Schmerz­haf­te Kon­se­quen­zen

Schwaebische Zeitung (Markdorf) - - MEINUNG & DIALOG -

Zum Streit zwi­schen der Eu­ro­päi­schen Uni­on und Po­len meint die Lon­do­ner Sonn­tags­zei­tung „The Ob­ser­ver“: „Was soll­te die EU tun? Po­lens Re­pu­ta­ti­on als das En­fant ter­ri­b­le Eu­ro­pas ist wohl­be­kannt. Sie ist so­gar noch schlech­ter als je­ne von Vik­tor Or­báns Un­garn, der Po­lens PiS-Re­gie­rung ge­gen­über Brüs­sel den Rü­cken stärkt. Wenn die pol­ni­sche Re­gie­rung wei­ter­macht wie bis­her, be­stün­de die na­he­lie­gen­des­te Op­ti­on da­rin, die fi­nan­zi­el­le Un­ter­stüt­zung für das Land zu kür­zen. Po­len ist mit Ab­stand der größ­te Nutz­nie­ßer von Ko­hä­si­ons­fonds der EU. Wenn pol­ni­sche Po­li­ti­ker wei­ter­hin eu­ro­päi­sche Nor­men ver­let­zen, Ver­pflich­tun­gen wie je­ne zur Auf­nah­me ei­nes be­stimm­ten An­teils an Flücht­lin­gen nicht ein­hal­ten und die An­sich­ten der an­de­ren Mit­glieds­län­der igno­rie­ren, soll­ten die Kon­se­quen­zen klar sein – und schmerz­haft. Deutsch­land hat Vor­schlä­ge zum Ein­frie­ren von Gel­dern für Län­der in Um­lauf ge­bracht, die EU-Stan­dards für Rechts­staat­lich­keit nicht er­fül­len. Im In­ter­es­se ih­rer Glaub­wür­dig­keit muss die EU ge­gen­über PiS-Par­tei­chef Ja­roslaw Kac­zyn­ski und sei­ner Par­tei ei­ne har­te Li­nie fah­ren.“

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