Kir­chen­chor ist gut zu­sam­men­ge­wach­sen

Chor Berg­heim-Hep­bach fei­ert 40-jäh­ri­ge Ge­mein­sam­keit mit ei­nem Fest­got­tes­dienst

Schwaebische Zeitung (Markdorf) - - Markdorf - Von Bri­git­te Wal­ters

- Das Jahr 1977 ist ein wich­ti­ges Jahr für die Kir­chen­chö­re der Pfar­rei­en Berg­heim und Hep­bach ge­we­sen. Sie tra­fen da­mals ei­ne bei­spiel­haf­te Ent­schei­dung: Sie schlos­sen sich zu­sam­men. Aus An­lass der 40-jäh­ri­gen Ge­mein­sam­keit wird der Kir­chen­chor Berg­heimHep­bach im Sonn­tags­got­tes­dienst am 23. Ju­li die Mes­se „Mis­sa bre­vis“in G, KV 140, von W.A. Mo­zart zu­sam­men mit So­lis­ten und Strei­chern sin­gen.

Das war die ers­te Mes­se, die der fu­sio­nier­te Chor 1977 ge­mein­sam ein­üb­te, er­in­nert sich Di­ri­gen­tin Si­mo­ne Mül­ler. Fer­ner wird am Sonn­tag noch das „Sanc­ta Ma­ria, Ma­ter Dei“, KV 273, für Chor und Strei­cher zu hö­ren sein, eben­falls von Mo­zart. Vor 40 Jah­ren ha­be sich die Fu­si­on der bei­den Kir­chen­chö­re an­ge­bo­ten, er­zählt der heu­ti­ge Vor­sit­zen­de Kar­lHeinz Kreid­ler. Der bis­he­ri­ge Di­ri­gent des Kir­chen­cho­res der Pfar­rei Hep­bach gab da­mals sein Amt aus ge­sund­heit­li­chen Grün­den auf.

Eben­so zeich­ne­te es sich ab, dass die Pfarr­stel­le in Hep­bach nicht mehr haupt­amt­lich be­setzt wer­de. So ka­men die Chor­mit­glie­der über­ein, sich mit dem Nach­bar­chor in Berg­heim zu­sam­men­zu­schlie­ßen. Im Jahr 1976 san­gen sie dann erst­mals ge­mein­sam. Die of­fi­zi­el­le Fu­si­on er­folg­te im Mai 1977 bei der ers­ten ge­mein­sa­men Ge­ne­ral­ver­samm­lung, bei der Max Kroll zum ers­ten Vor­sit­zen­den des neu­en Kir­chen­cho­res Berg­heim-Hep­bach ge­wählt wur­de.

Die Fu­si­on ver­lang­te von den Chor­mit­glie­dern mehr En­ga­ge­ment, muss­ten sie nun zu be­son­de­ren An­läs­sen in bei­den Pfar­rei­en sin­gen. Ein be­son­de­rer Kraft­akt wa­ren die Fest­got­tes­diens­te zu Weih­nach­ten und Os­tern, da wur­de je­weils am ers­ten Fei­er­tag in bei­den Kir­chen ge­sun­gen. Dies be­deu­te­te nach En­de des ers­ten Got­tes­diens­tes, ganz schnell in die an­de­re Kir­che, dort war­te­ten be­reits Pfar­rer und Gläu­bi­ge. Erst in den 90er Jah­ren gab es ei­ne Än­de­rung und die Dop­pel­be­las­tung am Fei­er­tag war zu En­de.

Ein be­son­de­res Er­eig­nis gab es 2003, da wur­de im Ok­to­ber 300 Jah­re Kir­chen­chor Berg­heim-Hep­bach ge­fei­ert. Der Kir­chen­chor Berg­heim konn­te da auf ei­ne 175-jäh­ri­ge Ge­schich­te zu­rück­bli­cken und beim Kir­chen­chor Hep­bach wa­ren es 125 Jah­re. Bei­de Chö­re sind gut zu­sam­men­ge­wach­sen, dies wird auch deut­lich da­ran, dass ehe­ma­li­ge Mit­sän­ger beim Kon­zert am Sonn­tag den Chor un­ter­stüt­zen und mit­wir­ken. Das spie­gelt die gu­te Stim­mung und die Ka­me­rad­schaft im Chor wi­der, ist sich Karl-Heinz Kreid­ler si­cher.

Im Chor wer­de nicht ge­sun­gen, son­dern das ge­müt­li­che Bei­sam­men­sit­zen ge­hö­re auch da­zu. Ein wei­te­res Zei­chen da­für sei auch, dass rund ein hal­bes Dut­zend Mit­glie­der be­reits seit über 50 Jah­ren ak­tiv da­bei sind.

FO­TO: BRI­GIT­TE WAL­TERS

Der Kir­chen­chor Berg­heim-Hep­bach bei der Pro­be zur Mo­zart-Mes­se „Mis­sa bre­vis“.

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