Volks­ab­stim­mung in Ve­ne­zue­la

Schwaebische Zeitung (Markdorf) - - Nachrichten & Hintergrund -

(dpa) - Ve­ne­zue­las Op­po­si­ti­on geht auf Kon­fron­ta­ti­ons­kurs zur so­zia­lis­ti­schen Re­gie­rung von Ni­colás Ma­du­ro. Das von meh­re­ren Op­po­si­ti­ons­par­tei­en kon­trol­lier­te Par­la­ment ließ am Sonn­tag ein in­of­fi­zi­el­les Ple­bis­zit ge­gen Ma­du­ros Plä­ne für ei­ne Ver­fas­sungs­re­form ab­hal­ten. Mil­lio­nen Ve­ne­zo­la­ner wa­ren auf­ge­ru­fen, über die Wahl ei­ner ver­fas­sungs­ge­ben­den Ver­samm­lung ab­zu­stim­men. Die Re­gie­rung nennt die Ab­stim­mung il­le­gal. Ma­du­ro hat für En­de Ju­li die Wahl der Ver­samm­lung zur Aus­ar­bei­tung ei­ner neu­en Ver­fas­sung an­ge­kün­digt.

Die Re­gie­rungs­geg­ner fürch­ten, der Staats­chef könn­te so sei­ne Macht bis zur Er­rich­tung ei­ner Dik­ta­tur wei­ter fes­ti­gen. Das Op­po­si­ti­ons­bünd­nis MUD hofft, dass das Ple­bis­zit ein kla­res Si­gnal des „zi­vi­len Un­ge­hor­sams“sen­det. „Ich bin wei­ter Ge­fan­ge­ner, ich kann nicht zum Wahl­lo­kal ge­hen. Ich ru­fe euch auf, die Schrit­te bis zu eu­rem Wahl­lo­kal zu ge­hen und für Ve­ne­zue­la zu stim­men“, ließ der zur­zeit be­kann­tes­te Op­po­si­tio­nel­le Leo­pol­do López (Fo­to: AFP) über den Twit­ter-Ac­count sei­ner Frau aus­rich­ten. López wur­de erst vor we­ni­gen Ta­gen nach Jah­ren der In­haf­tie­rung un­ter Haus­ar­rest ge­stellt.

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