Schul­lei­ter sieht Kri­tik nicht als ge­recht­fer­tigt

Andre­as Gei­ger be­män­gelt Hep­t­ings Ni­veau in der Schul­dis­kus­si­on

Schwaebische Zeitung (Markdorf) - - Markdorf -

(jul) - Schul­lei­ter Andre­as Gei­ger wehrt sich ge­gen die Kri­tik von Ge­mein­de­rat Roland Hep­t­ing, dass es im Kol­le­gi­um an In­ter­es­se an den Bau­maß­nah­men der Ja­ko­bG­retser-Schu­le man­ge­le.

„Die Lehr­kräf­te und die Schul­lei­tung ha­ben kei­ne be­stim­men­de, son­dern be­ra­ten­de Funk­ti­on. Und die ha­ben sie in nach­hal­ti­ger Ver­ant­wor­tung stets aus­ge­übt“be­tont Gei­ger. Wei­ter sei es den Lehr­kräf­ten zu ei­nem gro­ßen Teil und durch über­durch­schnitt­li­ches En­ga­ge­ment zu ver­dan­ken, dass die Schu­le in den letz­ten Jahr­zehn­ten un­ter die­sen Um­stän­den in ei­ner teil­wei­se pro­vi­so­ri­schen Si­tua­ti­on „am Lau­fen“ge­hal­ten wur­de.

„Nun ha­ben wir ei­ne Stadt­ver­wal­tung und ei­nen Ge­mein­de­rat, die sich mit der Schul­ge­mein­de zu­sam­men auf den Weg ge­macht ha­ben. Wir als Leh­rer­kol­le­gi­um sind dar­über sehr er­freut und dank­bar und brin­gen uns an al­len Stel­len je­der­zeit kon­struk­tiv, be­ra­tend und un­ter­stüt­zend mit ein“, be­rich­tet Gei­ger. Die Dis­kus­si­on im Ge­mein­de­rat zeu­ge auch bei al­len Ge­mein­de­rä­ten da­von, dass ver­ant­wort­lich und nach­hal­tig für die Zu­kunft ge­plant und dis­ku­tiert wer­de. Auch soll­ten al­le Be­tei­lig­ten ge­hört wer­den und sich ein­be­zo­gen füh­len. „Ge­nau hier ist es für Schul­lei­tung und Leh­rer­kol­le­gi­um nicht nach­voll­zieh­bar, wenn mit­ten in die­ser sach­li­chen und kon­struk­ti­ven Vor­ge­hens­wei­se Dr. Hep­t­ing ei­ne sol­che Äu­ße­rung ab­son­dert“, kri­ti­siert Gei­ger. Hep­t­ing hat­te am Di­ens­tag­abend bei der Dis­kus­si­on über das Bau­pro­jekt Grund­schu­le ge­sagt: „Wir re­den hier über rund 20 Mil­lio­nen Eu­ro In­ves­ti­tio­nen und au­ßer den Rek­to­ren ist nie­mand da. Ich bin maß­los ent­täuscht“(SZ be­rich­te­te).

Die­se Aus­sa­ge sieht Gei­ger we­der sach­lich rich­tig noch für die wei­te­re Zu­sam­men­ar­beit för­der­lich und hilf­reich. „Ei­nen Grund, sich so zu äu­ßern, ist nach mei­nem Emp­fin­den im Mo­ment nur dem ego­zen­tri­schen Be­dürf­nis zu­zu­schrei­ben, im nächs­ten Pres­se­be­richt na­ment­lich ge­nannt zu wer­den und sich auf Kos­ten de­rer, die sich be­reits seit min­des­tens 20 Jah­ren für ei­ne an­ge­mes­se­ne Schul­si­tua­ti­on für die Mark­dor­fer Grund­schü­ler ein­set­zen, un­ver­hält­nis­mä­ßig zu pro­fi­lie­ren“, kri­ti­siert der Schul­lei­ter.

Al­len Ge­mein­de­rä­ten, die nicht in die­ses Horn bla­sen, si­che­rer er als Schul­lei­ter wei­ter­hin die frei­wil­li­ge und für die zu­künf­ti­gen Grund­schü­ler en­ga­gier­te und kon­struk­ti­ve Mit­ar­beit zu. Ex­pli­zit be­dan­ke er sich bei Bür­ger­meis­ter Ried­mann, der Ver­wal­tung und den Ge­mein­de­rä­ten, für die Ge­duld und das wohl­wol­len­de Ent­ge­gen­kom­men bei die­ser ver­ant­wor­tungs­vol­len Auf­ga­be. Al­le El­tern bit­te er, sich nicht auf dem Hep­t­ing­s­chen Ni­veau an der Dis­kus­si­on zu be­tei­li­gen.

FO­TO: AR­CHIV

Andre­as Gei­ger

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