Au­dio­gui­des be­geis­tern die Se­nio­ren

It­ten­dor­fer und Ha­gnau­er be­su­chen ge­mein­sam die Aus­stel­lung „Be­mer­kens­WER­Te“

Schwaebische Zeitung (Markdorf) - - Meersburg/Markdorf/Hagnau -

(sz) - Die Mit­glie­der des It­ten­dor­fer Se­nio­ren­werks und des Al­ten­werks Hagnau ha­ben ge­mein­sam die Aus­stel­lung „Be­mer­kens­WER­Te“im Ha­gnau­er Mu­se­um be­sucht. Da­rin wer­den Le­ben­s­er­in­ne­run­gen von über 80-jäh­ri­gen Ha­gnau­ern prä­sen­tiert.

Ru­dolf und Ka­rin Dim­meler emp­fin­gen die Gäs­te im Mu­se­um be­reits mit Au­dio­gui­des. Schon das An­le­gen der Kopf­hö­rer und Ein­stel­len der Laut­stär­ke sorg­te bei den Teil­neh­mern für ei­ne leb­haf­te fröh­li­che Un­ter­hal­tung. Mit den Ge­rä­ten in der Hand mein­ten ei­ni­ge, dass sie „jetzt, wie die Jun­gen, mo­dern“sei­en und schwan­gen da­zu tän­ze­risch die Hüf­ten. Bald konn­ten mit ge­gen­sei­ti­ger Hil­fe die Kopf­hö­rer bei al­len in die rich­ti­ge Po­si­ti­on ge­bracht wer­den, so­dass dann die ver­schie­de­nen In­ter­views kon­zen­triert an­ge­hört wur­den. Auch die Vi­deo­auf­nah­men fan­den gro­ßes In­ter­es­se, da­für wur­den die leich­ten trag­ba­ren Mu­se­ums­ho­cker ganz nah vor den Bild­schirm ge­rückt. Be­son­ders viel kom­men­tier­ten die Gäs­te die Ex­po­na­te, die den je­wei­li­gen Per­so­nen the­ma­tisch, ent­spre­chend ih­ren Er­zäh­lun­gen, zu­ge­ord­net wa­ren.

Die Aus­stel­lung ist in Zu­sam­men­ar­beit mit dem ört­li­chen Bil­dungs­werk, dem Al­ten­werk und dem Hei­mat­und Ge­schichts­ver­ein ent­stan­den. Le­ben­s­er­in­ne­run­gen von über 80-jäh­ri­gen Ha­gnau­ern und da­mit ver­bun­den die Dorf­ge­schich­te wer­den da­rin prä­sen­tiert. Mo­ni­ka Baur er­gänz­te, dass das Pro­jekt in die­sem Um­fang erst durch die För­de­rung der Diö­ze­san­ar­beits­ge­mein­schaft für Er­wach­se­nen­bil­dung, der Erz­diö­ze­se Frei­burg mög­lich war.

Dis­kus­si­on über Dia­lek­te

Ab­schlie­ßend rück­ten die Gäs­te die Stüh­le so, dass sich ein gro­ßer Kreis bil­de­te und noch ein­ge­hend über Dia­lek­te ge­re­det wur­de. Her­bert Pfleg­haar mein­te, man sol­le „die Le­bens­weis­hei­ten doch im Dia­lekt schrei­ben“. Dar­auf­hin ent­spann sich ei­ne re­ge Dis­kus­si­on dar­über, wel­che Buch­sta­ben man wie kom­bi­nie­ren müs­se, um be­stimm­te Lau­te aus­drü­cken zu kön­nen. Über­ein­stim­mend ka­men die Dis­ku­tie­ren­den zum Schluss, dass Dia­lekt ei­ne ge­spro­che­ne Spra­che und kei­ne Schrift­spra­che sei und „je­des Dorf ha­be ja sei­ne ei­ge­ne Va­ri­an­te“.

Dann wies Mo­ni­ka Baur dar­auf hin, dass Wer­ner Mez­ger, Uni­ver­si­tät Frei­burg zu die­sem The­ma „Mut­ter­spra­che Dia­lekt – le­ben mit der Mun­d­art“im Au­gust im Rat­haus spre­chen wird.

FO­TO: PR

Beim An­le­gen der Au­dio­gui­des hel­fen sich die Se­nio­ren ge­gen­sei­tig.

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