Sa­le­mer Klein­tier­züch­ter über­win­den al­te Gren­zen

Pre­mie­re bei Ka­nin­chen­schau: Spe­zi­al­züch­ter der Sche­cken-Clubs aus Ba­den und Würt­tem­berg prä­sen­tie­ren ge­mein­sam ih­re Tie­re

Schwaebische Zeitung (Markdorf) - - Salem / Deggenhausertal / Frickingen -

(sz) - Was bis­her bei Ka­nin­chen­schau­en noch nie ge­lun­gen ist, wur­de am ver­gan­ge­nen Wo­che­n­en­de Rea­li­tät, wie der Vor­sit­zen­de des Sa­le­mer Klein­tier­zucht­ver­eins Diet­mar Bert­sche beim jüngs­ten Züch­ter­abend aus­führ­te. Als Hö­he­punkt wa­ren die Spe­zi­al­züch­ter der Sche­cken-Clubs aus Ba­den und aus Würt­tem­berg zu Gast beim Sa­le­mer Ver­ein und führ­ten ei­ne ge­mein­sa­me Jung­tier­schau durch, wie der Ver­ein mit­teilt.

So wer­de die­se Aus­stel­lung auf Club­e­be­ne si­cher­lich auch Si­gnal­wir­kung und Vor­bild­funk­ti­on für die bei­den Lan­des­ver­bän­de ha­ben. Denn an­ders als das Bun­des­land Ba­den-Würt­tem­berg ge­hen die Lan­des­ver­bän­de der Ka­nin­chen­züch­ter in Ba­den und Würt­tem­berg im­mer noch ge­trenn­te We­ge. Die Sche­ckenClubs zei­gen mit die­ser ge­mein­sa­men Ka­nin­chen-Aus­stel­lung, dass die al­ten Gren­zen zwi­schen „Ba­den­sern“und „Schwo­ba“auch im Klein­tier­zucht­be­reich längst ver­wischt sein soll­ten und es in ab­seh­ba­rer Zeit auch auf Lan­des­ebe­ne zu ei­ner Ver­schmel­zung der Ver­bän­de kom­men könn­te, heißt es in der Pres­se­mit­tei­lung. Im Zen­trum al­len Han­delns steht die ge­mein­sa­me Freu­de im Um­gang mit den Tie­ren und die Freu­de, die­ses Er­leb­nis mit Zucht­freun­den zu tei­len.

Ver­eins­in­ter­ne Jung­tier­schau

In Sa­lem kam dies mehr als deut­lich zum Aus­druck stell­te doch Je­anClau­de Kor­mann aus Frank­reich, der dem ba­di­schen Sche­cken-Club an­ge­hört, die ab­so­lu­ten Spit­zen­tie­re der Jung­tier­schau, ei­ne Kol­lek­ti­on Eng­li­sche Sche­cken in schwarz-weiß mit der Traum­no­te 32/28.

Zum in­ter­na­tio­na­len Flair tru­gen auch Züch­ter aus der Schweiz und Ös­ter­reich bei, die auch sehr gu­te Tie­re zu den ins­ge­samt 107 Sche­cken-Ka­nin­chen der Schau bei­steu­er­ten und mit zahl­rei­chen Prei­sen die Heim­rei­se an­tre­ten konn­ten. Par­al­lel zu die­ser Ka­nin­chen­prä­sen­ta­ti­on wur­de ei­ne ver­eins­in­ter­ne Jung­tier­schau mit wei­te­ren 114 Ka­nin­chen ver­an­stal­tet, wel­che auch am Sams­tag­mor­gen durch vier Preis­rich­ter nicht­öf­fent­lich „auf Herz und Nie­ren“ge­prüft wur­den. Ein paar neue Jung­züch­ter des Ver­eins durf­ten ih­nen da­bei zu­se­hen und viel über die Be­wer­tungs­me­tho­den ler­nen. Die ei­ge­nen Tie­re der jun­gen Züch­ter wur­den da­bei auch be­wer­tet und ih­re Ju­gend-Meis­ter er­mit­telt. 1. Jung­tier­meis­ter wur­de Gui­lia­no Sturm (Owin­gen) mit der Ras­se Sach­sen­gold, ge­folgt von Fe­lix Bau­er (Bug­gen­se­gel) mit Hel­le Groß­sil­ber und Adri­an Rest­le (Hat­ten­wei­ler) mit Thü­rin­gern.

Bei den Er­wach­se­nen stan­den nicht die Po­ka­le im Mit­tel­punkt, son­dern net­te Ge­sprä­che und der freund­schaft­li­che Ge­dan­ken­aus­tausch un­ter Züch­ter­kol­le­gen über die Hö­hen und Tie­fen des Züch­te­r­all­tags.

Bür­ger­meis­ter-Stell­ver­tre­ter Pe­ter Frick be­ton­te in sei­nem Gruß­wort der Ge­mein­de eben­falls die Auf­wen­dig­keit des Hob­bys Klein­tier­zucht im gan­zen Jah­res­ver­lauf, das et­wa im Ver­gleich zu an­de­ren sport­li­chen Be­tä­ti­gun­gen wie Fuß­ball kei­ne Aus­zeit zu­lässt. Auch gä­be es we­ni­ger Ge­le­gen­hei­ten, sich und sei­ne Tie­re im Wett­kampf zu mes­sen. Um­so wert­vol­ler sei­en dann Events wie die Jung­tier­schau in Sa­lem, sag­te Frick.

Das nächs­te gro­ße Zu­sam­men­tref­fen im Züch­ter­wett­kampf in Sa­lem fin­det am Sams­tag und Sonn­tag, 18. und 19. No­vem­ber, bei der Lo­kal­schau für Ka­nin­chen und Ge­flü­gel statt, be­vor es dann im De­zem­ber zu den deut­schen Meis­ter­schaf­ten geht.

FO­TO: PR

Jung­züch­te­rin Lin­da Fins­ter­wald aus Bug­gen­se­gel schaut dem Preis­rich­ter bei der Be­wer­tung ge­nau auf die Fin­ger.

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