Neu­bau­ge­biet in Ste­fans­feld wird kon­kre­ter

Gemeinderat gibt über­ar­bei­te­ten Ent­wurf für die öf­fent­li­che Aus­la­ge frei

Schwaebische Zeitung (Markdorf) - - Markdorf/deggenhausertal/service - Von Mar­vin We­ber

- Am nord­öst­li­chen Orts­rand von Ste­fans­feld soll ein neu­es Bau­ge­biet mit ins­ge­samt 68 Bau­plät­zen ent­ste­hen. Der über­ar­bei­te­te Ent­wurf des Be­bau­ungs­plans für das 5,5 Hekt­ar gro­ße Neu­bau­ge­biet liegt nach der er­neu­ten Be­spre­chung im Gemeinderat für ei­nen Mo­nat öf­fent­lich aus.

Der Über­lin­ger Städ­te­pla­ner Hel­mut Horn­stein stell­te den Ge­mein­de­rä­ten den leicht ab­ge­än­der­ten Ent­wurf für das Neu­bau­ge­biet un­weit des Ede­ka und der Fir­ma Kug­ler vor. Um mehr Platz für Grün­flä­chen und den Spiel­platz zu er­mög­li­chen, be­inhal­tet der über­ar­bei­te­te Ent­wurf nur noch 62 Bau­plät­ze für Ein­fa­mi­li­en­häu­ser – zu­vor wa­ren es noch 66 Bau­plät­ze. Zu­dem sind in dem Ge­biet nach wie vor sechs drei­stö­cki­ge Mehr­fa­mi­li­en­häu­ser ge­plant. Die Ein­fa­mi­li­en­häu­ser sol­len ma­xi­mal zwei Stock­wer­ke ha­ben. Zu­dem ist in dem über­ar­bei­te­ten Plan im Nord­wes­ten des Bau­ge­biets nun ei­ne Flä­che für ei­nen Kin­der­gar­ten ein­ge­plant, der sich ne­ben dem Spiel­platz und dem Park­platz mit 40 Stell­plät­zen be­fin­det. Zu­dem sei­en in dem neu­en Plan noch ein­mal mehr Grün­flä­chen ein­ge­plant, so Horn­stein.

Ar­chi­tekt Horn­stein stell­te die rund 50-sei­ti­ge Syn­op­se zu dem Ent­wurf des Be­bau­ungs­plan im Gre­mi­um vor, in die al­le Stel­lung­nah­men so­wohl von öf­fent­li­cher als auch von pri­va­ter Sei­te auf­ge­ar­bei­tet wur­den. Größ­ter Streit­punkt sei das The­ma Lärm und die Ein­hal­tung der ent­spre­chen­den Grenz­wer­te zwi­schen der Ge­mein­de­ver­wal­tung und der Fir­ma Kug­ler ge­we­sen, wie auch aus den Un­ter­la­gen der Syn­op­se her­vor­geht. „Wir ha­ben uns mit den Ver­ant­wort­li­chen mit­tels ei­nes Ver­tra­ges ge­ei­nigt“, sag­te Bür­ger­meis­ter Man­fred Här­le zu der The­ma­tik. An­trag, die First­hö­he um ein­ein­halb Me­ter zu re­du­zie­ren, wur­de knapp, mit acht Nein-Stim­men, sie­ben Ja-Stim­men und drei Ent­hal­tun­gen, ab­ge­lehnt.

Pe­tra Her­ter (CDU) ent­geg­ne­te, dass ei­ne „Be­schat­tung“durch die fle­xi­blen Bau­fens­ter ver­mie­den wer­den kön­ne. Ähn­li­cher Meinung war auch Ul­rich Kö­nig (FDP): „Je­der der Bau­her­ren kann sich fle­xi­bel und in­di­vi­du­ell auf sei­nem Grund­stück ver­wirk­li­chen. Ich den­ke auch nicht, dass je­des der Häu­ser zwei Stock­wer­ke ha­ben wird. Es ist ein sehr schö­nes Bau­ge­biet.“Auch von Ur­su­la He­f­ler (Freie Wäh­ler) gab es Lob: „Ich kann mit dem ak­tu­el­len Plan sehr gut le­ben. Al­le Än­de­rungs­wün­sche des Ge­mein­de­rats wur­den hier be­rück­sich­tigt.“Ul­ri­ke Len­ski (Grü­ne of­fe­ne Lis­te) stimm­te, mit Vor­an­kün­di­gung, er­neut ge­gen die Plä­ne für das Neu­bau­ge­biet: „Ich ha­be die Neu­aus­wei­sung von An­fang nicht be­für­wor­tet und wer­de auch heu­te da­ge­gen stim­men“, sag­te Len­ski. Sie kri­ti­sier­te, dass man mit der ge­rin­gen An­zahl von Mehr­fa­mi­li­en­häu­sern dem Druck auf dem Woh­nungs­markt nicht ge­recht wer­de.

Für das Neu­bau­ge­biet muss die Ge­mein­de rund 360 000 Öko­punk­te in­ves­tie­ren. Die­se wol­le die Ver­wal­tung von der Mark­gräf­lich Ba­di­schen Ver­wal­tung er­wer­ben, wie Bür­ger­meis­ter Här­le er­klär­te.

GRA­FIK: PR

Bei den an­schlie­ßen­den Stel­lung­nah­men der Ge­mein­de­rä­te wur­de noch­mals über die Hö­he der Ein­fa­mi­li­en­häu­ser dis­ku­tiert. Ste­pha­nie Stras­ser (Freie Wäh­ler) merk­te an, dass die Häu­ser mit ei­ner First­hö­he von 9,50 Me­ter zu hoch sei­en und so­mit ei­ni­ge der Grund­stü­cke zu we­nig Son­nen­licht ab­be­kom­men wür­den. Stras­sers So sieht der ak­tu­el­le Plan für das Neu­bau­ge­biet in Ste­fans­feld aus.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.