Brenn­punk­te sol­len ent­schärft wer­den

Ar­beits­kreis Rad­ver­kehr prä­sen­tiert im Aus­schuss Ver­bes­se­rungs­vor­schlä­ge

Schwaebische Zeitung (Markdorf) - - Markdorf - Von Ju­lia Frey­da

- Vor­schlä­ge für drei Ver­bes­se­run­gen für den Rad­ver­kehr hat die Ver­wal­tung am Di­ens­tag­abend im Tech­ni­schen Aus­schuss be­spro­chen. „Lei­der kön­nen wir noch kei­nen Be­schluss fas­sen, da noch ei­ne Ver­kehrs­schau mit Po­li­zei und Land­rats­amt aus­steht“, sag­te Bür­ger­meis­ter Ge­org Ried­mann.

Die Pro­blem­stel­len und Lö­sungs­vor­schlä­ge stam­men aus dem Ar­beits­kreis Rad­ver­kehr. An den Bus­hal­te­stel­len am BZM en­det bis­lang der Rad­weg aus Rich­tung Bern­hard­stra­ße kom­mend ab­rupt. Mit ei­nem Rad­strei­fen soll dies ge­löst wer­den. „Die Bus­un­ter­neh­mer ha­ben im­mer sehr skep­tisch auf den Vor­schlag re­agiert und mein­ten, dass es zu ge­fähr­lich sei“, be­rich­te­te Ried­mann. Der Vor­schlag der Ver­wal­tung: der Rad­strei­fen auf der Fahr­bahn be­ginnt schon rund 20 Me­ter frü­her, so­dass der Bus­fah­rer even­tu­el­le Rad­fah­rer bes­ser be­merkt. Auch an der zwei­ten Aus­fahrt der Bus­schlei­fe ist ein Rad­strei­fen ge­plant. Die­ser soll, wenn mög­lich, bis zum Ra­dab­stell­be­reich fort­ge­setzt wer­den. Mit Po­li­zei und Land­rats­amt sei die Lö­sung schon ab­ge­spro­chen, nun müss­ten noch die Bus­un­ter­neh­mer an­ge­hört wer­den.

An der Kreu­zung B33/Bern­hard­stra­ße ist ein Rad­strei­fen vom land­wirt­schaft­li­chen Weg über die Bern­hard­stra­ße ge­plant. „Da­zu wün­schen Po­li­zei und Land­rats­amt ei­ne durch­ge­hend ro­te Mar­kie­rung“, sag­te Diet­mar Gu­ter­mann vom Stadt­bau­amt. Zu klä­ren sei noch, ob der Rad­strei­fen nach hin­ten ver­setzt oder di­rekt an der Gren­ze zur Bun­des­stra­ße ent­ste­hen müs­se. Ried­mann zeig­te sich zu­ver­sicht­lich ei­nen Kom­pro­miss zu fin­den.

Schwie­ri­ger sieht es am It­ten­dor­fer Kreis­ver­kehr aus. Auf­grund der teil­wei­se be­eng­ten Ver­hält­nis­se und des ho­hen Ver­kehrs­auf­kom­mens sind Rad­strei­fen dort schwie­rig zu rea­li­sie­ren. „Die Po­li­zei möch­te ei­ne Al­ter­na­tivstre­cke, weil ih­nen der Be­reich zu stark be­fah­ren ist“, sag­te Gu­ter­mann. Den­noch wol­le die Ver­wal­tung ei­ne Lö­sung di­rekt am Kreis­ver­kehr fin­den und sei in Ge­sprä­chen mit dem Fa­mi­li­en­heim Bo­den­see, um et­wa Flä­che zur Ver­fü­gung zu be­kom­men. Ar­nold Hol­stein (FW) er­in­ner­te dar­an, dass er auf die Eng­stel­le schon bei der Bau­ge­neh­mi­gung auf­merk­sam ge­macht hat­te. Ried­mann ent­geg­ne­te: „Dar­auf­hin ha­be ich mit dem Fa­mi­li­en­heim Kon­takt auf­ge­nom­men und sie ha­ben ih­ren ge­sam­ten Bau­kör­per um 70 Zen­ti­me­ter nach Os­ten ver­scho­ben. Das ist ein er­heb­li­ches Ent­ge­gen­kom­men.“De­tails könn­ten aber erst ge­plant wer­den, wenn die Au­ßen­an­la­gen fer­tig­ge­stellt sei­en. Hol­stein be­harr­te dar­auf, dass die Stadt grund­sätz­lich fahr­rad­freund­li­cher wer­den müs­se und das Fa­mi­li­en­heim sich nicht nur als Wohl­tä­ter prä­sen­tie­ren sol­le, son­dern das un­ter­stüt­zen sol­le. Dem pflich­te­te Chris­tia­ne Oß­wald (UWG) bei. Al­fons Vi­el­lie­ber (CDU) gab zu be­den­ken: „Es wird dort nie ei­ne tol­le Lö­sung ge­ben. Wenn das Fa­mi­li­en­heim aber Ent­ge­gen­kom­men zeigt, soll­ten wir dank­bar sein.“Der Tech­ni­sche Aus­schuss nahm die Vor­schlä­ge zur Kennt­nis. Nun muss die Ver­kehrs­schau ab­ge­war­tet wer­den.

FO­TO: JU­LIA FREY­DA

An der Bus­schlei­fe am Bil­dungs­zen­trum soll der ab­rupt en­den­de Rad­weg fort­ge­führt wer­den.

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