Hartz-IV-Be­zie­her blei­ben län­ger oh­ne Ar­beit

Schwaebische Zeitung (Markdorf) - - Nachrichten & Hintergrund -

BER­LIN (buc/AFP) - Hartz-IV-Emp­fän­ger in Deutsch­land ver­har­ren im­mer län­ger in der Ar­beits­lo­sig­keit. In der Grup­pe der Ar­beits­fä­hi­gen, die im ver­gan­ge­nen Jahr auf ent­spre­chen­de staat­li­che Leis­tun­gen an­ge­wie­sen wa­ren, lag die Dau­er der Ar­beits­lo­sig­keit im Schnitt bei 629 Ta­gen – 74 Ta­ge oder 13,3 Pro­zent mehr als im Jahr 2011, wie aus der Ant­wort der Bun­des­agen­tur für Ar­beit auf ei­ne An­fra­ge von Lin­ken-Frak­ti­ons­vi­ze Sa­bi­ne Zim­mer­mann her­vor­geht.

„Die Per­spek­tiv­lo­sig­keit für Hartz-IV-Be­zie­hen­de hat in den letz­ten Jah­ren zu­ge­nom­men“, sag­te Zim­mer­mann der „Schwä­bi­schen Zei­tung“. Dass die Er­werbs­lo­sig­keit im Hartz-IV-Sys­tem stei­ge, sei ein „bla­ma­bles Er­geb­nis für die Bun­des­re­gie­rung und lei­der lo­gi­sche Kon­se­quenz des ar­beits­markt­po­li­ti­schen Still­stands“. Die Bun­des­re­gie­rung über­las­se Mil­lio­nen Men­schen ih­rem Schick­sal.

Der So­zi­al­ver­band VdK kri­ti­sier­te die Ent­wick­lung. „Men­schen, die mehr als ein Jahr ar­beits­los sind, ha­ben es be­son­ders schwer, ei­nen Job auf dem all­ge­mei­nen Ar­beits­markt zu fin­den“, er­klär­te Ver­bands­prä­si­den­tin Ul­ri­ke Ma­scher. Es be­dür­fe ei­ner „nach­hal­ti­gen und mit ent­spre­chen­den fi­nan­zi­el­len Mit­teln aus­ge­stat­te­ten Ar­beits­för­de­rung.“

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