Farb-En­ten­ren­nen bringt 2000 Eu­ro für das Kin­der­hos­piz

Li­ons Club Fried­richs­ha­fen lässt erst­mals ei­ne zwie­te Dis­zi­plin zu – 5007 En­ten ge­hen an den Start

Schwaebische Zeitung (Markdorf) - - Friedrichshafen - Von Ly­dia Schä­fer

- Die Far­be Rot und die Num­mer 1625 hat­ten bei den zwei En­ten­ren­nen am See­ha­sen­sams­tag den Schna­bel vorn. Erst­ma­lig hat­te der Li­ons Club Fried­richs­ha­fen zwei En­ten­läu­fe an den Start ge­schickt.

Ein­mal konn­ten der rich­ti­ge Tipp der Farbrei­hen­fol­ge, in der die Schwimm­tie­re die Zi­el­li­nie über­schwim­men, ge­win­nen und beim zwei­ten Start­schuss stürz­ten sich in ge­wohn­ter Ma­nier die mit Num­mern ge­chip­ten 5000 En­ten ins Was­ser. Die Ein­lauf­wet­te kos­te­te nur ei­nen Eu­ro extra, was dem Kin­der­hos­piz Ama­lie 2000 Eu­ro ein­brach­te. Die Ein­nah­men des zwei­ten Ren­nens ge­hen an das Land­rats­amt, das da­mit un­bü­ro­kra­tisch und schnell hel­fen kann, wenn es nö­tig wird.

En­te mit Lam­pen­fie­ber

„Die ha­ben wohl Lam­pen­fie­ber“, kom­men­tier­te Chris­toph Dieck­mann vom Li­ons Club als die gro­ßen bun­ten En­ten sich recht zö­ger­lich der Zi­el­li­nie nä­her­ten. Die ei­ne oder an­de­re ver­such­te es kopf­über oder auf der Sei­te lie­gend, le­dig­lich die grü­ne hielt ziel­stre­big auf das weiß­ro­te Flat­ter­band zu.

Den­noch schaff­te sie es erst als zwei­te in den Zi­el­lauf, da sie es vor­zog kurz vor Schluss mit ei­ner ele­gan­ten Kehrt­wen­de auf ih­re Mit­schwim­mer zu war­ten, die sich ent­lang des Ab­sperr­ban­des Rich­tung Frei­trep­pe be­weg­ten. Wer auf die Rei­hen­fol­ge Rot, Grün, Pink, Gelb, Schwarz, Blau und Weiß ge­tippt hat, darf sich jetzt über ei­nen Ge­winn freu­en, den man nicht kau­fen kann, wie zum Bei­spiel ei­nen Feu­er­wer­ker zum Feu­er­werk be­glei­ten zu kön­nen oder den See­has auf dem See zu ver­ab­schie­den. Die klei­ne­ren 5000 gel­ben En­ten ka­men da schon et­was selbst­be­wuss­ter übers Was­ser da­her und die Num­mer 1625 pas­sier­te als Ers­te den Ziel­ein­lauf und brach­te ei­nen Zep­pe­l­in­flug für zwei Per­so­nen. Der See­has gab den Start­schuss und vom Boot des tech­ni­schen Hilfs­werks stürz­ten sich die En­ten in den Bo­den­see. An­ge­trie­ben vom Boots­mo­tor ging das zwei­te Ren­nen recht schnell zu En­de. Ent­lang der Ufer­pro­me­na­de ver­folg­ten zahl­rei­che Zu­schau­er das Ren­nen. So auch die acht­jäh­ri­ge Doreen Krü­ger aus Ober­reit­nau, die mit ih­ren El­tern zum See­ha­sen­fest ge­fah­ren ist. „Toll“, fand sie es, aber noch lie­ber wä­re ihr ein Fo­to mit dem See­has in der Zei­tung. Nichts lie­ber als das.

FO­TO: LY­DIA SCHÄ­FER

Wäh­rend Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Brand (links) und vie­le Zu­schau­er das En­ten­ren­nen am Ufer ver­fol­gen, wünscht sich Doreen Krü­ger aus Ober­reit­nau ein Fo­to mit dem See­has, der üb­ri­gens die Ge­win­ne­ren­te schon in der Hand hält.

Nach ei­nem schwe­ren Ren­nen gibt es trotz­dem nichts zu fut­tern. Die Ge­win­ner­rei­hen­fol­ge von links nach rechts.

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