Mo­zart Som­mer ver­spricht ex­qui­si­te Kon­zer­te

Das klei­ne Fes­ti­val läuft vom 15. bis 27. Au­gust in der Prä­la­tur und im Kai­ser­saal in Schloss Sa­lem

Schwaebische Zeitung (Markdorf) - - Salem/bermatingen - Von Chris­tel Voith

- Seit zwölf Jah­ren dür­fen sich Mu­sik­lieb­ha­ber je­des Jahr auf den Mo­zart Som­mer in Schloss Sa­lem freu­en. Am 15. Au­gust wird das klei­ne, fei­ne Mu­sik­fes­ti­val er­öff­net – am Di­ens­tag­mor­gen ha­ben der künst­le­ri­sche Lei­ter, Ge­org Mais, und Bir­git Rü­ck­ert, die Lei­te­rin der Schloss­ver­wal­tung Sa­lem, das Pro­gramm für die vier Kon­zer­te vom 15. bis 27. Au­gust vor­ge­stellt.

Wie Bir­git Rü­ck­ert er­klärt, ste­hen die Kon­zer­te ganz in der Tra­di­ti­on des Hau­ses, denn hier ha­ben die Mön­che der Reichs­ab­tei schon Mu­sik­kul­tur ge­pflegt und da­bei mit Adels­häu­sern und dem Fürst­bi­schof von Kon­stanz kon­kur­riert. Fort­ge­führt wird auch die Wein­kul­tur der Reichs­ab­tei, denn zum ganz­heit­li­chen Kunst­ge­nuss wird zu den Kon­zert­ein­füh­run­gen am 19. und 27. Au­gust mark­gräf­li­cher Wein ser­viert.

Auf Sa­lem zu­ge­schnit­ten

Dass der Mo­zart Som­mer seit Jah­ren ein Er­folgs­mo­dell ist – im letz­ten Jahr lag die Aus­las­tung wie­der bei 100 Pro­zent – liegt ei­ner­seits am herr­li­chen Am­bi­en­te und am Pro­gramm­kon­zept. Künst­ler und Zu­hö­rer ge­nie­ßen glei­cher­ma­ßen den präch­ti­gen Rah­men des Kai­ser­saals, der als Re­prä­sen­ta­ti­ons­raum der Reichs­ab­tei de­ren po­li­ti­sche und kul­tu­rel­le Be­deu­tung her­vor­hob. Das Pro­gramm nimmt auf Ge­schich­te, Mu­sik­ge­schich­te und At­mo­sphä­re des Schlos­ses Be­zug und re­prä­sen­tiert die Mu­sik der Zeit der Hoch­blü­te. Ge­org Mais be­tont, dass hier nicht ein fer­ti­ges Pro­gramm ein­ge­kauft, son­dern ein ganz kon­kret auf Sa­lem zu­ge­schnit­te­nes Pro­gramm ge­bo­ten wird. Der Er­folg des Kon­zepts er­lau­be, dass man nicht auf „Quo­ten­kon­zer­te“schie­len müs­se, son­dern auch „Ni­schen­kon­zer­te“an­bie­ten kön­ne.

Zu den Quo­ten­kon­zer­ten ge­hört ge­wiss die zur Tra­di­ti­on ge­wor­de­ne Ma­ti­nee mit dem Leip­zi­ger Streich­quar­tett, das dies­mal ein rei­nes Mo­zart­kon­zert spie­len wird. Als Ra­ri­tä­ten hat sich Mais die drei frü­hen Streich­quar­tet­te KV 168, 156 und 157 ge­wünscht, da­zu kom­me „aus der Hit­pa­ra­de“das Jagd­quar­tett KV 458. Ne­ben Mo­zart steht dies­mal Ge­org Fried­rich Hän­del im Mit­tel­punkt, der zur Bau­zeit des Schlos­ses sei­nen ent­schei­den­den Kar­rie­re­sprung er­lebt ha­be, al­ler­dings nur durch Lin­dau ge­reist, aber wohl nie in Sa­lem ge­we­sen sei. Von ihm wird das Süd­west­deut­sche Kam­mer­or­ches­ter Pforzheim am 27. Au­gust die Ou­ver­tü­re zum „Mes­si­as“und die Was­ser­mu­sik Sui­te Nr.1 F-Dur spie­len, da­zu Mo­zarts Obo­en­kon­zert C-Dur KV 314 mit der So­lis­tin Ma­rie-Lui­se Mo­der­sohn, der So­lo-Obo­is­tin der Münch­ner Phil­har­mo­ni­ker. „Münch­ner Kam­mer­so­lis­ten“, En­sem­ble­mit­glie­der der Münch­ner Phil­har­mo­ni­ker und des Sin­fo­nie­or­ches­ters des Baye­ri­schen Rund­funks, sind am 19. Au­gust zu Gast mit zeit­ge­nös­si­schen Be­ar­bei­tun­gen be­kann­ter Wer­ke von Mo­zart, Beet­ho­ven, J.S. Bach und François De­vi­en­ne für Kla­ri­net­te, Fa­gott und Strei­cher. Er­öff­net wird der Mo­zart Som­mer am 15. Au­gust mit ei­nem Vor­trag von Ge­org Mais über „Ge­org Fried­rich Hän­del – Cho­le­ri­ker, Ge­nie­ßer, Ge­nie!“Da­zu spie­len Frank Micha­el und Andre­as Grün auf Flö­te und Gi­tar­re Meis­ter­wer­ke des Ba­rock.

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FO­TO: HEL­MUT VOITH

Der künst­le­ri­sche Lei­ter, Ge­org Mais, und Bir­git Rü­ck­ert, die Lei­te­rin der Schloss­ver­wal­tung Sa­lem sind stolz auf das be­son­de­re Pro­gramm beim Mo­zart Som­mer.

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