Land­rat Wöl­f­le plä­diert für freund­li­chen Um­gangs­ton

DBT-Ge­schäfts­füh­rer stellt Tä­tig­keits­be­richt vor – Dis­kus­si­on über „Echt Bo­den­see Card“

Schwaebische Zeitung (Markdorf) - - Friedrichshafen -

Bo­den­see. Wie ge­lingt es, die Mar­ke „Echt Bo­den­see“ein­heit­lich zu prä­sen­tie­ren? Das ist die Fra­ge, mit der sich die DBT in der Pu­bli­ka­ti­on be­schäf­tigt. „Wenn wir ein ein­heit­li­ches Bild prä­gen, kön­nen wir un­se­re Stär­ken noch bes­ser ver­kau­fen“, er­klär­te Heß. Er nann­te noch wei­te­re Ak­ti­vi­tä­ten des ak­tu­el­len Ge­schäfts­jah­res: Zur­zeit ar­bei­te man an ei­ner lang­fris­ti­gen Mar­ke­ting­stra­te­gie. Eben­so wol­le man die Öf­fent­lich­keits­ar­beit aus­bau­en und da­bei So­zia­le Netz­wer­ke ein­be­zie­hen. The­ma sei auch die Wei­ter­ent­wick­lung der „Echt Bo­den­see App“. Die­se ist be­reits 3000-mal her­un­ter­ge­la­den wor­den, ließ Heß wis­sen.

Land­rat Wöl­f­le stell­te fest: „Es ist wich­tig, zu zei­gen, dass sich die DBT noch mit an­de­ren The­men be­schäf­tigt als mit der EBC.“An der Kar­te hat­te es im Vor­feld schar­fe Kri­tik ge­ge­ben. Die Geg­ner ha­ben Da­ten­schutz­be­den­ken und hal­ten die Ein­füh­rung für bü­ro­kra­tisch und über­teu­ert. Der Land­rat wünscht sich ei­nen freund­li­che­ren Um­gangs­ton in der De­bat­te: „Ich dis­ku­tie­re ger­ne“, mein­te er. Es sei wich­tig, Vor- und Nach­tei­le ge­gen­ein­an­der ab­zu­wä­gen. Aber freund­lich und sach­lich müs­se es zu­ge­hen.

Kri­ti­sche Nach­fra­gen

In der Sit­zung gab es Nach­fra­gen zum The­ma. Wenn Tou­ris­ten über das Por­tal auf der DBT-Web­site ih­re Un­ter­künf­te bu­chen, müs­sen Ho­te­liers ei­ne Pro­vi­si­on be­zah­len. Die­se be­trägt zwi­schen zehn und 15 Pro­zent des je­wei­li­gen Um­sat­zes. Kri­ti­ker ver­mu­ten ei­nen Zu­sam­men­hang mit der Ein­füh­rung der EBC. „Aber das ei­ne hat mit dem an­de­ren nichts zu tun“, be­ton­te Heß. Das Bu­chungspor­tal sei schon vor der Grün­dung der EBC be­schlos­se­ne Sa­che ge­we­sen. Es hand­le sich um ein zeit­ge­mä­ßes Ser­vice-An­ge­bot für die Kun­den. Und der An­teil der Un­ter­künf­te, die über das Por­tal ge­bucht wer­den, sei ge­ring. Vie­le Tou­ris­ten wür­den ih­ren Ur­laub di­rekt beim Gast­ge­ber oder im Rei­se­bü­ro bu­chen.

Mit der Kar­te kön­nen Tou­ris­ten den öf­fent­li­chen Nah­ver­kehr kos­ten­los nut­zen. Liegt hie­rin ei­ne Be­nach­tei­li­gung von Ein­hei­mi­schen? „Die ECB trägt da­zu bei, den Stra­ßen­ver­kehr zu ent­las­ten“, sag­te Heß. Da­von wür­den un­ter dem Strich al­le pro­fi­tie­ren. Ei­ne Be­nach­tei­li­gung ge­be es nicht, er­klär­te auch ein Aus­schuss­mit­glied. Wenn vie­le Tou­ris­ten das An­ge­bot nut­zen, wür­den die Bus­se re­gel­mä­ßi­ger fah­ren. Es sei mit Ver­bes­se­run­gen für den öf­fent­li­chen Nah­ver­kehr zu rech­nen.

FO­TO: DPA

Die „Echt Bo­den­see Card“sorgt noch im­mer für Dis­kus­sio­nen.

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