Schlau­es Haus für Si­cher­heit und Kom­fort

Im Al­ter sind es oft die Klei­nig­kei­ten, die das Le­ben im ei­ge­nen Haus er­schwe­ren – Hier kön­nen neue Tech­no­lo­gi­en hel­fen

Schwaebische Zeitung (Markdorf) - - Senioren - Von Si­mo­ne Andrea May­er

mit­hil­fe von Be­we­gungs­mel­dern oder ei­ner Über­wa­chungs­ka­me­ra am Ein­gang. Sen­so­ren schla­gen Alarm, wenn man das Haus ver­lässt und Fens­ter ste­hen noch of­fen.

„Aber da­zu ge­hört auch die Licht­steue­rung im Haus, um si­che­rer ge­hen zu kön­nen“, er­klärt die Wohn­ex­per­tin. So ge­hen et­wa im Flur Leuch­ten au­to­ma­tisch an, wenn man ihn be­tritt. Wer schlecht zu Fuß ist, sich ab­stüt­zen muss, viel­leicht so­gar an Krü­cken geht, hat Vor­tei­le: Man muss nicht auch noch ei­nen Licht­schal­ter drü­cken.

Auch man­cher Schrank macht in­zwi­schen selbst­stän­dig Licht, öff­net man sei­ne Tür. „Das ist hilf­reich, denn im Al­ter er­ken­nen die Au­gen die Kon­tras­te nicht mehr so gut“, er­läu­tert Geis­mann. Be­leuch­tung des Re­gals er­leich­tert dann die Aus­wahl der Gar­de­ro­be. Sol­che Klei­nig­kei­ten hel­fen da­bei, dass man län­ger zu Hau­se woh­nen kann.

„Na­tür­lich kann man das noch viel wei­ter­trei­ben, et­wa bei der Pfle­ge von De­menz­pa­ti­en­ten: Es gibt An­we­sen­heits­kon­trol­len, die mir et­wa zei­gen, wo der Va­ter im Haus ist“, er­klärt Geis­mann. Und schlaue Ba­de­zim­mer­spie­gel mit ein­ge­bau­ten Bild­schir­men kön­nen Be­woh­ner zum Bei­spiel an die Ein­nah­me von Ta­blet­ten er­in­nern.

„Es gibt Sen­sor­bö­den, die fest­stel­len, ob je­mand nor­mal über den Bo­den läuft oder dar­auf stürzt“, be­rich­tet Bernd De­chert, Ge­schäfts­füh­rer Tech­nik und Be­rufs­bil­dung im Zen­tral­ver­band der Deut­schen Elek­tro- und In­for­ma­ti­ons­tech­ni­schen Hand­wer­ke (ZVEH).

Sen­so­ren ent­spre­chend den in­di­vi­du­el­len Be­dürf­nis­sen

„Künf­tig wird sich das ge­sam­te Haus so mit Sen­so­ren be­stü­cken las­sen, dass ein In­di­vi­dua­li­täts­mo­ni­to­ring mög­lich ist“, sagt De­chert mit Blick in ei­ne na­he Zu­kunft. Dann kön­ne je­der Mensch – pas­send zu sei­nen Ge­wohn­hei­ten und Krank­hei­ten – zu Hau­se un­ter­stützt wer­den.

Wer et­was Geld in­ves­tie­ren kann und Auf­wand nicht scheut, der fin­det schon jetzt ge­ra­de für das Ba­de­zim­mer hilf­rei­che Lö­sun­gen: Zum Bei­spiel hö­hen­ver­stell­ba­re Toi­let­ten, die ih­ren Nut­zer er­ken­nen und sich auf ihn ein­stel­len. Jens J. Wisch­mann von der Ver­ei­ni­gung Deut­sche Sa­ni­tär­wirt­schaft ver­weist in dem Zu­sam­men­hang auf Dusch-WCs. „Hier kann man au­to­ma­ti­sche Rei­ni­gungs­pro­gram­me ab­ru­fen – was viel­leicht sinn­voll ist, wenn je­mand nicht mehr aus­rei­chend be­weg­lich ist, um sich über­all selbst zu wa­schen.“

Wer das Ge­bäu­de al­ters­ge­recht um­baut – und die Mög­lich­keit hat, un­ter die Wän­de und an die Elek­tro­in­stal­la­ti­on zu ge­hen –, kann den Fach­mann auch ei­nen zen­tra­len Aus­schal­ter na­he der Haus­tür in­stal­lie­ren las­sen. Über ihn las­sen sich beim Ver­las­sen des Hau­ses al­le Ge­rä­te aus­schal­ten. Das bie­te sich et­wa bei Neu- und Um­bau­ten an, er­klärt Wei­delt.

Aber das schlaue Woh­nen muss nicht gro­ße Um­bau­ten um­fas­sen: Wohn­ex­per­tin Geis­mann schätzt auch Ra­sen- oder Sau­g­ro­bo­ter als smar­te Hel­fer im All­tag. Auch vie­le Mö­bel ha­ben schlaue Funk­tio­nen: Bet­ten mit elek­tri­schen Auf­steh­hil­fen zum Bei­spiel, sagt Geis­mann. „Auch das ist für mich ein Smar­tho­me.“(dpa)

FO­TO: INA FASSBENDER/DPA

Staub­sau­ger-Ro­bo­ter kön­nen Se­nio­ren Haus­ar­beit ab­neh­men. Ih­re Pro­gram­me sor­gen da­für, dass sie re­gel­mä­ßig den gan­zen Raum ab­fah­ren.

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