zie­run­gen die­ses Mal vom Bo­den aus über ei­nen Mo­ni­tor im Au­ge be­hal­ten. Die Or­ga­ni­sa­to­ren hat­ten in die­sem Jahr auch wie­der kei­ne Kos­ten und Mü­hen ge­scheut, um den Sport­lern ein be­son­de­res Lauf­er­leb­nis zu bie­ten. Ne­ben der op­ti­mal vor­be­rei­te­ten Stre­cke, der Ver­sor­gung mit Was­ser durch das Ro­te Kreuz und durch die Feu­er­wehr, wur­de der Lauf erst­mals auch aus der Luft ge­filmt. Ein „Pa­pa­mo­bil“fuhr so­gar in der ers­ten Run­de vor­ne­weg, aus dem eben­falls ge­filmt wur­de. Die Auf­nah­men sol­len dann nach der Be­ar­bei­tung auf der Home­page der Ver­an­stal­tung ver­öf­fent­licht wer­den.

Zeit sich dar­über Ge­dan­ken zu ma­chen, hat­ten die Läu­fer aber erst ein­mal nicht. Nach dem Auf­wärm­pro­gramm war­te­ten vie­le der Hob­by­sport­ler be­reits hoch­kon­zen­triert auf den Start. Dann war es end­lich so­weit und Ralf Bäu­er­le schick­te die Läu­fer mit der Ab­ga­be des Start­schus­ses auf die Stre­cke. Schnell sah man den Sport­lern die An­stren­gung an.

Die ho­he Tem­pe­ra­tur und das Stre­cken­pro­fil zehr­ten an den Kräf­ten. Zum Glück schob sich für die zehn Ki­lo­me­ter­läu­fer in der zwei­ten Run­de ei­ne Wol­ke vor die Son­ne und ein lau­es Lüft­chen sorg­te zu­min­dest ein klein we­nig für Er­leich­te­rung. „Es war su­per“, kom­men­tier­te das Sa­le­mer Läu­fer-Ur­ge­stein To­ni Harnau sei­ne Ein­drü­cke für sei­ne ge­ra­de ab­sol­vier­ten zehn Ki­lo­me­ter. Nur knapp über ei­ne St­un­de brauch­te er da­für. Noch zwei Mal will er am Lauf in Mit­tels­ten­wei­ler teil­neh­men. Mit 80 Jah­ren soll dann für ihn beim 15. Wi­ele­mer Vier­te­le Schluss sein.

FO­TO: SAM­LAND

Beim Start sind noch al­le Läu­fer gleich­auf – nach der Stei­gung sieht das aber an­ders aus.

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