Es müs­sen Ta­ten Deutsch­lands fol­gen

Schwaebische Zeitung (Markdorf) - - MEINUNG & DIALOG - Ben­ja­min Schä­fer, wir freu­en uns über Ih­re Brie­fe. Bit­te ha­ben Sie aber Ver­ständ­nis da­für, dass wir für die Ver­öf­fent­li­chung ei­ne Aus­wahl tref­fen und uns auch Kür­zun­gen vor­be­hal­ten müs­sen. Le­ser­zu­schrif­ten stel­len kei­ne re­dak­tio­nel­len Bei­trä­ge dar. An­onym

Zu den Ar­ti­keln „Vom Work­shop ins Ge­fäng­nis“und „Ber­lin er­höht den Druck auf die Tür­kei“er­reich­te uns die­se Zu­schrift ei­nes Le­sers (21.7.): Es müs­sen end­lich Ta­ten fol­gen. Die tür­ki­sche Re­gie­rung muss die Fol­gen ih­rer „Po­li­tik“zu schme­cken be­kom­men. Es darf nicht stän­dig nur bei Lip­pen­be­kennt­nis­sen der EU und Deutsch­lands blei­ben. Dann soll Er­do­gan halt den Flücht­lings­pakt auf­kün­di­gen, al­les ist bes­ser, als so ei­nem Au­to­kra­ten bei je­der wei­te­ren Un­ver­schämt­heit sei­ner­seits wei­ter die Stie­fel zu le­cken und zu hof­fen, dass am En­de al­les gut wird. Das wird es nicht.

Geht es nach Er­do­gan, ver­schwin­den sei­ne Kri­ti­ker (und Men­schen­recht­ler ge­hö­ren da­zu) samt und son­ders auf ewig in dunk­len Zel­len.

Ich fin­de es be­denk­lich, dass sich auch hier bei EU und wei­te­ren ein „Ge­wohn­heits­ef­fekt“ein­setzt und man zwar bei sol­chen Ver­haf­tun­gen zu­nächst to­tal em­pört ist, das Gan­ze aber schon nach kur­zer Zeit wie­der im San­de ver­läuft. Es ist, als wol­le man mit Nord­ko­rea, Sta­lin und Sau­ron an ei­nen Tisch sit­zen und mal über die Frie­dens­fra­ge re­den. So­lan­ge die Ur­he­ber des Un­rechts aber nie Nach­tei­le ha­ben, wer­den sie auch nichts än­dern – war­um soll­ten sie auch?

Un­lin­gen Lie­be Le­se­rin­nen, lie­be Le­ser, Schwä­bi­sche Zei­tung Karl­stra­ße 16 88212 Ra­vens­burg Fax-Nr. 0751 / 295599-1499 Le­ser­brie­fe@schwa­ebi­sche-zei­tung.de

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