Un­wet­ter hält Feu­er­weh­ren in Atem

To­bel­stra­ße auf Hö­he des Neu­en Schlos­ses un­ter­spült – Über­schwemm­te Kel­ler in Tett­nang und Me­cken­beu­ren

Schwaebische Zeitung (Markdorf) - - Wir Am See - Von Ro­land Weiß und Mark Hil­de­brandt Aus­wir­kun­gen des Un­wet­ters und Vi­de­os www.schwa­ebi­sche.de/ un­wet­ter-fn Bil­dern

- Das Un­wet­ter am Sams­tag­abend hat die Tett­nan­ger Feu­er­wehr bis in die Nacht in Atem ge­hal­ten. 23 Mal wa­ren die Ab­tei­lun­gen Stadt und Tan­nau bis 1 Uhr nachts im Ein­satz. In Me­cken­beu­ren wa­ren es fünf Ein­sät­ze im Ge­mein­de­ge­biet. Im Ver­gleich zu Fried­richs­ha­fen mit et­wa 360 Ein­sät­zen ver­lief das Un­wet­ter in den bei­den Ge­mein­den da­mit noch recht glimpf­lich.

Die größ­ten Aus­wir­kun­gen hat­ten die Re­gen­fäl­le in Tett­nang in der To­bel­stra­ße. „Die Stra­ße hat sich um zehn bis 15 Zen­ti­me­ter an­ge­ho­ben“, sag­te der Tett­nan­ger Feu­er­wehr­kom­man­dant Kon­rad Wolf zu den Aus­wir­kun­gen. Der Ka­nal sei an­ge­sichts der star­ken Re­gen­fäl­le nicht mehr in der La­ge ge­we­sen, das Was­ser zu fas­sen. Die­ses sei dann hoch­ge­stie­gen und ha­be den Ka­nal­de­ckel her­aus­ge­drückt. Auf Hö­he des Neu­en Schlos­ses wur­de die Stra­ße auf die­se Wei­se un­ter­spült und an­ge­ho­ben – sie muss­te ge­sperrt wer­den. Bür­ger­meis­ter Bru­no Wal­ter mach­te sich vor Ort ein Bild. Wie groß der Scha­den ge­nau ist, müs­sen die städ­ti­sche Fach­kräf­te im Be­reich Ka­nalund Tief­bau fest­stel­len.

Vor al­lem Schä­den durch star­ken Nie­der­schlag

An­sons­ten ha­be es kei­ne be­son­de­ren geo­gra­phi­schen Ein­satz­schwer­punk­te ge­ge­ben, sag­te Wolf. Et­li­che Kel­ler wa­ren voll­ge­lau­fen und muss­ten leer­ge­pumpt wer­den. Zu­dem gab es ver­ein­zelt um­ge­stürz­te Bäu­me. „Es ist rich­tig viel Was­ser her­un­ter­ge­kom­men, aber re­gio­nal war das sehr un­ter­schied­lich“, sag­te Kon­rad Wolf im Ge­spräch mit der „Schwä­bi­schen Zei­tung“. Es ha­be Nie­der­schlä­ge von bis zu et­wa 70 Li­tern pro Qua­drat­me­ter ge­ge­ben. Ha­gel­schä­den hät­ten bei den Ein­sät­zen kei­ne Rol­le ge­spielt, auch der Sturm ha­be sich in Gren­zen ge­hal­ten. „Was­ser war in der Tat das Haupt­pro­blem in Tett­nang“, so Wolf. Im Ein­satz wa­ren 75 Feu­er­wehr­leu­te mit acht Fahr­zeu­gen.

„Kein Ver­gleich zu Fried­richs­ha­fen“, lau­tet auch die Bi­lanz von Me­cken­beu­rens Kom­man­dant Ste­fan Amann. Und da die Schus­sen­ge­mein­de re­la­tiv glimpf­lich da­von ge­kom­men ist, konn­te sie so­gar noch Nach­bar­schafts­hil­fe leis­ten. Mit zwei Lösch­grup­pen (ins­ge­samt 18 Mann) war die Ab­tei­lung Me­cken­beu­ren bis um 5 Uhr am Sonn­tag­mor­gen in der Kreis­stadt Fried­richs­ha­fen hilf­reich.

Me­cken­beu­rer Wehr hilft mit Pum­pen am Flug­ha­fen

Auf der ei­ge­nen Ge­mar­kung wa­ren es fünf Ein­sät­ze für die Ab­tei­lun­gen Keh­len wie Me­cken­beu­ren, wie Andre­as Joos als Ab­tei­lungs­kom­man­dant Me­cken­beu­ren auf An­fra­ge der „Schwä­bi­schen Zei­tung“er­läu­ter­te. Ne­ben voll­ge­lau­fe­nen Kel­lern von der Haupt­stra­ße bis nach Loch­brü­cke und Si­brats­haus galt es am Flug­ha­fen Fried­richs­ha­fen mit Hand an­zu­le­gen. Hier war Was­ser über das Flach­dach ins Ge­bäu­de ein­ge­drun­gen, so­dass die Me­cken­beu­rer Wehr­leu­te Pum­pen auf den Dä­chern zum Ein­satz brach­ten.

Ins­ge­samt be­fan­den sich in die­ser Nacht sechs Fahr­zeu­ge mit 54 Feu­er­wehr­leu­ten aus Me­cken­beu­ren im Ein­satz. in der Re­gi­on ha­ben vie­le Le­ser in fest­ge­hal­ten. Die­se fin­den Sie im In­ter­net un­ter

FO­TOS: WEISS

In Tett­nang war die Feu­er­wehr 23 Mal beim Un­wet­ter am Sams­tag­abend im Ein­satz (hier in der To­bel­stra­ße), in Me­cken­beu­ren fünf Mal.

Zu­vor schloss die To­bel­stra­ße eben mit der Re­gen­rin­ne ab, am Sams­tag­abend bil­de­te sich dort durch den Re­gen ei­ne Ver­wer­fung.

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