Das Kin­der­thea­ter zeigt ei­ne Aus­wahl der Bes­ten

Clau­dia En­ge­mann plant das Pro­gramm als stu­dier­te Thea­ter­wis­sen­schaft­le­rin, Dra­ma­tur­gin und Re­gie­as­sis­ten­tin

Schwaebische Zeitung (Markdorf) - - Kulturufer Friedrichshafen - Von Ly­dia Schä­fer

- Das Kin­der­thea­ter­pro­gramm des Kul­turu­fers ist nicht nur für die Klei­nen ein ech­tes High­light, auch Er­wach­se­ne freu­en sich auf die al­ten Be­kann­ten und Neu­ent­de­ckun­gen, die in die­sem Jahr auf­tre­ten. Auf Mär­chen, die auch durch­aus neu in­ter­pre­tiert auf der Büh­ne da­her­kom­men, auf Im­pro­vi­sa­ti­ons­thea­ter, Va­rie­té oder Ei­gen­pro­duk­tio­nen, die Witz ver­spre­chen.

„Das häss­li­che Ent­lein“von der „Flun­ker Pro­duk­ti­on“Thea­ter mach­te am Frei­tag den Auf­takt. Das Kul­turu­fer­pro­gramm zeich­net sich in je­dem Jahr nicht nur durch sei­ne Viel­falt aus, son­dern auch durch sei­ne Qua­li­tät.

Das gilt auch für das Kin­der­thea­ter­pro­gramm, das täg­lich um 15 Uhr im Klei­nen Zelt ge­zeigt wird. Clau­dia En­ge­mann, Mit­ar­bei­te­rin des Kul­tur­bü­ros in Fried­richs­ha­fen, or­ga­ni­siert das Pro­gramm für die jün­ge­ren Be­su­cher des Fes­ti­vals.

Sie stu­dier­te Thea­ter­wis­sen­schaf­ten in Bochum und ar­bei­te­te als Re­gie­as­sis­ten­tin und Dra­ma­tur­gin. Durch ih­re Ar­beit hat sie vie­le Kon­tak­te in der Thea­ter­sze­ne. Ein gro­ßer Vor­teil bei der Aus­wahl des Pro­gramms.

„Ich be­su­che aber auch Ver­an­stal­tun­gen wie bei­spiels­wei­se das Fi­gu­ren­fes­ti­val in der Schweiz“, er­klärt sie das Aus­wahl­ver­fah­ren für das Kul­turu­fer. Au­ßer­dem sei sie im­mer in Ge­sprä­chen mit an­de­ren Ver­an­stal­tern und sie be­rück­sich­ti­ge auch „Emp­feh­lun­gen von Künst­lern, die ich sehr schät­ze“. Im Lau­fe der Jah­re hat sie so­mit ei­ne Aus­wahl qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­ger Kin­der- und Pup­pen­thea­ter zu­sam­men­ge­tra­gen und die Be­su­cher des Kul­turu­fers wis­sen das zu schät­zen.

Wie­der da­bei

In die­sem Jahr ist wie­der das Thea­ter Töf­te mit da­bei, die ein Jahr pau­sier­ten. „Das war ein Wunsch der Zu­schau­er“, sagt En­ge­mann. Und ein Kul­turu­fer oh­ne Pup­pen­spie­ler Mat­thi­as Kuch­ta vom „Lil­le Kar­tof­ler Fi­gu­ren­thea­ter“kann man sich auch nicht vor­stel­len.

In die­sem Jahr schickt er sei­ne knaut­schig, wei­chen und über­di­men­sio­nier­ten Pup­pen Hän­sel und Gre­tel in den Wald und das Dorn­rös­chen in den Schlaf. Auf dem Kul­turu­fer zählt er zu den Alt­be­kann­ten, eben­so wie das Buch­fink Thea­ter, das in die­sem Jahr zeigt, dass es auch die Kunst des Im­pro­thea­ters be­herrscht.

Aber auch neue Ge­sich­ter hat Clau­dia En­ge­mann ver­pflich­tet. Das „Thea­ter Gus­tavs Schwes­tern“zeigt „Der Tag an dem Lou­is ge­fres­sen wur­de“, ein Schau­spiel und Fi­gu­ren­thea­ter frei nach dem Bil­der­buch von John Far­dell. Auch wenn der Ti­tel et­was schau­er­lich klingt, ist der In­halt nicht halb so gru­se­lig, wie man es hin­ein in­ter­pre­tie­ren könn­te. Im Ge­gen­teil, es ist ei­ne Mut­mach-Ge­schich­te für Kin­der, in der be­wie­sen wird, dass auch phan­ta­sie­vol­le Mons­ter mit Mut und Ge­schick be­siegt wer­den kön­nen und „sie ist un­glaub­lich wit­zig“, ver­spricht En­ge­mann. Den ab­so­lu­ten Klas­si­ker des Pup­pen­spiels, den Kas­perl, bie­tet „Dr. Dö­blin­gers ge­schmack­vol­les Kas­perl­thea­ter“, der mit „Kas­perl in Fe­ri­en“oder „Die war­me Woll­strumpf­ho­se“auch für die ganz Klei­nen ei­ne gu­te Wahl ist.

Am Sonn­tag lädt wie­der das Traum­thea­ter Va­len­ti­no zum „Fa­mi­li­en­va­rie­té Lach­mit­tag“mit Ar­tis­tik und ma­gi­schem Thea­ter ein, und bei der An­dy Clapps „Mi­ni Va­rie­té Show“gibt es Zau­ber­kunst und Un­ter­hal­tung für die gan­ze Fa­mi­lie.

FO­TO: PR

Im­pro­thea­ter mit Buch­fink und Clapp ist am 1. Au­gust zu se­hen.

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