Plä­ne für Trau­be-Are­al wer­den über­ar­bei­tet

Run­der Tisch ei­nigt sich auf Än­de­run­gen – Neu­bau un­ter­schei­det sich nur in Gestal­tung vom Ur­sprungs­plan

Schwaebische Zeitung (Markdorf) - - Friedrichshafen -

(ras) - Der Zoff mit dem Ort­schafts­rat ist be­en­det. In Kluft­ern wird die Städ­ti­sche Woh­nungs­bau­ge­sell­schaft (SWG) auf dem ehe­ma­li­gen Trau­be-Are­al ein Wohn- und Ge­schäfts­haus bau­en, das in Grö­ße und Um­fang kaum von den ur­sprüng­li­chen Plä­nen ab­weicht. Der Ort­schafts­rat hat­te sich ge­schlos­sen ge­gen die­se Plä­ne ge­wandt, wes­we­gen ein run­der Tisch ein­be­ru­fen wur­de. Der ist jetzt zu ei­nem po­si­ti­ven Er­geb­nis ge­kom­men, schreibt die Stadt­ver­wal­tung.

An die­sem Tisch nah­men der Ort­schafts­rat, die Orts­ver­wal­tung, die Stadt­ver­wal­tung, die SWG als Bau­herr so­wie zwei aus­wär­ti­ge von der Stadt und dem Ort­schafts­rat be­stell­te Architekten so­wie Ers­ter Bür­ger­meis­ter Ste­fan Köh­ler, Orts­vor­ste­her Micha­el Nach­baur und SWG-Ge­schäfts­füh­rer Paul Stamp­fer Platz.

„Zen­tra­le Kri­tik­punk­te wa­ren Grö­ße, Po­si­tio­nie­rung, Ge­bäu­de­und Fas­sa­den­ge­stal­tung. Bei den Be­ra­tun­gen konn­te ein ein­ver­nehm­li­ches Er­geb­nis er­zielt und ver­ein­bart wer­den, dass die Plä­ne über­ar­bei­tet wer­den sol­len. Der run­de Tisch wird die neu­en Plä­ne noch­mals durch­se­hen und be­wer­ten, be­vor die Pla­nung er­neut im Ort­schafts­rat vor­ge­stellt wer­den wird“, schreibt die Stadt­ver­wal­tung.

Blick auf Kir­che nicht wich­tig

„Wir ha­ben uns auf ein Ge­bäu­de ei­ni­gen kön­nen, das in Hö­he und Ku­ba­tur in et­wa dem Ge­plan­ten gleicht. Es be­kommt aber ei­ne an­de­re Fas­sa­den­ge­stal­tung“, sagt Ste­fan Köh­ler. Das neue Ge­bäu­de sol­le ein star­ker Ori­en­tie­rungs­punkt für die künf­ti­ge Ent­wick­lung der bis­her we­nig ein­heit­li­chen Orts­mit­te Kluft­ern wer­den. Da­bei könn­ten bis­he­ri­ge Sicht­be­zie­hun­gen nicht der Maß­stab für die wei­te­re Ent­wick­lung sein. Ge­meint ist da­mit in ers­ter Li­nie, dass die Kri­tik, man kön­ne durch die­ses ho­he Ge­bäu­de nicht mehr vom Kreis­ver­kehr aus auf die Kir­che schau­en, städ­te­bau­lich kei­ne Be­deu­tung hat. Viel­mehr sei wich­tig, so die aus­wär­ti­gen Stadt­pla­ner und Architekten, dass die Kir­chen­be­su­cher, die aus der Kir­che kom­men, ei­nen Platz vor­fin­den, der nicht durch klei­ne und un­struk­tu­rier­te Ge­bäu­de, son­dern durch ein ge­schlos­se­nes Kon­zept cha­rak­te­ri­siert ist.

Die Po­si­tio­nie­rung des Ge­bäu­des soll da­her wie ge­plant blei­ben, da sie als städ­te­bau­lich sinn­voll er­ach­tet wer­de und ei­ne Auf­wei­tung in Rich­tung Platz er­lau­be. Al­ler­dings soll die Erd­ge­schoss­fuß­bo­den­hö­he (EFH) um et­wa 50 Zen­ti­me­ter nach un­ten und da­mit auf Stra­ßen­ni­veau ge­setzt wer­den. So kann er­reicht wer­den, dass die Tief­ga­ra­ge an der Gan­golf­stra­ße an der Süd­ost-Sei­te des Ge­bäu­des nicht in Er­schei­nung tritt und das Ge­bäu­de dort auch nicht auf ei­ner Art So­ckel steht. Da­mit trotz­dem die Zu­fahrt zur Tief­ga­ra­ge funk­tio­nie­re, müs­se even­tu­ell das Ge­bäu­de et­was ge­kürzt oder im Erd­ge­schoss auf ei­nen Teil der Nutz­flä­che ver­zich­tet wer­den. Es wur­de ver­ein­bart, dass da­durch weg­fal­len­de Flä­chen im An­bau im Erd­ge­schoss un­ter­ge­bracht wer­den könn­ten.

„Auch die Grund­sät­ze für die Fas­sa­de und die Gestal­tung des Ge­bäu­des wur­den ein­ver­nehm­lich ab­ge­stimmt: Zur Stra­ße hin soll auf ei­ne star­ke Dif­fe­ren­zie­rung, et­wa durch die ur­sprüng­lich vor­ge­se­he­ne Ver­gla­sung ei­nes Trak­tes, ver­zich­tet wer­den. Auch an den rück­wär­ti­gen Haus­ecken soll auf Ein­schnit­te oder Rück­sprün­ge ver­zich­tet wer­den. Die zu­nächst vor­ge­se­he­nen Lau­ben­gän­ge sol­len neu ge­plant wer­den“, schreibt die Stadt­ver­wal­tung. . Au­ßer­dem sol­le auf ei­nen Dach­über­stand ver­zich­tet wer­den, ei­ne grö­ße­re Dach­nei­gung sei da­ge­gen denk­bar. Ziel sei ei­ne ins­ge­samt ein­heit­li­che­re Gestal­tung mit prä­gnan­ter Glie­de­rung der Fas­sa­den und des ge­sam­ten Ge­bäu­des.

Die Plä­ne wer­den nun er­neut aus­ge­ar­bei­tet und dem run­den Tisch vor­ge­legt, be­vor der Ort­schafts­rat dar­über be­rät.

FO­TO: RALF SCHÄ­FER

Der Run­de Tisch, an dem es um die Be­bau­ung des Trau­be-Are­als ging, hat sich auf ei­ne Be­bau­ung ge­ei­nigt, die nur mar­gi­nal von dem ur­sprüng­li­chen Plan ab­weicht.

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