Plötz­lich Fa­mi­li­en­va­ter

Schwaebische Zeitung (Markdorf) - - Fernsehen & Freizeit - Von Mar­le­ne Gempp

Drei Tür­ken und ein Ba­by

(Di, ARD, 22.45 Uhr) - Drei Jung­ge­sel­len, die sich plötz­lich um ein Ba­by küm­mern müs­sen. Die Ge­schich­te ist ei­gent­lich vor­her­seh­bar: Das Kind wir­belt den All­tag von drei Brü­dern durch­ein­an­der, ent­zweit sie, bringt sie wie­der zu­sam­men und weckt schließ­lich schlum­mern­de Va­ter­ge­füh­le. Die Neu­auf­la­ge der 1980er-Jah­re-Ko­mö­die „Drei Män­ner und ein Ba­by“ist leich­te Un­ter­hal­tung mit herz­er­wär­men­den Mo­men­ten.

Un­ver­hofft kommt oft: Der ehe­ma­li­ge Klein­kri­mi­nel­le Cel­al (Kost­ja Ull­mann) trifft zu­fäl­lig sei­ne Ex­Freun­din An­na – und die­se hat ein Ba­by. We­ni­ge Mi­nu­ten nach der eher un­er­freu­li­chen Be­geg­nung wird An­na von ei­nem Au­to an­ge­fah­ren und muss ins Kran­ken­haus. Cel­al ist der Ein­zi­ge in der Nä­he, der das Ba­by kurz­fris­tig mit nach Hau­se neh­men kann. Das ist aber nicht sein ein­zi­ges Pro­blem: Er hat das Geld für die Ret­tung des fa­mi­li­en­ei­ge­nen Braut­la­dens im Ca­si­no ver­spielt und möch­te das vor sei­nen zwei Brü­dern Sa­mi (Ki­da Kho­dr Ra­ma­dan) und Me­sut (Eko Fresh) ge­heim hal­ten. Ei­ne ra­san­te Cul­tu­reClash-Ko­mö­die nimmt ih­ren Lauf. Es wird auch reich­lich mit Kli­schees ge­spielt: Es fal­len zum Bei­spiel Sät­ze wie „ihr Asia­ten freut euch doch im­mer über je­des neue Ba­by in der Fa­mi­lie“. Die lie­bens­wert über­for­der­ten Jungs su­chen nach dem Sinn in ih­rem Le­ben, Ba­by No­la glänzt in wit­zi­gen Sze­ne. Ein früh ent­deck­tes schau­spie­le­ri­sches Ta­lent.

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