Po­len treibt Jus­tiz­re­form vor­an

Schwaebische Zeitung (Markdorf) - - Nachrichten & Hintergrund -

(dpa) - Po­lens Re­gie­rung hat sei­ne um­strit­te­ne Jus­tiz­re­form trotz Sank­ti­ons­dro­hun­gen der EU-Kom­mis­si­on vor­an­ge­trie­ben. Nach ei­ner nächt­li­chen Über­ar­bei­tung im Aus­schuss nahm das Par­la­ment am Don­ners­tag den nach­ge­bes­ser­ten Ge­setz­ent­wurf zur Neu­ord­nung des Obers­ten Ge­richts an. Die Re­form der mit ab­so­lu­ter Mehr­heit re­gie­ren­den Par­tei Recht und Ge­rech­tig­keit (PiS) stellt nach An­sicht von Kri­ti­kern ei­ne Ge­fahr für die Un­ab­hän­gig­keit von Po­lens Jus­tiz dar. Sor­gen be­rei­tet ih­nen auch die be­reits vom Se­nat ge­bil­lig­te Än­de­rung bei der Zu­sam­men­set­zung des Lan­des­rich­ter­rats (KRS), ei­nes Ver­fas­sungs­or­gans zur Wah­rung der Un­ab­hän­gig­keit der Jus­tiz. Op­po­si­ti­on und Kom­mis­si­on fürch­ten ei­ne Ein­fluss­nah­me der Re­gie­ren­den auf Rich­ter und Ge­rich­te. Dem nun nach­ge­bes­ser­ten Ge­setz zum Obers­ten Ge­richt müs­sen noch der Se­nat, in dem die Na­tio­nal­kon­ser­va­ti­ven eben­falls die Mehr­heit ha­ben, so­wie Prä­si­dent An­drzej Du­da zu­stim­men.

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