Ja-Spiel am Te­le­fon

Schwaebische Zeitung (Markdorf) - - Markdorf - Vom Do­mi­nik Prandl

Sind Sie auch schon ein­mal durch Wer­be­an­ru­fe be­läs­tigt wor­den? Da wer­den ei­nem An­ge­bo­te un­ter­brei­tet, die selbst zu bes­ten Kon­di­tio­nen kein In­ter­es­se er­re­gen, denn an­ge­prie­sen wer­den Din­ge, die man beim bes­ten Wil­len nicht braucht: Was bit­te soll ein Ka­nin­chen­hal­ter mit Hun­de­fut­ter an­fan­gen und war­um soll­te ein Stu­ben­ho­cker in den Ori­ent rei­sen wol­len? Auf­pas­sen muss man am Hö­rer al­ler­dings, dass man zu kei­nem Zeit­punkt „Ja“sagt. Denn das könn­te auf­ge­zeich­net und als Be­weis für die Zu­stim­mung zum Kauf­ver­trag ver­wen­det wer­den. Ein Be­kann­ter hat sich die­se War­nung so zu Her­zen ge­nom­men, dass er am Te­le­fon über­haupt nie mehr „Ja“sagt. Als ihn dann ein wich­ti­ger Ge­schäfts­part­ner mit un­ter­drück­ter Num­mer zu Be­ginn des Te­le­fon­ge­sprächs frag­te: „Spre­che ich mit XY?“, war er völ­lig über­for­dert. Der ers­te Ein­druck war so erst­mal im Ei­mer.

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