Mas­sen­dieb­stahl der Wöl­fe war ein Miss­ver­ständ­nis

Schwaebische Zeitung (Markdorf) - - Wir Am See -

(vin) - Gro­ße Auf­re­gung hat am Wo­che­n­en­de bei der Ra­vens­bur­ger Stadt­ver­wal­tung ge­herrscht, weil zahl­rei­che Wol­fSkulp­tu­ren des in­ter­na­tio­nal be­kann­ten Künst­lers Ott­mar Hörl vom Veits­burg­hang ver­schwun­den wa­ren. Der Bild­hau­er, von dem un­ter an­de­rem auch das be­kann­te Eu­roZei­chen vor der ehe­ma­li­gen Eu­ro­päi­schen Zen­tral­bank in Frank­furt am Main stammt, hat­te sich mit sei­nen 68 Wöl­fen an der ak­tu­el­len Aus­stel­lung im Ra­vens­bur­ger Kunst­mu­se­um, „We lo­ve ani­mals“, be­tei­ligt. Am Wo­che­n­en­de schie­nen plötz­lich vie­le zu feh­len.

„Das ist NICHT lus­tig! Das ist DIEB­STAHL! In der Nacht auf Sonn­tag wur­den ei­ni­ge ,Wöl­fe’ des Kon­zept­künst­lers Ott­mar Hörl am Ser­pen­ti­nen­weg un­ter­halb der Veits­burg ent­wen­det. Wir ge­ben den Tä­tern die Mög­lich­keit, die­se straf­frei BIS MITT­WOCH zu­rück­zu­ge­ben. Da­nach er­folgt Straf­an­zei­ge. Wir freu­en uns auch über wei­te­re Zeu­gen­aus­sa­gen“, schrieb die Stadt­ver­wal­tung ent­rüs­tet auf ih­rer Face­book-Sei­te. Of­fen­bar han­del­te es sich bei dem Mas­sen­dieb­stahl aber um ein Miss­ver­ständ­nis. „Ich war im Ur­laub“, sagt Mu­se­ums­lei­te­rin Ni­co­le Fritz. „Und Dirk Bas­tin ging am Veits­burg­hang spa­zie­ren und sah, dass die Skulp­tu­ren fehl­ten.“Tat­säch­lich sei­en sie aber „vom Hang weg ver­kauft“wor­den. Das sei näm­lich Be­stand­teil der Ak­ti­on: Pro Stück kos­ten die Kunst­wer­ke 350 Eu­ro be­zie­hungs­wei­se 700 Eu­ro, wenn sie mit ei­ner Si­gna­tur ver­se­hen sind. 50 der 68 Wöl­fe sind be­reits ver­äu­ßert und ab­ge­holt wor­den.

Von Scherz­bol­den wäh­rend des Ru­ten­fes­tes „ver­setzt“wur­den fer­ner drei Skulp­tu­ren, die mitt­ler­wei­le an an­de­rer Stel­le wie­der auf­ge­taucht sind, und nur zwei Wöl­fe sei­en tat­säch­lich spur­los ver­schwun­den, so Ni­co­le Fritz. Ins­ge­samt fin­det sie, das sei „ein gu­tes Pro­jekt ge­we­sen“, die Ak­ti­on ha­be sich durch die Ver­käu­fe bei­na­he voll­stän­dig re­fi­nan­ziert.

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