Pa­ter Barth fei­ert sein gol­de­nes Pries­ter­ju­bi­lä­um

Pfar­rer Mat­thi­as Schnei­der: „Die Le­gen­de lebt“– Wür­di­gung des Vor­gän­gers

Schwaebische Zeitung (Markdorf) - - HAGNAU/MEERSBURG/ÜBERLINGEN - Von Clau­dia Paul

HA­GNAU – Sein gol­de­nes Pries­ter­ju­bi­lä­um hat Pa­ter Kon­rad Barth am Sonn­tag ge­fei­ert. Der Fest­got­tes­dienst mit Pfar­rer Schnei­der und Pa­ter Kon­rad Schul­tis vom Klos­ter Hers­berg wur­de vom Kir­chen­chor Meers­burg und ei­ni­gen Trom­pe­tern der Mu­sik­ka­pel­le mu­si­ka­lisch um­rahmt.

Der an­schlie­ßen­de Steh­emp­fang, vom Win­zer­ver­ein aus­ge­rich­tet und spen­diert, fand auf dem Kirchhof statt, wo der Ju­bi­lar die Glück­wün­sche ent­ge­gen­nahm. „Die Le­gen­de lebt“, sag­te Pfar­rer Mat­thi­as Schnei­der. Pa­ter Barth sei 28 Jah­re in Ha­gnau tä­tig ge­we­sen, in Mark­dorf und Meers­burg ha­be er dar­über hin­aus Re­li­gi­ons­un­ter­richt an den Schu­len ge­ge­ben.

Zahl­rei­che Lo­be­sund Dan­kes­wor­te

Der 1934 in Frei­burg ge­bo­re­ne und im Mark­gräf­ler­land auf­ge­wach­se­ne Win­zer­sohn sei so­mit süd­ba­di­scher Her­kunft. „Das macht ihn mir noch sym­pa­thi­scher“, sag­te Schnei­der mit ei­nem Schmun­zeln. Nach ei­ner Be­rufs­aus­bil­dung sei er in die Ge­mein­schaft der Pal­lo­ti­ner ein­ge­tre­ten und sei 1967 zum Pries­ter ge­weiht wor­den. In sei­nen Jah­ren in Ha­gnau ha­be Pa­ter Barth viel be­wegt und die Ge­mein­de ge­prägt. „Wir pro­fi­tie­ren heu­te noch da­von“, so Schnei­der wei­ter. In Wür­di­gung sei­ner Ver­diens­te sei er von der Ge­mein­de zum Eh­ren­bür­ger er­nannt wor­den. „Was schenkt man ei­nem Pfar­rer? Das kas­siert doch das Klos­ter“, sag­te Mat­thi­as Schnei­der mit ei­nem Au­gen­zwin­kern.

Der Got­tes­mann, der für sei­ne ein­falls­rei­chen und lus­ti­gen Ge­schen­ke be­kannt ist, ent­täusch­te auch die­ses Mal nicht und über­reich­te ein Spiel­zeug­au­to als Sym­bol für Ta­xi­gut­schei­ne. „Da­mit kannst du im­mer an dei­ne al­te Wir­kungs­stät­te kut­schiert wer­den“, so Schnei­der. Wei­te­re Lo­bes- und Dan­kes­wor­te ka­men von He­di Meich­le, die den er­krank­ten Bür­ger­meis­ter Vol­ker Fre­de ver­trat. „Die Men­schen la­gen Pfar­rer Barth im­mer am Her­zen“, so die stell­ver­tre­ten­de Bür­ger­meis­te­rin.

In al­len Le­bens­la­gen sei der Pfar­rer für sei­ne Schäf­chen da­ge­we­sen und ha­be mit ih­nen ge­lacht, ge­trau­ert und ge­fei­ert. „Der Win­zer­ver­ein und Pa­ter Barth wa­ren im­mer eng mit­ein­an­der ver­bun­den“, sag­te Karl Me­ger­le, der Vor­sit­zen­de des Win­zer­ver­eins. Zur Le­se­zeit sei Barth oft­mals in der Kel­ter­hal­le er­schie­nen und ha­be nach Öchs­le­gra­den und Ern­te­er­geb­nis­sen ge­fragt. „Ich weiß, dass Sie im­mer für uns Win­zer be­ten“, so Me­ger­le.

Der auch am Fest­tag ge­spen­de­te Wet­ter­se­gen sei ge­ra­de in die­sen Ta­gen mit vie­len Ge­wit­tern sehr wich­tig. Wei­te­re Glück­wün­sche gab es von Ru­dolf Dim­meler vom Hei­mat­und Ge­schichts­ver­ein, dem der Ju­bi­lar als Grün­dungs­mit­glied sehr eng ver­bun­den ist.

Un­zäh­li­ge Glück­wün­sche gab es an­schlie­ßend noch von den vie­len Schäf­chen, die „ih­rem“Pfar­rer gra­tu­lie­ren woll­ten.

FO­TO: CLAU­DIA PAUL

Pa­ter Kon­rad Barth (Bild­mit­te) fei­er­te am Sonn­tag mit all sei­nen Meß­die­nern aus sei­ner Amts­zeit sein gol­de­nes Pries­ter­ju­bi­lä­um.

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