Treff Gren­zen­los fei­ert in­ter­na­tio­na­les Som­mer­fest

Be­geg­nungs­fest fin­det be­reits seit 15 Jah­ren statt – Be­su­cher ver­schie­de­ner Kul­tu­ren tref­fen auf­ein­an­der

Schwaebische Zeitung (Markdorf) - - DEGGENHAUSERTAL/SALEM/BERMATINGEN - Von Clau­dia Paul

SALEM - Bun­te Son­nen­schir­me, Spiel­sa­chen, ein Spe­zia­li­tä­ten­buf­fet und vie­le Men­schen wa­ren deut­li­che An­zei­chen für ein be­son­de­res Er­eig­nis in der Grenz­stra­ße. Vor den Tü­ren des Treff Gren­zen­los hat am Frei­tag das Som­mer­fest statt­ge­fun­den, wel­ches seit 15 Jah­ren ver­an­stal­tet wird. „Wir fei­ern un­ser in­ter­na­tio­na­les Be­geg­nungs­fest“, sag­te Hil­de­gard Sas­se.

Be­geg­nung fän­de im­mer statt und so trä­fen sich am Fest Flücht­lin­ge, de­ren Fa­mi­li­en, Be­treu­ungs­pa­ten und Hel­fer. Aus al­ler Her­ren Län­der stamm­ten die Be­su­cher, un­ter an­de­rem aus Pa­kis­tan, Ko­so­vo, Sy­ri­en, Ru­mä­ni­en, Ukrai­ne, Russ­land und Al­ba­ni­en. „Ich ma­che seit 20 Jah­ren in­ter­kul­tu­rel­le Ar­beit, da ist ei­ne wun­der­ba­re Ent­wick­lung ent­stan­den“, sag­te die Lei­te­rin des Fa­mi­li­en­treffs, der 2018 sein 20-jäh­ri­ges Be­ste­hen fei­ert.

Zwölf Sta­tio­nen für die klei­nen Gäs­te

Ne­ben dem Fest fän­de zwei­mal im Jahr das in­ter­na­tio­na­le Früh­stück statt, wel­ches sich gro­ßer Be­liebt­heit er­freue. Für die Kin­der sei ein Spie­le­par­cours mit zwölf Sta­tio­nen auf­ge­baut wor­den, da­mit kei­ne Lan­ge­wei­le auf­kä­me. Als „Ba­by­sit­ter“fun­gier­te Se­bas­ti­an Klein, der den Ablauf an den Spiel­sta­tio­nen ein we­nig ko­or­di­nier­te und et­was Ru­he in die mun­te­re Schar brach­te. „Das Schö­ne sind die Men­schen in ih­rer Viel­fäl­tig­keit“, so Sas­se. „Ein­fach da sein und zu­hö­ren“, sag­te Re­na­te Gei­ger.

Oft­mals bräuch­ten die Men­schen nur ein of­fe­nes Ohr für ih­re Sor­gen, Pro­ble­me und Nö­te. Wenn er­wünscht und mög­lich hel­fe sie beim Um­gang mit Be­hör­den und Schrift­ver­kehr oder ver­wei­se an die zu­stän­di­ge Stel­le. „Ich bin sehr neu­gie­rig, an­de­re Kul­tu­ren in­ter­es­sie­ren mich“, so Gei­ger, die seit März 2015 eh­ren­amt­lich tä­tig ist. Man ge­be viel, be­kom­me aber un­glaub­lich viel zu­rück. „Die Män­ner ha­ben Re­spekt vor mir“, so die sym­pa­thi­sche Hel­fe­rin. Das lie­ge ver­mut­lich an ih­rem Sta­tus. „Ich bin Oma“, schmun­zel­te Gei­ger. Die Le­cke­rei­en vom Buf­fet schme­cken lie­ßen sich die Kin­der Wla­dislaw, An­ton und Nurm­u­ham­met. „Dau­men hoch“be­fand das lus­ti­ge Trio und mampf­te Mi­ni­piz­zen, Ku­chen und Obst­stü­cke. Im Schat­ten der Bäu­me auf der grü­nen Wie­se fei­er­ten die Gäs­te ver­schie­de­ner Na­tio­nen ihr Fest, tausch­ten sich aus und führ­ten net­te Ge­sprä­che mit den Nach­barn.

FO­TO: CLAU­DIA PAUL

Was­ser­spie­le und Kin­der fin­den im­mer zu­sam­men, wie hier beim Som­mer­fest.

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