Ro­man Wie­ser sagt zu Most nicht Nein

Gan­gen­wei­ler Ur­ge­stein fei­ert 90. Ge­burts­tag – Ort­vor­ste­her Hu­bert Roth gra­tu­liert

Schwaebische Zeitung (Markdorf) - - Markdorf/service - Von Bri­git­te Wal­ters

- Gro­ßer Fest­tag am Sams­tag im Orts­teil Gan­gen­wei­ler: Ro­man Wie­ser hat sei­nen 90. Ge­burts­tag ge­fei­ert. Dem Gan­gen­wei­ler Ur­ge­stein über­brach­te der Ried­hei­mer Orts­vor­ste­her Hu­bert Roth die Glück­wün­sche der Stadt und des Teil­or­tes – und ei­ne Glück­wunschur­kun­de des Mi­nis­ter­prä­si­den­ten.

Ro­man Wie­ser ist sei­ner Hei­mat, wo er 1927 ge­bo­ren wur­de, im­mer treu ge­blie­ben. Sein Va­ter war Land­wirt. So war es klar, dass auch der Sohn die­sen Be­ruf er­lernt, der al­ler­dings kriegs­be­dingt ein Jahr war­ten muss­te. Doch die Sehn­sucht nach Gan­gen­wei­ler war groß, so dass Wie­ser am En­de von Thü­rin­gen Rich­tung Wes­ten auf­brach und nach vier Wo­chen die Hei­mat er­reich­te. Dort be­wirt­schaf­te­te er wie­der ge­mein­sam mit dem Va­ter den Hof. Ne­ben Vieh­hal­tung wur­de Acker­bau be­trie­ben, zu­dem gab es noch ei­ne Pfer­de­zucht. 1956 war ein wich­ti­ges Jahr für ihn, er hei­ra­te­te sei­ne An­na, mit der er im ver­gan­ge­nen Jahr die Dia­man­te­ne Hoch­zeit ge­fei­ert hat. Toch­ter Ros­wi­tha mach­te es wie der Va­ter, sie blieb in Gan­gen­wei­ler, Ehe­mann Christian Wie­mann zog auf den Hof. In­zwi­schen ge­hö­ren noch zwei En­kel und drei Uren­kel zu Fa­mi­lie.

Im Jahr sei­ner Hoch­zeit über­nahm der Ju­bi­lar den Hof vom Va­ter. Ne­ben­bei war er als Milch­fah­rer tä­tig, sam­mel­te die Milch von den Hö­fen in Gan­gen­wei­ler, Sta­del, Hep­bach und Leim­bach und brach­te sie zur Mol­ke­rei. Vor 20 Jah­ren war dann mit der Land­wirt­schaft Schluss, es wur­de nur noch Obst­bau be­trie­ben. Die­sen ha­ben in­zwi­schen Toch­ter und Schwie­ger­sohn über­nom­men. Al­ler­dings lässt es sich Ro­man Wie­ser nicht neh­men, den bei­den da­bei zu hel­fen. Bei so­viel Ar­beit blieb nur we­nig Zeit für ein Hob­by: Für den Ju­bi­lar war dies die Feu­er­wehr Ried­heim, der er seit über 60 Jah­ren an­ge­hört. In­zwi­schen ist er Mit­glied der dor­ti­gen Al­ters­mann­schaft. Zu den ers­ten Ein­sät­zen ist er noch mit sei­nen Ka­me­ra­den mit der Mo­torTrags­prit­ze aus­ge­rückt, die wur­de von ei­nem Trak­tor zum Brand­ort ge­zo­gen. Ein Re­zept wie man die­ses ho­he Al­ter er­reicht, hat der Ju­bi­lar nicht. Al­ler­dings ha­be er im­mer Most ge­trun­ken, auch bei ei­ner Schor­le sa­ge er nicht nein. Ro­man Wie­ser ist mit sei­nem Le­ben zu­frie­den, rüs­tig und ge­sund und ge­nießt er mit sei­ner Frau An­na den Blick über Obst­plan­ta­gen, den See und die Al­pen.

FO­TO: BRI­GIT­TE WAL­TERS

Orts­vor­ste­her Hu­bert Roth über­reicht Ro­man Wie­ser (Mit­te) zum 90. Ge­burts­tag den Ge­schenk­korb der Stadt, dar­über freut sich auch Ehe­frau An­na Wie­ser.

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