Zehn Mil­lio­nen Eu­ro auf der ho­hen Kan­te

Ge­wer­be­steu­er­ein­nah­men ma­chen Berg- und Tal­fahrt

Schwaebische Zeitung (Markdorf) - - Oberteuringen/Immenstaad/Meckenbeuren - Von Hei­di Kel­ler

- Mit ei­nem Re­kord­vo­lu­men in Hö­he von 29,31 Mil­lio­nen Eu­ro hat die Ver­wal­tung dem Ge­mein­de­rat die Jah­res­rech­nung für das Rech­nungs­jahr 2016 zur Ge­neh­mi­gung vor­ge­legt. Mehr als zu­frie­den zeig­ten sich Bür­ger­meis­ter und Käm­me­rer über die Re­kord­zu­füh­rung zum Ver­mö­gens­haus­halt in Hö­he von 5,7 Mil­lio­nen Eu­ro.

„Es war ein gu­tes Jahr, aber die­se Rück­la­gen brau­chen wir auch für die an­ste­hen­den Pro­jek­te“, fass­te Bür­ger­meis­ter Jür­gen Beiss­wen­ger das Er­geb­nis der Jah­res­rech­nung für 2016 zu­sam­men. Käm­me­rer Mat­thi­as Herr­mann er­läu­ter­te dem Ge­mein­de­rat das um­fang­rei­che Zah­len­werk im De­tail.

In der Pla­nung sei man für die Zu­füh­rung zum Ver­mö­gens­haus­halt von we­ni­ger als der Hälf­te aus­ge­gan­gen. Grund für das po­si­ti­ve Er­geb­nis sei­en vor al­lem die hö­he­ren Ge­wer­be­steu­ern mit ei­nem Plus von 1,68 Mil­lio­nen Eu­ro, ein hö­he­res Ge­büh­ren­auf­kom­men mit ei­nem Plus von rund 205 000 Eu­ro so­wie ge­rin­ge­re Per­so­nal­aus­ga­ben mit ei­nem Mi­nus von rund 210 325 Eu­ro.

Die Mehr­aus­ga­ben für die da­durch ge­stie­ge­ne Ge­wer­be­steu­er­um­la­ge ha­be man durch ge­rin­ge­re Aus­ga­ben bei der Grund­stücks- und Ge­bäu­de­er­hal­tung, den wei­te­ren Be­triebs­aus­ga­ben und den Steu­ern und Ge­schäfts­aus­ga­ben aus­ge­gli­chen, so Herr­mann. Das Ge­wer­be­steu­er­auf­kom­men sei zu­letzt 2003 so hoch ge­we­sen. Mit rund 34 Pro­zent der Ge­samt­ein­nah­men stel­le die Ge­wer­be­steu­er die wich­tigs­te Ein­nah­me­quel­le der Ge­mein­de dar, der Ge­mein­de­an­teil an der Ein­kom­mens­steu­er mit rund 18 Pro­zent die zweit­wich­tigs­te Qu­el­le.

Herr­mann er­in­ner­te dar­an, dass gro­ße Neu­bau- und Sa­nie­rungs­maß­nah­men ge­plant sei­en, die den Haus­halt in Zu­kunft be­las­ten wür­den. Der Stand der Rück­la­gen ha­be En­de 2016 un­term Strich 10,58 Mil­lio­nen Eu­ro be­tra­gen. Der Schul­den­stand sei wei­ter re­du­ziert wor­den und lag En­de 2016 bei 534 375 Eu­ro. Das ent­spre­che ei­ner Pro-Kopf-Ver­schul­dung von 82,98 Eu­ro. Der Ge­mein­de­rat stimm­te der Jah­res­rech­nung 2016 ein­stim­mig zu.

Schwan­kun­gen ge­wohnt

Herr­mann in­for­mier­te dar­über, dass ak­tu­ell, in 2017, die Ge­wer­be­steu­er­ein­nah­men zwi­schen Ja­nu­ar und Ju­ni dra­ma­tisch ein­ge­bro­chen sei­en. Bür­ger­meis­ter Jür­gen Beiss­wen­ger mahn­te zur Be­son­nen­heit. „Wir sind die­se star­ken Schwan­kun­gen in un­se­rer Ge­mein­de seit 40 Jah­ren ge­wohnt. Wir wer­den auch in Zu­kunft da­mit le­ben müs­sen. Das Jahr ist noch nicht zu En­de.“Was die In­ves­ti­tio­nen be­tref­fe, auf Sicht zu fah­ren, ha­be sich be­währt.

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