1,1 Mil­lio­nen Eu­ro ver­gra­ben

Neue Lei­tung, neue Tech­nik und neu­es Kn­eipp­be­cken

Schwaebische Zeitung (Markdorf) - - Immenstaad/meckenbeuren -

IM­MEN­STAAD (af) - Von den mehr als 1,1 Mil­lio­nen Eu­ro, die die Ge­mein­de in den ver­gan­ge­nen Mo­na­ten ins See­was­ser­werk am Kip­pen­horn in­ves­tiert hat, sieht man nicht viel. Die fast 800 Me­ter lan­ge und bis in 42 Me­ter See­tie­fe rei­chen­de Ent­nah­me­lei­tung, die Pum­pen und Ma­schi­nen be­fin­den sich zu­meist un­ter der Er­de und im Be­triebs­ge­bäu­de. Nur das Kn­eipp­be­cken, hübsch ein­ge­rahmt von He­cken und Bän­ken, ist sicht­bar und wird reich­lich ge­nutzt.

Bür­ger­meis­ter Jür­gen Beiss­swen­ger lud am Mon­tag Ge­mein­de­rä­te ein, das voll­ende­te Werk in Au­gen­schein zu neh­men. Alex­an­der Bel­ard und Tho­mas Mül­ler vom Stadt­werk am See er­läu­ter­ten den tech­ni­schen Ablauf des Neu­baus und die Funk­ti­ons­wei­se der Was­ser­ent­nah­me aus ei­nem rund neun Me­ter tie­fen Schacht un­mit­tel­bar ne­ben dem Kn­eipp­be­cken.

Zwei Pum­pen sor­gen da­für, dass das See­was­ser, nach­dem es durch Mi­kro­sie­be und Sand­fil­ter von Schweb­stof­fen be­freit wur­de, zum Hoch­be­häl­ter auf dem Hoh­berg be­för­dert wird. Der durch­schnitt­li­che Was­ser­ver­brauch liegt in Im­men­staad bei 2200 Ku­bik­me­ter.

Die neue See­was­ser­ent­nah­me­lei­tung be­steht aus Kunst­stoff und kann im Ge­gen­satz zur al­ten Lei­tung von der Land­sei­te aus zum Rei­ni­gen be­fah­ren wer­den. Das ist nach An­ga­ben von Tho­mas Mül­ler des­halb so wich­tig, weil sich im Bo­den­see ei­ne vom Schwar­zen Meer ein­ge­schlepp­te Mu­schel im­mer stär­ker breit ma­che und ger­ne auch in Roh­ren an­sied­le.

FO­TO: AN­TON FUCHS­LOCH

Was­ser­tre­ten vor der Ge­mein­de­rats­sit­zung (vor­ne von links): Re­na­te Schwarz-Go­va­ers, Jür­gen Beiss­wen­ger, Ul­rich Koh­ler, Mar­tin Go­me­rin­ger, Andre­as Graf, Ruth Dick­rei­ter, Ed­win Brü­gel und Hel­ga Bau­er. Alex­an­der Bel­ard, Kurt Reich­le und Alex­an­der Mohr (hin­ten von links).

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