Put­zen macht glück­lich

Schwaebische Zeitung (Markdorf) - - Vermischtes -

(dpa) - Haus­halts­pflich­ten wie Ko­chen und Put­zen ma­chen ei­ner Studie zu­fol­ge ten­den­zi­ell glück­li­cher – wenn je­mand an­ders sie für ei­nen er­le­digt. Men­schen, die an­de­re et­wa für das Put­zen ih­rer Woh­nung be­zah­len und sich da­mit so­zu­sa­gen „Zeit kau­fen“, be­trach­ten sich dem­nach selbst als deut­lich zu­frie­de­ner als sol­che, die das nicht tun. Das be­rich­ten For­scher um Eliz­a­beth Dunn von der Uni­ver­si­ty of Bri­tish Co­lum­bia in Van­cou­ver in den „Pro­cee­dings“der US-Na­tio­na­len Aka­de­mie der Wis­sen­schaf­ten („PNAS“). „Geld zu be­nut­zen um Zeit zu kau­fen, kann ein Stoß­dämp­fer ge­gen Zeit­man­gel sein und so Glück för­dern“, be­rich­ten sie. Das Team hat­te mehr als 6000 Men­schen aus den USA, Dä­ne­mark, Ka­na­da und den Nie­der­lan­den be­fragt. Die Teil­neh­mer hät­ten un­ter­schied­li­che Hin­ter­grün­de, hieß es. Auch Mil­lio­nä­re wa­ren dar­un­ter. Bei der Zuf­rie­den­heit mach­te es aber kei­nen Un­ter­schied, wie viel Geld die Men­schen ver­dien­ten oder wie viel sie für ei­ne Haus­halts­hil­fe aus­ga­ben.

Trotz­dem tä­ten vie­le Men­schen das nicht, auch wenn sie es sich leis­ten könn­ten, be­rich­te­ten die For­scher. So gab knapp die Hälf­te der 818 be­frag­ten Mil­lio­nä­re an, dass sie kein Geld aus­gä­ben, um Haus­halts­pflich­ten an an­de­re zu über­ge­ben. Das kön­ne kul­tu­rel­le Grün­de ha­ben oder am Ge­schlecht lie­gen. So hät­ten vie­le Frau­en im­mer noch das Ge­fühl, sie müss­ten Haus­halts­pflich­ten selbst er­le­di­gen – auch wenn sie es sich leis­ten könn­ten, an­de­re zu be­zah­len.

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