Aus­stel­lung soll do­ku­men­tiert wer­den

„1200 Jah­re Mark­dorf“ver­zeich­net mit 2087 Be­su­chern ei­nen Re­kord

Schwaebische Zeitung (Markdorf) - - Markdorf - Von Ju­lia Frey­da

- Der Re­kord ist am letz­ten Aus­stel­lungs­tag auf­ge­stellt wor­den: 178 Be­su­cher ha­ben am Sonn­tag die letz­te Chan­ce ge­nutzt, die Aus­stel­lung „1200 Jah­re Mark­dorf“in der Stadt­ga­le­rie an­zu­schau­en. Ins­ge­samt wa­ren es 2087 Be­su­cher in den fünf Wo­chen. „Die­ser Er­folg spricht da­für, dass sich die Vor­be­rei­tun­gen und Re­cher­chen ge­lohnt ha­ben“, sagt Aus­stel­lungs­lei­te­rin Michae­la Vo­gel.

Rund an­dert­halb Jah­re hat die Kunst­his­to­ri­ke­rin und Re­stau­ra­to­rin in Mu­se­en, Ar­chi­ven und Samm­lun­gen re­cher­chiert. Denn als sie die Idee für die Aus­stel­lung ein­brach­te, stieß sie auch auf Skep­sis: Was sie über­haupt aus­stel­len wol­le und ob das nicht nur et­was für In­tel­lek­tu­el­le sei, muss­te Vo­gel sich an­hö­ren. Ihr Ziel: Et­was für die brei­te Mas­se zu ma­chen. „Ich den­ke, die Be­su­cher­zah­len zei­gen, dass dies ge­klappt hat“, sagt Vo­gel. Ge­träumt hat­te sie von rund 800 Be­su­chern, ge­wor­den sind es nun 2087. Dar­un­ter vor al­lem Mark­dor­fer und ei­ni­ge Schul­klas­sen. „Aber auch Leu­te, die aus Ra­vens­burg oder Kon­stanz ge­zielt ka­men“, sagt Vo­gel. Von den Be­su­chern kam fast aus­schließ­lich ei­ne po­si­ti­ve Re­so­nanz. Nur ei­ner be­män­gel­te, dass die Aus­stel­lung schon mit dem Stadt­brand en­det. Das hat­te Vo­gel aber be­wusst so kon­zi­piert. Denn ei­ner­seits sei­en so die drei The­men Ort­s­a­del, bi­schöf­li­che Zeit und ba­di­scher Raum auf die drei Eta­gen ver­teilt. An­de­rer­seits fal­len Aus­stel­lungs­be­ginn und -en­de auf his­to­ri­sche Da­ten: die ers­te Er­wäh­nung Mark­dorfs am 4. Ju­ni 817 so­wie der Stadt­brand am 10. Ju­li 1842.

Gut kam auch das neue Pla­kat an, das die Kar­te des re­kon­stru­ier­ten Stadt­bil­des mit ei­ner Le­gen­de zeigt. Von den 50 Ex­em­pla­ren sind noch 15 üb­rig. „Die ge­be ich an das Stadt­mar­ke­ting, wo sie dann noch er­wor­ben wer­den kön­nen“, be­rich­tet die Aus­stel­lungs­lei­te­rin. Da­mit die Aus­stel­lung nicht ganz in Ver­ges­sen­heit ge­rät, über­legt Vo­gel nun ei­ne Do­ku­men­ta­ti­on. Ein­fach die In­for­ma­ti­ons­ta­feln zu ei­ner Bro­schü­re zu­sam­men­zu­fas­sen sei aber nicht mög­lich. „Das dür­fen wir we­gen der Bild­rech­te nicht. Denn wir hat­ten nur ei­ne Ge­neh­mi­gung für die Aus­stel­lung, nicht für ei­ne Pu­bli­ka­ti­on“, er­klärt Vo­gel.

In die­ser Wo­che ge­hen die Leih­ga­ben wie­der zu­rück an die Be­sit­zer. Was im Ei­gen­tum der Stadt ist, kommt ent­we­der zu­rück ins Ar­chiv oder wird ein­ge­la­gert. Bür­ger­meis­ter Ge­org Ried­mann legt da­bei gro­ßen Wert auf Sorg­falt. „Wir wol­len vor al­lem die Ta­feln und die Kar­te des re­kon­stru­ier­ten Stadt­bil­des zu­nächst ein­la­gern und im künf­ti­gen Rat­haus ger­ne in ei­nem öf­fent­li­chen Be­reich auf­hän­gen“, sagt Ried­mann. Kurz­fris­tig se­he er kei­ne Mög­lich­keit, für ei­nen pas­sen­den Ort.

FO­TO: JU­LIA FREY­DA

Aus­stel­lungs­lei­te­rin Michae­la Vo­gel zeigt Ex­po­na­te zum Stadt­brand, der vor 175 Jah­ren war.

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