Ge­schich­ten aus der Ver­gan­gen­heit

Bei den Jü­di­schen Kul­tur­wo­chen zeich­nen Au­to­ren jü­di­sche Le­ben nach

Schwaebische Zeitung (Markdorf) - - Meersburg/salem/überlingen -

MEERS­BURG (sz) - Im Rah­men der Jü­di­schen Kul­tur­wo­chen gibt es in nächs­ter Zeit es fol­gen­de Ver­an­stal­tun­gen:

Am Don­ners­tag, 13. Ju­li, liest Ste­fan Kel­ler um 19.30 Uhr aus sei­nem Buch „ Grü­nin­gers Fall“im Ju­fa Ho­tel in Meers­burg. Kel­ler, ge­bo­ren 1958 im Thur­gau am Bo­den­see, re­kon­stru­iert in sei­nem Buch die Ge­schich­te des St. Gal­ler Po­li­zei­haupt­manns und Flücht­lings­ret­ters Paul Grü­nin­ger (1891–1972), was we­sent­lich zu des­sen Re­ha­bi­li­tie­rung bei­trug. Er schil­dert in ei­ner Re­por­ta­ge die Ge­schich­te Grü­nin­gers, der in den Drei­ßi­ger­jah­ren, sei­nem Ge­wis­sen und nicht den Ge­set­zen fol­gend, zahl­rei­chen Ju­den das Le­ben ret­te­te. Der Ein­tritt ist frei.

Die nächs­te Ver­an­stal­tung fin­det am Di­ens­tag, 18. Ju­li, im Li­te­ra­tur­ca­fé in Meers­burg statt. Dann liest Al­f­red A. Fass­bind zu­sam­men mit Cars­ten Ei­chen­ber­ger aus sei­nem Buch „Jo­seph Schmidt - Sein Lied ging um die Welt“. Be­ginn ist um 19.30 Uhr. Da­zu zeigt das Duo Film­aus­schnit­te und spielt Ton­auf­nah­men vor. Für Jo­seph Schmidt war ei­ne Büh­nen­kar­rie­re auf­grund sei­ner ge­rin­gen Kör­per­grö­ße nicht mög­lich. Des­halb kon­zen­trier­te er sich auf den Rund­funk. Als Ra­di­o­sän­ger avan­cier­te Schmidt ab 1929 zum Deut­schen Ten­or­lieb­ling und wur­de 1933 durch sei­nen Film „Ein Lied geht um die Welt“zum in­ter­na­tio­na­len Star.

FO­TO: PR

Paul Grü­nin­ger (1891–1972)

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