Mit dem Ern­te­züg­le durchs Feld

Im­men­staa­der Grü­ne la­den zu In­fo-Ver­an­stal­tung auf Bio-Hof von Mar­tin Go­me­rin­ger ein

Schwaebische Zeitung (Markdorf) - - Oberteuringen/Immenstaad/Meckenbeuren - Von Micha­el Tschek

- Der Orts­ver­band Immenstaad von Bünd­nis 90/Die Grü­nen hat am Mitt­woch zu­sam­men mit ih­rem Kan­di­da­ten für die Bun­des­tags­wahl, Mar­kus Böh­len, Bür­ger zu ei­ner In­for­ma­ti­ons­ver­an­stal­tung mit dem Ti­tel „Ein­bli­cke in die bio­lo­gi­sche Land­wirt­schaft für Je­der­mann“ein­ge­la­den. Auf der Ern­te­züg­le-Tour durch die Ap­fel-, Re­ben-, und Ta­fel­t­rau­ben­an­la­gen von Bio­hof-In­ha­ber Mar­tin Go­me­rin­ger in Kip­pen­hau­sen ha­ben die Teil­neh­mer in­ter­es­san­te Er­kennt­nis­se ge­win­nen kön­nen.

„Mit der Na­tur pro­du­zie­ren“: Mar­tin Go­me­rin­ger, Mit­glied der Frak­ti­on der Grü­nen im Im­men­staa­der Ge­mein­de­rat, und sei­ne Frau Ma­nue­la ha­ben sich die­ses The­ma seit 2009 auf die Fah­nen ge­schrie­ben und zu ih­rem Le­bens­in­halt ge­macht. „Seit die­ser Zeit ha­ben wir uns ent­schlos­sen, un­se­ren kon­ven­tio­nell be­wirt­schaf­ten Hof auf öko­lo­gi­schen Land­bau um­zu­stel­len“, er­läu­ter­te Mar­tin Go­me­rin­ger der Grup­pe von Teil­neh­mern, die sich am Mitt­woch­abend auf sei­nem Obst- und Fe­ri­en­hof in der Al­ten­berg­stra­ße in Kip­pen­hau­sen zu ei­ner Ex­kur­si­ons­tour ein­ge­fun­den hat­te.

Wie er seit die­ser Ent­schei­dung oh­ne den Ein­satz von Pes­ti­zi­den und che­mi­schen Dün­ge­mit­tel aus­kommt, er­fuh­ren dann die Teil­neh­mer auf der Ern­te­züg­le-Tour durch die rund fünf Hekt­ar gro­ße Bio-Kul­tur­land­schaft.

Zu­kunft der Land­wirt­schaft

Hoch­wer­ti­ge Le­bens­mit­tel nach­hal­tig zu pro­du­zie­ren sei die Zu­kunft, mein­te Mar­tin Go­me­rin­ger und war sich mit der Ex­kur­si­ons­grup­pe ei­nig, dass es ei­gent­lich bei der Ziel­set­zung be­reits „Fünf vor Zwölf“sei. Trotz­dem: Auch wenn die Kos­ten für den Auf­wand vom bio­lo­gi­schen An­bau zwar et­was hö­her wä­ren, er­fah­re das Pro­dukt oh­ne Che­mie ein „ganz an­de­res Le­bens­ge­fühl“, so Go­me­rin­ger.

Beim ers­ten Treff­punkt der Re­ben­an­la­gen – üb­ri­gens mit ei­nem traum­haf­ten Blick auf den Bo­den­see und die Al­pen – er­klär­te Mar­tin Go­me­rin­ger, dass bei­spiels­wei­se durch Blu­men­ein­saa­ten oder Kom­pos­tDün­gung das Bo­den­be­le­ben „ver­bes­sert“und Pflan­zen „nach­hal­tig ver­stärkt“wür­den.

Bio­an­bau braucht Ge­duld

Zum Bio­an­bau ge­hö­re ei­ne Por­ti­on „Ge­duld“und fi­nan­zi­el­le In­ves­ti­tio­nen in mehr­stel­li­gen Be­rei­chen, sag­te Go­me­rin­ger und prä­sen­tier­te das an sei­nem Bei­spiel den öko­lo­gi­schen Ta­fel­t­rau­ben und dem Bi­oWein.

Die Kirsch­frucht­flie­ge und die Kirsches­sig­flie­ge ma­che not­wen­dig, dass ein Schutz­dach für die emp­find­li­chen Trau­ben ge­schaf­fen wer­de müs­se, denn: „Soll­te die Kirsches­sig­flie­ge in un­se­re Pflan­zen ein­drin­gen, hat sie ei­ne Po­pu­la­ti­on von 1 zu 10 000 in­ner­halb von vier Ta­gen“, mein­te der Bio­hof-In­ha­ber.

Vie­le Im­men­staa­der le­gen in­zwi­schen Wert dar­auf, sich mit bio­lo­gi­schen Le­bens­mit­teln zu ver­sor­gen, ei­nen An­satz da­zu ha­ben sie da­bei mit den Pro­duk­ten von Mar­tin Go­me­rin­ger, der sei­ne Pro­duk­te auch in Immenstaad ver­kauft.

Nach der Ex­kur­si­on zeig­te sich der er In­ha­ber des Bio-Ho­fes im Ge­wöl­be­kel­ler sei­nes An­we­sens von sei­ner mu­si­ka­li­schen Sei­te. Wäh­rend die Gäs­te als Ab­schieds­trunk selbst­ge­brann­te bio­lo­gi­sche Schnäp­se und Li­kö­re kre­denzt be­ka­men, spiel­te er ih­nen ein Lied auf dem Ein­horn vor.

FO­TO: MICHA­EL TSCHEK

Mar­tin Go­me­rin­ger (links) führt Par­tei­freun­de und In­ter­es­sen­ten durch sei­ne Ob­st­an­la­gen, hin­ter ihm sein Ge­mein­de­rats­kol­le­ge und Bun­des­tags­kan­di­dat Mar­kus Böh­len.

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