EU-Ab­ge­ord­ne­te be­sucht SPD-Re­gio­nal­kon­fe­renz

Ma­ria Noichl zu Gast in Friedrichshafen – Sie for­dert: „Re­gio­nen in Eu­ro­pa müs­sen mit mehr Per­so­nal und Fi­nan­zen aus­ge­stat­tet wer­den“

Schwaebische Zeitung (Markdorf) - - Friedrichshafen -

(sz) - „Re­gio­nen in Eu­ro­pa müs­sen mit mehr Per­so­nal und Fi­nan­zen aus­ge­stat­tet wer­den“: Dies for­der­te die baye­ri­sche EU-Ab­ge­ord­ne­te Ma­ria Noichl aus Ro­sen­heim. Die SPD-Eu­ro­pa­po­li­ti­ke­rin sprach auf ei­ner Re­gio­nal­kon­fe­renz ih­rer Par­tei am ver­gan­ge­nen Sams­tag in Friedrichshafen, wie die SPD mit­teilt.

Im grie­chi­schen Lokal „Del­phi“an der Ufer­pro­me­na­de trat sie laut der Pres­se­mit­tei­lung da­für ein, das Prin­zip der Sub­si­dia­ri­tät im Auf­bau der eu­ro­päi­schen In­sti­tu­tio­nen zu stär­ken. „Die Mit­bür­ge­rin­nen und Mit­bür­ger vor Ort, in den Städ­ten und Ge­mein­den, er­fah­ren oft viel zu we­nig, dass Mit­tel für In­ves­ti­tio­nen und ope­ra­ti­ve po­li­ti­sche Initia­ti­ven vor Ort meist ih­re Qu­el­le in Brüssel ha­ben“, gab die EU-Ab­ge­ord­ne­te zu be­den­ken. Den Wäh­lern ge­gen­über wer­de dies statt­des­sen oft als Er­folg der je­wei­li­gen Lan­des­re­gie­rung in Stutt­gart oder in Mün­chen ver­kauft. Um­ge­kehrt wer­de Er­folg­lo­sig­keit in dem ei­nen oder an­de­ren po­li­ti­schen Feld ger­ne in Brüssel ver­or­tet. So wach­se der Nähr­bo­den für Na­tio­na­lis­mus und Eu­ro­pa­ver­dros­sen­heit.

Die Vier­län­der­re­gi­on am Bo­den­see, so Ma­ria Noichl, lei­de noch im­mer dar­un­ter, dass ih­re Struk­tur­pro­ble­me wie der Stra­ßen-und Bahn­ver­kehr von den fern­ab lie­gen­den Haupt­städ­ten in Ber­lin, Wi­en und Bern arg ver­nach­läs­sigt wür­den. An­de­rer­seits leis­te die EU mit ei­nem Be­trag von knapp 40 Mil­lio­nen Eu­ro im ak­tu­el­len In­ter­reg-För­der­pro­gramm für so­ge­nann­te Grenz­re­gio­nen(wie mit dem Nicht-EU-Land der Schweiz) ei­nen wir­kungs­vol­len Bei­trag, um grenz­über­schrei­ten­de Struk­tur­pro­ble­me im wirt­schaft­li­chen, so­zia­len, öko­lo­gi­schen und kul­tu­rel­len Be­reich ab­zu­bau­en. Das In­ter­reg-Pro­gramm wir­ke da­her „wie ein Klett­ver­schluss“, um die Zu­sam­men­ar­beit mit den Nach­barn auf der an­de­ren Sei­te der Lan­des­gren­ze zu ver­tie­fen.

Im Ver­lauf der Kon­fe­renz ant­wor­te­te die EU-Po­li­ti­kern auf Fra­gen zu den EU-Frei­han­dels­ab­kom­men mit afri­ka­ni­schen Län­dern und zu der um­strit­te­nen Rol­le der ost­eu­ro­päi­schen „Vi­se­grad­staa­ten“(Po­len, Tsche­chi­en und Un­garn) in der EU.

FO­TO: PR

Sie steht Re­de und Ant­wort zur eu­ro­päi­schen Re­gio­nal­po­li­tik: die SPDEu­ro­pa­ab­ge­ord­ne­te Ma­ria Noichl.

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