Mit 66 Jah­ren ist end­gül­tig Schluss

Emil Bau­scher, Rek­tor der Ge­mein­schafts­schu­le in Sa­lem, wird of­fi­zi­ell in den Ru­he­stand ver­ab­schie­det

Schwaebische Zeitung (Markdorf) - - Salem/deggenhausertal - Von Mar­vin We­ber

SA­LEM - „Mit 66 Jah­ren, da fängt das Le­ben an“, sang einst Udo Jür­gens über den Ru­he­stand. Die­ses Mot­to hat das Leh­rer­kol­le­gi­um der Ge­mein­schafts­schu­le in Sa­lem eben­falls zum An­lass ge­nom­men, um ih­rem schei­den­den Rek­tor Emil Bau­scher ein Ab­schieds­lied zu sin­gen. Nach zwölf Jah­ren als Schul­lei­ter wur­de der ge­bür­ti­ge Mark­dor­fer am Frei­tag­nach­mit­tag im Dorf­ge­mein­schafts­haus in Mim­men­hau­sen of­fi­zi­ell in den Ru­he­stand ver­ab­schie­det.

Mit ei­nem bun­ten Pro­gramm aus klei­nen Dar­bie­tun­gen der Schü­ler, der Leh­rer und vie­len war­men Wor­ten wür­dig­ten die An­we­sen­den Bau­schers Wir­ken an der Schu­le in Sa­lem. „Er hat die Ve­rän­de­run­gen in der Schul­land­schaft früh­zei­tig er­kannt, dar­auf re­agiert und ist dann kon­se­quent auf sei­nem Weg ge­blie­ben“, sag­te Kon­rek­to­rin Karin Hie­stand. Auch Bür­ger­meis­ter Man­red Här­le fand vie­le lo­ben­de Wor­te für den 66-Jäh­ri­gen. „Du hast Ent­wick­lun­gen und Ve­rän­de­run­gen in den zwölf Jah­ren am Bil­dungs­zen­trum an­ge­sto­ßen, die an­de­re nicht in ih­rem ge­sam­ten Le­ben rea­li­siert hät­ten“, sag­te Här­le vor al­lem mit Blick auf die Ein­rich­tung der Ge­mein­schafts­schu­le, die vor dem Start im Jahr 2014 für viel Kri­tik ge­sorgt hat­te. Be­son­ders für das zwei­jäh­ri­ge „Nach­sit­zen“dank­te Här­le dem Rek­tor. Bau­scher hät­te be­reits vor zwei Jah­ren in den Ru­he­stand ge­hen kön­nen, ver­län­ger­te je­doch sei­ne Amts­zeit, um die Ge­mein­schafts­schu­le in ge­fes­tig­ten Struk­tu­ren zu ver­las­sen. „Nach 52 Be­rufs­jah­ren im öf­fent­li­chen Di­enst hat Emil Bau­scher mit dem kraft­vol­len Um- und Aus­bau der Schu­le sein Meis­ter­stück ab­ge­legt“, sag­te Kurt Cas­pa­ri vom staat­li­chen Schul­amt Mark­dorf.

Der ei­gent­li­che Prot­ago­nist des Abends be­dank­te sich ganz zum En­de der Ver­an­stal­tung bei al­len An­we­sen­den, den Schü­lern und bei al­len, die zu sei­ner „un­ver­gess­li­chen Ver­ab­schie­dungs­fei­er“bei­ge­tra­gen ha­ben. Auch wenn sein Weg nicht im­mer leicht ge­we­sen ist, wie er Xa­vier Nai­doos Song „Die­ser Weg“zi­tier­te, sei der Be­ruf des Leh­rers und Schul­lei­ters für ihn ei­ne Ar­beit ge­we­sen, die in zur volls­ten Zuf­rie­den­heit er­füllt ha­be, so Bau­scher.

Sei­ne Schul­lauf­bahn be­gann er nach dem Stu­di­um an der päd­ago­gi­schen Hoch­schu­le in Weingarten an der Bo­den­see-Schu­le St. Mar­tin in Fried­richs­ha­fen. An­schlie­ßend folg­ten vier Jah­re an der Grund- und Haupt­schu­le in Leut­kirch-Wuch­zen­ho­fen. Da­nach zog es den Deut­schund Ge­schichts­leh­rer wie­der zu­rück in den Bodenseekreis und er lei­te­te 15 Jah­re die Grund- und Haupt­schu­le in Im­men­staad. Im Jahr 2005 wech­sel­te Bau­scher dann an das Bil­dungs­zen­trum nach Sa­lem.

Nach­fol­ge­rin des Rek­tors wird die Sa­le­me­rin Bet­ti­na Sch­ap­peler. Sch­ap­peler war bis zu die­sem Som­mer Un­ter­richts­lei­te­rin der Mit­tel­stu­fe an der Schu­le Schloss Sa­lem und hat die Schü­ler der Klas­sen acht bis zehn be­treut. Sie war 13 Jah­re an der Schu­le tä­tig und die ein­zi­ge Be­wer­be­rin, die sich in ei­ner nicht­öf­fent­li­chen Sit­zung des Ge­mein­de­rats vor­ge­stellt hat­te.

FO­TO: MAR­VIN WE­BER

Bür­ger­meis­ter Man­fred Här­le (rechts) über­reicht Emil Bau­scher und sei­ner Frau Chris­ti­ne ein klei­nes Ge­schenk und Blu­men zum Ab­schied im Dorf­ge­mein­schafts­haus in Mim­men­hau­sen.

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