Nicht un­ge­wöhn­lich

Schwaebische Zeitung (Markdorf) - - Wissen - 2000 2010

Die ab­ge­bro­che­ne Eis­mas­se in der Westant­ark­tis zählt mit fast 6000 Qua­drat­ki­lo­me­tern zu den größ­ten re­gis­trier­ten Eis­ber­gen. Un­ge­wöhn­lich sind sol­che Ab­brü­che nicht. Im­mer wie­der lö­sen sich gi­gan­ti­sche Eis­ber­ge vom Schelf­eis. Ei­ni­ge Bei­spie­le aus jüngs­ter Ver­gan­gen­heit: Der größ­te durch Sa­tel­li­ten­er­kun­dung er­fass­te Ko­loss lös­te sich im März vom ant­ark­ti­schen Ross-Schelf­eis. B15 – so der Name – war ur­sprüng­lich 11 600 Qua­drat­ki­lo­me­ter groß. Das ent­spricht gut der vier­fa­chen Grö­ße des Saar­lands. Vom ihm spal­te­te sich spä­ter der Eis­berg B15A ab, der 2005 noch mehr als 2500 Qua­drat­ki­lo­me­ter maß. Ein an­de­rer Gi­gant brach eben­falls vom Ross-Schelf­eis ab. Der C19 ge­tauf­te Eis­berg war mehr als 6000 Qua­drat­ki­lo­me­ter groß. Im selben Jahr lös­te sich vom Thwai­tes-Glet­scher in der Westant­ark­tis ein rie­si­ger Eis­klotz. B22 be­deck­te ei­ne Flä­che von et­wa 5500 Qua­drat­ki­lo­me­tern. An­fang lös­te sich vom Mertz-Glet­scher im aus­tra­li­schen Ant­ark­tis-Ge­biet der Eis­berg C28 mit ei­ner Flä­che von mehr als 2500 Qua­drat­ki­lo­me­tern. Zu­vor war ein an­de­rer Eis­rie­se – ein Bruch­stück des 1987 ent­stan­de­nen, da­mals et­wa 5400 Qua­drat­ki­lo­me­ter gro­ßen B9 – ge­gen die Glet­scher­zun­ge ge­kracht. (dpa)

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