Stu­die: Män­ner do­mi­nie­ren Fern­se­hen und Ki­no

Schwaebische Zeitung (Markdorf) - - Medien -

In TV und Ki­no be­herr­schen Män­ner das Bild. Frau­en sind un­ter­re­prä­sen­tiert. Das zeigt ei­ne Stu­die der Uni­ver­si­tät Ros­tock. Laut der Stu­die „Au­dio­vi­su­el­le Di­ver­si­tät?“kommt über al­le Pro­gram­me hin­weg nur ei­ne weib­li­che Dar­stel­le­rin auf zwei männ­li­che. Für die Ana­ly­se sei­en 2016 mehr als 3 000 St­un­den TV und 800 deutsch­spra­chi­ge Ki­no­fil­me der ver­gan­ge­nen sechs Jah­re aus­ge­wer­tet wor­den. Im deut­schen Fern­se­hen sind über al­le Sen­dun­gen hin­weg 67 Pro­zent der Haupt­ak­teu­re Män­ner. Wenn Frau­en ge­zeigt wer­den, dann kä­men sie häu­fi­ger im Kon­text von Be­zie­hung und Part­ner­schaft vor, sagt Me­di­en­for­sche­rin Eliz­a­beth Prom­mer. Auch bei Ex­per­ten wür­den Män­ner do­mi­nie­ren, so die For­scher. Als be­son­ders pro­ble­ma­tisch schät­zen sie Kin­der­fern­se­hen ein: Auf ei­ne weib­li­che Fi­gur kom­men drei männ­li­che. Auf ei­ne weib­li­che Tier­fi­gur neun männ­li­che. Die For­scher warn­ten vor ei­ner Ver­fes­ti­gung von Ste­reo­ty­pen. An­ge­sto­ßen hat­te die Stu­die die Schau­spie­le­rin Ma­ria Furt­wäng­ler. Sie sag­te, dass man bis­lang feh­len­de Di­ver­si­tät nur ge­fühlt ha­be, „jetzt ha­ben wir Fak­ten“. ZDFIn­ten­dant Tho­mas Bel­lut sag­te, die Er­geb­nis­se der Stu­die hät­ten „über­rascht und ge­schockt“. Ei­ne Frau­en­quo­te nennt die ARD-Vor­sit­zen­de Ka­ro­la Wil­le ein „al­ler­letz­tes Mit­tel“. (epd)

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