Was­ser­sport für In­di­vi­dua­lis­ten

Wind­sur­fing­club lädt An­fän­ger zum Schnup­per­kurs ein

Schwaebische Zeitung (Markdorf) - - Meersburg/hagnau - Von Mar­ti­na Wol­ters

- Surf­sport ist an­spruchs­voll und nichts für schnell Frus­trier­te, macht aber rich­tig Spaß. Da­von konn­ten sich die vie­len Teil­neh­mer des Schnup­per­sur­fens am Sams­tag­nach­mit­tag über­zeu­gen. Die er­fah­re­nen Mit­glie­der des Ver­eins „Wind­sur­fing Meers­burg“stan­den mit Rat und Tat zur Sei­te.

Li­nus Wink­ler steht kon­zen­triert auf dem Surf­brett. Ge­spannt hört er zu, was ihm Jür­gen Bi­sch­off über den Start bei­bringt.

Schließ­lich stellt der für An­fän­ger die größ­te Schwie­rig­keit dar. Das Se­gel muss rich­tig hoch­ge­zo­gen wer­den, das Brett quer zum Wind lie­gen. „Den Wind musst du da­bei im Rü­cken ha­ben“, sagt Bi­sch­off. Das Bo­ard auf dem Li­nus sei­ne ers­ten Gleich­ge­wichts­übun­gen macht, be­fin­det sich in si­che­rer Po­si­ti­on auf der Wie­se am „Wasch­plätz­le“beim Seg­ler­ha­fen, dem Re­fu­gi­um des Meers­bur­ger Surf­clubs.

Die Hän­de des 13-Jäh­ri­gen hal­ten den Ga­bel­baum. Die Ar­me sol­len mög­lichst aus­ge­streckt sein beim An­fän­ger, zeigt ihm Bi­sch­off. „Sonst ist die Ge­fahr groß, dass Du nach hin­ten kippst“, er­läu­tert der zwei­te Ver­eins­vor­sit­zen­de. An­sons­ten emp­fiehlt der Er­fah­re­ne, Ler­nen durch sel­ber Aus­pro­bie­ren.

Sur­fen fühlt sich „frei“an

Der Jun­ge, der zum ers­ten Mal auf ei­nem Surf­board steht, hat sicht­lich Spaß. „Das fühlt sich so frei an, als ob ich über­all hin­fah­ren könn­te“, meint er auch mit Blick auf ei­ne spä­te­re, ers­te Pro­be­tour auf dem Bo­den­see.

Beim ers­ten Mal im Was­ser wird laut Bi­sch­off im­mer wie­der das Se­gel hoch­zie­hen und das Im-Was­ser –Star­ten ge­übt. Zim­per­lich darf der Surf­an­fän­ger da­bei nicht sein. Zu we­nig oder zu star­ker Wind kön­nen an­fäng­lich durch­aus zu Miss­er­fol­gen füh­ren. „Für den Surf­sport ist ei­ne ho­he Frus­tra­ti­ons­to­le­ranz er­for­der­lich“, weiß der stell­ver­tre­ten­de Vor­stand aus 42-jäh­ri­ger Sur­f­er­fah­rung.

Der Was­ser­sport auf dem Fun­oder Long­board un­ter­schei­det sich für den pas­sio­nier­ten Wind­sur­fer von al­len an­de­ren Sport­ar­ten. „Auf dem Was­ser ist man völ­lig auf sich selbst ge­stellt“, sagt er. „Wenn es gut läuft, er­rei­chen wir 50 St­un­den­ki­lo­me­ter“, er­zählt er. Aus­ru­hen oder Still­stand sind da nicht drin. „Das be­an­sprucht den Sport­ler rich­tig“, fin­det Bi­sch­off.

Nur gut, dass die Schnup­per­sur­fer zu­nächst im Tro­cke­nen trai­nie­ren und erst nach und nach ans Was­ser her­an­ge­führt wer­den.

Li­nus will es auf je­den Fall ver­su­chen, be­vor er En­de der Wo­che wie­der in sei­ne Hei­mat im Harz zu­rück­kehrt.

FO­TO: WOL­TERS

Dem 13-jäh­ri­gen Li­nus ge­fällt auch schon das Pro­be­sur­fen auf dem Tro­cke­nen.

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