Rat lobt „Vi­n­e­um“-Pla­ner und nimmt Abrech­nung po­si­tiv auf

Zwei­pro­zen­ti­ge Kos­ten­über­schrei­tung durch un­vor­her­seh­ba­re In­stand­set­zungs­maß­nah­men

Schwaebische Zeitung (Markdorf) - - Meersburg - Von Mar­ti­na Wol­ters

- Den vom zu­stän­di­gen Ar­chi­tek­ten Kor­kut De­mi­rag vor­ge­stell­ten Ab­schluss­be­richt zum Wein­und Kul­tur­haus „Vi­n­e­um“hat der Ge­mein­de­rat äu­ßerst wohl­wol­lend auf­ge­nom­men. Auch die Kos­ten­stei­ge­rung um zwei Pro­zent auf Ge­samt­kos­ten von 4, 7 Mil­lio­nen Eu­ro konn­ten sie gut mit­tra­gen. Nach Ab­zug der be­wil­lig­ten För­der­mit­tel muss die Stadt noch rund 2,3 Mil­lio­nen Eu­ro selbst tra­gen.

Im Fe­bru­ar des ver­gan­ge­nen Jah­res hat­te der Mu­se­ums­pla­ner noch mit Kos­ten in Hö­he von 4,6 Mil­lio­nen Eu­ro ge­rech­net. Un­vor­her­seh­ba­re In­stand­set­zungs­maß­nah­men sei­en hin­zu­ge­kom­men, dar­un­ter die Sa­nie­rung der Vor­burg­gas­se 13, die ur­sprüng­lich gar nicht mit ein­kal­ku­liert ge­we­sen sei.

Hin­zu kom­men laut De­mi­rag Aus­ga­ben für den Brand­schutz oder die Ge­bäu­de­tech­nik. Im Tech­nik­raum war we­gen gro­ßer Hit­zelas­ten nach­träg­lich ein Küh­lungs­sys­tem in­stal­liert wor­den. Mehr­aus­ga­ben gab es De­mi­rags An­ga­ben zu­fol­ge beim Er­halt von Ex­po­na­ten, wie bei­spiels­wei­se bei ei­nem „Aus­stel­lungs­high­light“, dem Reb­stall-Ur­bar, ei­nem Gü­ter­ver­zeich­nis aus dem 17. Jahr­hun­dert. 52 Fir­men ha­ben laut De­mi­rag über 49 Mo­na­te an der Ent­ste­hung des Vi­n­e­ums ge­ar­bei­tet.

Auf Nach­fra­gen von Chris­ti­an Her­ter er­läu­ter­te er, die Tor­kel­re­stau­rie­rung sei nicht aus­ge­schrie­ben, son­dern vom Re­gie­rungs­prä­si­di­um di­rekt an die Fir­ma Holz­bau Schmäh als an­er­kann­te Re­stau­ra­to­ren­fir­ma ver­ge­ben wor­den.

Micha­el Gi­low­sky (Um­bo) mein­te, „an­ge­sichts des Ur­zu­stan­des des Ge­bäu­des sei ei­ne zwei­pro­zen­ti­ge Kos­ten­über­schrei­tung ein her­vor­ra­gen­des Er­geb­nis“. Für Julia Na­eß­lDoms (CDU) ist „aus dem denk­mal­ge­schütz­ten Bau­werk ein Ju­wel ent­stan­den“. „Re­spekt, Herr Kol­le­ge“, kam es von Bür­ger­meis­ter­sei­te.

Pe­ter Schmidt (CDU) er­kun­dig­te sich noch nach dem Kos­ten­pos­ten „wis­sen­schaft­li­che Grund­la­gen“in Hö­he von ge­run­det 270 000 Eu­ro. Dar­in ent­hal­ten sei­en, ne­ben wis­sen­schaft­li­chen Kol­lo­qui­en, Re­cher­che und Geld für die neun, für das Haus be­schäf­tig­ten, Wis­sen­schaft­ler, führ­te De­mi­rag aus. Des Wei­te­ren fal­le die Pflicht­ab­nah­me des Bu­ches „Ma­gie des Hei­lens“von Ku­ra­tor Tho­mas Knub­ben dar­un­ter. 1000 Ex­em­pla­re hät­ten ver­trags­ge­mäß vor­ab für elf Eu­ro das Stück ab­ge­nom­men wer­den müs­sen, so De­mi­rag.

FO­TO: ARC

Fla­schen aus mehr als 100 Län­dern sind im Vi­n­e­um aus­ge­stellt.

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