Stadt­wald ge­deiht auf mehr als 400 Hekt­ar

Ge­mein­de­rat be­schließt Be­wirt­schaf­tungs­plan für das nächs­te Jahr­zehnt

Schwaebische Zeitung (Markdorf) - - Markdorf - Von Ju­lia Frey­da

- Ei­nen gu­ten Zu­stand des Stadt­wal­des hat For­stein­rich­ter Andre­as Ka­phe­gyi vom Re­gie­rungs­prä­si­di­um dem Ge­mein­de­rat am Di­ens­tag­abend be­stä­tigt. Nach ei­ner Be­sich­ti­gung des Fors­tes mit Stadt­förs­ter Jörn Bur­ger im Be­reich Al­ler­hei­li­gen stell­te Ka­phe­gyi die wei­te­ren Be­wirt­schaf­tungs­plä­ne in der Sit­zung vor.

Al­le zehn Jah­re muss ei­ne Kom­mu­ne ei­ne so­ge­nann­te For­stein­rich­tung ma­chen und Plä­ne für die wei­te­re Be­wirt­schaf­tung des Fors­tes fest­le­gen. Im ver­gan­ge­nen Jahr­zehnt ist der Stadt­wald um 1,7 Hekt­ar auf 408,1 Hekt­ar Ge­samt­flä­che an­ge­wach­sen.

Das Baum­ar­ten­ver­hält­nis liegt bei 54 Pro­zent Na­del­holz und 46 Pro­zent Laub­holz. Der Rück­gang des Na­del­hol­zes um vier Pro­zent liegt über­wie­gend am Ver­lust der Fich­te. Zu­dem hat aber et­wa der Be­stand von Berg­ahorn zu­ge­nom­men.

„Die Flä­che der Ver­jün­gung, al­so der Baum­be­stand, der be­reits un­ter den äl­te­ren Bäu­men als neue Ge­ne­ra­ti­on her­an­wächst, hat er­freu­li­cher­wei­se zu­ge­nom­men“, be­rich­tet Ka­phe­gyi. Er de­cke über die Hälf­te der äl­te­ren Be­stän­de ab. Der For­stein­rich­ter hat aber auch Sor­gen: Ver­biss be­hin­de­re vor al­lem das Wachs­tum von Tan­ne und Berg­ahorn. Durch das Eschen­triebst­er­ben wür­de wert­vol­ler Be­stand abst­er­ben. „Die Baum­art wird vor­aus­sicht­lich ganz aus dem Be­trieb ver­schwin­den“, sag­te Ka­phe­gyi.

Der im ver­gan­ge­nen Jahr­zehnt ge­plan­te Hieb­satz in Hö­he von 56 000 Ern­te­fest­me­tern wur­de na­he­zu er­füllt. 21 Pro­zent da­von ent­fal­len al­ler­dings auf zu­fäl­li­ge Nut­zung wie Dür­re, Sturm und Kä­fer­be­fall. „Das ist ei­ne be­acht­li­che Men­ge für ei­nen Zei­t­raum oh­ne grö­ße­ren Sturm.“

In al­len Jah­ren konn­te mit durch­schnitt­lich 81 000 ein po­si­ti­ves Be­triebs­er­geb­nis er­wirt­schaf­tet wer­den. Der neue Hieb­satz für die kom­men­den zehn Jah­re liegt bei 50 000 Ern­te­fest­me­tern pro Jahr. Zu­dem ist ge­plant, den An­teil von Fich­ten und Stark­holz zu re­du­zie­ren, um auch das Ri­si­ko im Be­stand zu ver­rin­gern. Die ge­plan­te Nut­zung liegt zwar über dem Zu­wachs­ni­veau und führt kurz­fris­tig zu ei­nem Ab­bau des Vor­rats. Die­ser wer­de aber durch Wach­sen der zahl­rei­chen Jung­be­stän­de wie­der aus­ge­gli­chen. Ins­ge­samt sind im Jahr­zehnt 55 Hekt­ar Neu­pflan­zung vor­ge­se­hen. Um Schutz vor Ver­biss zu schaf­fen, sind auf 2,2 Hekt­ar Zäu­ne ge­plant.

Stadt­förs­ter Bur­ger sprach beim Wald­be­gang auch ak­tu­el­le Sor­gen an. Auf­grund der Tro­cken­heit er­war­te er Pro­ble­me mit Kä­fern. Zu­dem wies er dar­auf hin, dass für die ge­stie­ge­nen Auf­ga­ben im Forst we­nig Per­so­nal zur Ver­fü­gung ste­he.

Ein­stim­mig vo­tier­te der Ge­mein­de­rat für die vor­ge­stell­ten Plä­ne zur wei­te­ren Be­wirt­schaf­tung des Stadt­wal­des.

FO­TO: JU­LIA FREY­DA

For­stein­rich­ter Andre­as Ka­phe­gyi und Stadt­förs­ter Jörn Bur­ger zei­gen die ak­tu­el­le Kar­te des Stadt­wal­des.

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