Spiel­platz soll end­lich schö­ner wer­den

Dai­sen­dor­fer Müt­ter be­wer­ben sich bei der Ak­ti­on „Spiel­platz schö­ner ma­chen“

Schwaebische Zeitung (Markdorf) - - Meersburg/überlingen - Von Na­di­ne Sapot­nik

- Wenn Ele­na Wuss­ler mit ih­ren bei­den Kin­dern auf ei­nen schö­nen Spiel­platz möch­te, fährt die Dai­sen­dor­fe­rin oft bis nach Bod­man und Lud­wigs­ha­fen. Auf den Spie­lund Sport­platz am Schüt­zen­haus in Dai­sen­dorf kommt sie sel­te­ner. „Der Platz ist zwar to­tal schön, aber lei­der ver­al­tet. Man merkt, dass hier schon lan­ge nichts ge­tan wur­de“, sagt Wuss­ler. Des­halb hat sie sich ge­mein­sam mit ih­rer Be­kann­ten Ni­co­le Speck bei der Ak­ti­on „Spiel­platz schö­ner ma­chen“von der Su­per­markt­ket­te Ede­ka be­wor­ben.

Ge­win­nen die bei­den Müt­ter mit ih­rem Vor­schlag für Dai­sen­dorf, be­kom­men sie 50 000 Eu­ro zur Ver­fü­gung ge­stellt, um den Spie­platz neu her­zu­rich­ten und neue Spiel­ge­rä­te an­zu­schaf­fen. Auch den zweit- bis neunt­plat­zier­ten winkt je ei­ne Ge­winn­sum­me von bis zu 5000 Eu­ro. Mit ei­nem Vi­deo und ei­ner Idee muss­ten sich die Teil­neh­mer be­wer­ben. Nun kann im In­ter­net ab­ge­stimmt wer­den. „Es zählt wirk­lich je­de Stim­me“, sagt Wuss­ler.

Ein al­tes The­ma

Schon lan­ge ist die Gestal­tung des Sport-und Spiel­plat­zes The­ma in der Ge­mein­de. Doch da­bei ist es bis­her ge­blie­ben, von den Ide­en und Ver­spre­chun­gen ist bis­her nichts um­ge­setzt wor­den. Im Früh­jahr hat­te die Ge­mein­de an ei­nem Frei­tag­abend ins Rat­haus ein­ge­la­den, um dort ge­mein­sam mit den Bür­gern Ide­en zu sam­meln, wie der Platz künf­tig aus­se­hen könn­te. „Der Ter­min war lei­der an ei­nem Frei­tag­abend um 19 Uhr“, sagt Wuss­ler. „Zu die­sem Ter­min kön­nen die we­nigs­ten Müt­ter“. Trotz­dem ha­be Wuss­ler ei­nen Vor­schlag ein­ge­reicht. Be­reits im Mai 2015 hat­te Wuss­ler ge­mein­sam mit an­de­ren El­tern ei­nen Brief an Bür­ger­meis­ter Frank Lem­ke und den Ge­mein­de­rat ver­fasst. Da­rin bit­ten sie, die Spiel­platz­si­tua­ti­on in Dai­sen­dorf noch ein­mal zu über­den­ken und stel­len dar, wel­che Be­deu­tung die­se Or­te für die Kin­der aus dem Ort ha­ben und auch für die, die als Gäs­te in der Ge­mein­de sind. Ei­ne Ant­wort be­ka­men sie nie.

Wuss­ler und Speck wür­den ger­ne ei­ni­ge al­te Spiel­ge­rä­te, die ma­ro­de zu sein schei­nen, ge­gen neue aus­tau­schen. „Wir hät­ten auch ger­ne ein Son­nen­se­gel über dem Sand­kas­ten und ei­ne Bank da­vor“, sagt die 32Jäh­ri­ge. Au­ßer­dem wün­schen sie sich ei­nen Bi­ber­bau mit Rut­sche, in dem die Kin­der hin­ein­klet­tern und an dem sie hoch­klet­tern kön­nen, so­wie ei­ne brei­te Ele­fan­ten­rut­sche an den Stu­fen, auf der klei­ne Kin­der mit ih­ren El­tern ge­mein­sam rut­schen kön­nen. „Wir fän­den auch Rei­fen­schau­keln toll, die sind ein­fach mal was an­de­res“, sagt Wuss­ler.

Wuss­ler hofft, dass der Platz, wenn er um­ge­stal­tet wird, auch wie­der neu be­lebt wird. „Hier trifft man fast nie je­man­den“, sagt sie. „Man muss sich schon kon­kret ver­ab­re­den.“Und das sei wirk­lich scha­de, zu­mal der Platz wirk­lich viel Po­ten­zi­al ha­be. „Durch den an­gren­zen­den Wald und auch durch die Gast­stät­te kann man hier wirk­lich sehr viel ma­chen“, sagt sie.

FO­TOS: SAPOT­NIK

Das al­te Ka­rus­sell auf dem Spiel­platz ros­tet schon. Ele­na Wuss­ler fin­det es zu­dem sehr ge­fähr­lich für Kin­der, die dar­an vor­bei­lau­fen.

Die Klet­ter­stan­gen ha­ben auch schon bes­se­re Zei­ten er­lebt.

Die Sand­kis­te steht in der pral­len Son­ne und bräuch­te ein Son­nen­se­gel.

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