Was Fahr­rad­käu­fer über den Rah­men wis­sen müs­sen

Alu­mi­ni­um hat Stahl weit­ge­hend ver­drängt – Der Werk­stoff gilt als leicht, be­zahl­bar und lang­le­big

Schwaebische Zeitung (Markdorf) - - Auto & Verkehr -

der Ge­schmack an klas­si­schen Renn­rä­dern der 1930er- bis 1980er-Jah­re mit ih­ren dün­nen und ele­gan­ten Stahl­roh­ren. Ori­gi­na­le sind be­gehrt: „Wie bei ei­nem al­ten Fer­ra­ri oder Por­sche wer­den für ei­ni­ge Mo­del­le Prei­se weit über dem Neu­preis ge­zahlt“, sagt Götz. Ei­ni­ge Fir­men bau­en die­se Op­tik heu­te in Stahl nach. Au­ßer­dem grei­fen Rah­men­bau­er, die Fahr­rä­der nach Maß an­fer­ti­gen, gern auf Stahl zu­rück, weil sie ihn ver­gleichs­wei­se ein­fach und un­kom­pli­ziert ver­ar­bei­ten kön­nen.

In­tel­li­gen­te Alu­kon­struk­ti­on

leich­ter, fes­ter und stei­fer zu sein. „Ein Wett­kampf­rah­men wiegt nicht mehr als 800 Gramm“, sagt Fehlau. Das sei das Ge­wicht ei­ner Stahl­ga­bel al­lein. Auf Car­bon ra­sen die Pro­fis mit über 100 km/h den Berg hin­ab.

Bei Ci­ty-Bi­kes spielt der Werk­stoff eher kei­ne Rol­le, weil er für den All­tag zu emp­find­lich ist. Denn je­de Kraft­ein­wir­kung, die nicht dem ei­gent­li­chen Zweck dient, ist laut Götz kri­tisch. Et­wa wenn das Rad auf die Bord­stein­kan­te fällt. Und auch wenn nach Stür­zen nichts zu er­ken­nen ist: Un­sicht­ba­re Mi­kro­ris­se kön­nen die Fol­ge sein. Götz rät da­her, nach ei­nem sol­chen Un­fall so­fort zum Fach­händ­ler zu ge­hen. Denn be­schä­dig­tes Car­bon kann völ­lig un­ver­mit­telt rei­ßen. Vor al­lem bei ho­hen Ge­schwin­dig­kei­ten ist das ex­trem ge­fähr­lich. Zu­dem müs­sen Rad­ler An­bau­tei­le mit ex­akt den vom Her­stel­ler vor­ge­ge­be­nen Dreh­mo­men­ten an­zie­hen. Die­se ste­hen oft­mals di­rekt am Rah­men oder auf den An­bau­tei­len. An­sons­ten kön­nen ir­re­pa­ra­ble Schä­den die Kon­se­quenz sein.

Ein­fa­che Car­bon­mo­del­le sind ab et­wa 1300 Eu­ro zu ha­ben. Bei Renn­rä­dern ab et­wa 2500 Eu­ro auf­wärts ge­winnt Car­bon im­mer mehr Markt­an­tei­le. „Bis zu die­ser Sum­me wür­de ich eher zu Alu­mi­ni­um grei­fen“, rät Fehlau. (dpa)

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